Fußball-Kreisliga A 2

Middelich-Resse holt Big Points im Abstiegskampf

Vom Tabellenende weggegrätscht: Oliver Trittel und Middelich-Resse setzten sich mit 5:2 bei ETuS Gelsenkirchen durch.

Vom Tabellenende weggegrätscht: Oliver Trittel und Middelich-Resse setzten sich mit 5:2 bei ETuS Gelsenkirchen durch.

Foto: Verein

Gelsenkirchen.  Middelich-Resse setzt sich in der Staffel 2 der Fußball-Kreisliga A mit 5:2 bei ETuS Gelsenkirchen durch und verlässt den letzten Tabellenplatz.

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Die SpVgg Middelich-Resse ist nicht mehr Letzter der Fußball-Kreisliga A 2. Die Truppe von Spielertrainer Marco Woditschka setzte sich am Sonntag im Kellerduell bei ETuS Gelsenkirchen mit 5:2 durch. Westfalia 04 II gewann derweil das Derby gegen ETuS Bismack.


Preußen Sutum – SG Eintracht 4:1
Die Eintracht kassierte in Sutum die vierte Niederlage in Folge, war aber wie so oft in den vergangenen Wochen nicht die schlechtere Mannschaft. „Wir haben gut und engagiert gespielt, aber unsere zwei wichtigen Chancen nicht genutzt“, haderte SGE-Trainer Thorsten Schnürpel. Sein Team setzte die Preußen zu Beginn gut unter Druck, das Tor trafen aber dennoch die Hausherren. Taner Kabuk nutzte einen individuellen Fehler der Gäste (12.). Kurz vor der Pause sah Sutums Marvin Gies jedoch die Gelb-Rote-Karte (38.).

In Überzahl glich die Eintracht dank eines schnell ausgeführten Freistoßes in Person von Till Eule aus (60.) und hatte in der Folge auch zwei Chancen zum 2:1, doch Preußen-Keeper Andrej Zorn war zur Stelle. Wenig später hatte Sutum mehr Glück, ein Schuss von Zoleheir El Kaada wurde ins Tor abgefälscht (76.). Die SGE warf nun alles nach vorn, Sutum konterte und erhöhte durch Volkan Arslan (81.) und einen Foulelfmeter von Mohamed Lakhal (88.) auf 4:1. „Sutum hat das nach dem 2:1 clever heruntergespielt. Wir müssen nun daraus lernen und die Köpfe oben halten“, sagte Thorsten Schnürpel.


ETuS Gelsenkirchen – Middelich-Resse2:5
Im Kellerduell des Drittletzten gegen den Letzten lag Middelich zur Pause schon mit 3:0 vorn. Pascal Rosch per Abstauber (7.), Andre Melian mit einem starken Solo (13.) und Peter Lange nach einer schönen Kombination (44.) netzten ein. Sedat Kasi verkürzte zwar per direktem Freistoß für ETuS (59.), doch Spielertrainer Marco Woditschka stellte mit einem schönen Volley den alten Abstand wieder her (70.), ehe Timo Borkowski noch das 5:1 nachlegte (73.). Soner Ünlü setzte den Schlusspunkt für die Hausherren (78.), die dadurch von den Resser überholt wurden.

Woditschka war nach dem zweiten Saisonsieg und drei Big Points im Abstiegskampf natürlich erleichtert: „Das war nicht unser bestes Spiel, aber im Gegensatz zu den Vorwochen haben wir diesmal unsere Chancen genutzt. Nach bärenstarken ersten 20 Minuten haben wir etwas nachgelassen, das lag vielleicht daran, dass wir es nicht gewöhnt sind, in Führung zu liegen“, meinte er lachend. „Nach dem 4:1 haben wir die Partie aber wieder unter Kontrolle bekommen. Dieser Sieg ist enorm wichtig.“


DJK TuS Rotthausen – Firtinaspor 2:2
„Das war ein sehr intensives und gutes Spiel. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und hatten viele Chancen“, beschrieb DJK-TuS-Coach Tobias Klein das Kräftemessen. „Firtinaspor hatte in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, wir in der Zweiten.“

Seine fünftplatzierte DJK TuS führte nach einem frühen Tor von Noel Donner (5.), doch die punktgleichen Gäste drehten die Partie dank Ilkay Tanriverdi (14.) und eines Eigentores von Nick Horn (24.). Mohamed Kaddouri glich aber kurz vor der Pause aus (44.). Nachdem Firtinaspors Engin Artkan die Gelb-Rote-Karte gesehen hatte (88.), hatte Kaddouri sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, verzog aber (90.). „Insgesamt wollten wir den Sieg etwas mehr, deshalb wäre ein Dreier möglich gewesen. Wir sind aber nicht enttäuscht, weil das eine gute Leistung war“, resümierte Klein.


ETuS Bismarck – Westfalia 04 II3:5
Bismarcks Trainer Lothar Brieger war nach der Derbyniederlage gegen Platznachbar Westfalia II sauer, aber vor allem auf den Schiedsrichter. „Er hat drei glasklare Abseitstore gegeben. Auch überharte Einsteigen oder Beleidigungen haben ihn nicht interessiert“, polterte er. „Ich respektiere jeden Unparteiischen, aber er hatte das Spiel nicht im Griff und war für ein solches Derby überfordert.“

Mohamed El Hamdaouji brachte ETuS in Front (20.), doch Patrick Peter (31., 40.), Daniel Götze (33.) und Danny Gawlik (58., 75.) drehten die Partie zugunsten der Westfalia, die ihren dritten Dreier in Serie feierte „Wir haben uns von der Härte des Gegners beeinflussen lassen und dadurch nicht unser Spiel durchgezogen“, monierte Brieger, der zumindest noch die Treffer von Leon Korogodski (42.) und Tuncay Keskinkilic (60.) bejubeln konnte.


Arminia Ückendorf – DJK Blau-Weiß1:6
Die drittplatzierte DJK profitierte in Ückendorf von konditionellen und hinterher auch personellen Problemen der ab der 69. Minute wegen einer Gelb-Roten-Karte dezimierten Hausherren. „Wir haben die Arminia in der ersten Hälfte sehr viel beschäftigt und scharf angelaufen. Das zahlte sich aus, als bei den Ückendorfern in der zweiten Halbzeit die Kräfte nachließen“, berichtete Blau-Weiß-Co-Trainer Peter Seikowski.

Die „sehr schön herausgespielten Tore“ seiner Elf erzielten Elyesa Suyer (30.), Bouba Bah (57.), Muhsin Ayhan (60.), Sven Chilek (69.), Sahin Dogan (82.) und Youssouf Kaba (87.)


Union Neustadt – SSV/FCA Rotthausen0:2
Der neue Tabellenletzte aus Neustadt machte dem -zweiten das Leben schwer. „Wir haben Rotthausen kommen lassen und die Räume eng gemacht, um das 0:0 möglichst bis zur Pause zu halten“, erklärte Union-Coach Frank Freudenstein. Letzteres klappte aber nicht: Zunächst staubte David Hoffmann nach einem an den Pfosten geschossenen Elfmeter zum 1:0 ab (21.), zuvor wollte der Schiedsrichter ein Handspiel vom Tim Roscher gesehen haben. Anschließend verwertete Torjäger Tim Petzke einen Fehlpass von Patrick Reeck (37.).

„In der zweiten Hälfte haben wir dann aufgemacht und sehr gut mitgespielt“, sagte Freudenstein, dessen Team sich jedoch nicht mit dem Anschlusstreffer belohnte. „Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit Einstellung und Leistung jedes Einzelnen.“



SV Hessler 06 – VfL Resse 08 4:0
Julian Hellmich war mit drei Treffern Hesslers Matchwinner bei einem Sieg des Spitzenreiters, der für Resses Co-Trainer Björn Thiele allerdings zwei Tore zu hoch ausgefallen war: „In den ersten 60 Minuten ist unser Plan gut aufgegangen, aus einer sicheren Defensive heraus und durch schnelles Umschalten Chancen zu erspielen. Das 2:0 hat dann ein wenig die Moral gebrochen.“

Hellmich verwandelte zunächst einen Elfmeter (25.), ehe er im zweiten Durchgang nach einem Konter auf 2:0 erhöhte (63.). Bitter für den VfL: Daniel Kaminsky hatte kurz zuvor noch mit einem Volleyschuss die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Hesslers Keeper Yves Wolski. Erneut Hellmich (67.) und Lukas Siska, dem in der Schlussminute eine abgefälschte Flanke vor die Füße fiel, schraubten das Ergebnis in die Höhe.


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