Fußball

FLVW stellt Weichen: Erler SV winkt Aufstieg in Landesliga

Der Erler SV führt die Tabelle an und war auch nach der Hinrunde das beste Team. Der Aufstieg in die Landesliga ist somit wohl nur noch Formsache.

Der Erler SV führt die Tabelle an und war auch nach der Hinrunde das beste Team. Der Aufstieg in die Landesliga ist somit wohl nur noch Formsache.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Ruhrgebiet.  Der Beschluss liegt auf dem Tisch und muss nur noch abgenickt werden. Im Verband Westfalen soll es mehr Aufsteiger geben. Wer profitiert.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen schafft Fakten: Mehr Aufsteiger und keine Absteiger soll es in dieser Fußballsaison geben.

Damit haben die Vereine endlich Klarheit, der Verbandstag am 8. Juni muss diesen Vorschlag aber noch abnicken. „Das ist noch keine Entscheidung, sondern eine Empfehlung. Das ist also noch nicht definitiv, aber definitiv wahrscheinlich“, betonte FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski.

Erler SV steht vor Aufstieg in die Landesliga

„Ich bin zwiegespalten. Für den Verein ist es natürlich schön, dass wir in die Landesliga aufsteigen dürfen. Ich bin aber überzeugt, dass wir es auch auf sportlichem Wege geschafft hätten“, sagt Hartmut Scholz, Trainer des Erler SV 08.

Die Gelsenkirchener führen die Bezirksliga aktuell an – und dürfen nun zumindest virtuell die Sektkorken knallen lassen. „Was mir jetzt fehlt, sind die Emotionen nach einem Aufstieg. Aber keine Frage: Nach der Runde, die wir gespielt haben, haben wir den Aufstieg verdient“, so Scholz.

Hinrundentabelle und Quotientenregel zählen

Der FLVW hatte zuvor vorgeschlagen, dass sowohl die Mannschaften aufsteigen, die nach der Hinrundentabelle auf einem Aufstiegsplatz standen, als auch die, die beim Abbruch den besten Punkteschnitt hatten. In der Bezirksliga-Staffel 9 ist das in beiden Fällen der Erler SV.

Profitieren werden ebenfalls Westfalenligist YEG Hassel und Landesligist Viktoria Resse. Beide Mannschaften liegen aktuell auf einem Abstiegsplatz – und profitieren jetzt davon, dass es keine Absteiger geben soll.

YEG Hassel und Viktoria Resse bleiben in der Liga

„Wir sind natürlich in erster Linie erleichtert. Allerdings hätten wir den Klassenerhalt gerne sportlich gesichert“, sagt Hassels Trainer Ahmet Inal. Vor wenigen Wochen hätte er noch für eine Fortsetzung der Saison plädiert, mittlerweile glaubt aber auch er, dass der Abbruch der Saison die richtige Entscheidung ist: „Wir sind jetzt schon seit knapp zwei Monaten raus, bis es wieder losgeht, würde es nochmal einige Monate dauern. Nach so einer langen Pause ist es schwierig, wieder reinzukommen. Deshalb finde ich es richtig, jetzt abzubrechen und später neu anzufangen.“

Auch bei Viktoria Resse freut man sich über den Verbleib in der Landesliga. Trainer Frank Conradi: „Wir sind natürlich sehr froh, dass wir in der Landesliga bleiben dürfen. Eine gerechte Lösung gibt es ohnehin nicht. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die diese schwierigen Entscheidungen treffen mussten.“

Kreise müssen noch beraten

Wie es in den Kreisligen weitergeht will der Kreis 12 noch besprechen. „Es ist davon auszugehen, dass wir uns an die Entscheidungen des Verbandes anschließen“, sagt Gerd Eschenröder, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses.

Unter anderem könnten die Frauen des VfL Grafenwald in die Bezirksliga aufsteigen, der SV Zweckel II in die Kreisliga A. „Dieses ganze hin und her hat mich aufgeregt. Endlich haben wir Klarheit. Ein Aufstieg wäre der Lohn für die Saison, auch wenn es so keine schöne Meisterschaft ist“, sagte Zweckels Trainer Karl Englich.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben