Schalkes U23

Mit Respekt und Schwung in die neue Liga

Steigt mit seiner Mannschaft verspätet in die Saison ein: Schalkes Trainer Torsten Fröhling.

Steigt mit seiner Mannschaft verspätet in die Saison ein: Schalkes Trainer Torsten Fröhling.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Für Schalkes U23 beginnt am Samstag die erste Saison nach dem Wiederaufstieg. Trainer Fröhling muss dafür wieder eine neue Mannschaft aufbauen.

Nach zwei Jahren ist die U23 des FC Schalke 04 wieder dort, wo sie nach ihrem eigenen Verständnis auch hingehört: in der Fußball-Regionalliga. „Das ist in meinen Augen die ideale Spielklasse, um unsere jungen Spieler weiter auszubilden“, sagt Trainer Torsten Fröhling. Der Abstieg 2017, damals noch unter Jürgen Luginger und Onur Cinel als Trainer, war eine Art Betriebsunfall, der allerdings erst im zweiten Anlauf repariert werden konnte.

Im ersten Jahr nach dem Abstieg kam die königsblaue U23 in der Oberliga Westfalen nicht über Rang sechs hinaus. Team-Manager Gerald Asamoah zog aus jener enttäuschenden Spielzeit die Konsequenzen, vertraute Torsten Fröhling das Trainer-Amt an und baute ein neues Team auf. Mit Erfolg. Die Schalker waren in der zurückliegenden Saison nicht aufzuhalten und wurden mit 15 Punkten vor Mit-Aufsteiger TuS Haltern souveräner Oberliga-Meister.

„Die zurückliegende Saison verlief für uns sehr positiv“, sagt Fröhling fast schon unterkühlt. „Als neu zusammengestellte Mannschaft mit einem neuen Funktionsteam haben wir uns stets unsere Aufgaben vor Augen gehalten, sind als Einheit zusammengewachsen und dann konsequent durch die Liga marschiert.“

Aber auch der 52-Jährige weiß: Kein Mensch braucht auf Schalke eine zweite Mannschaft, nur um Oberliga oder Regionalliga zu spielen. „Wir sind in erster Linie dafür da, um Spieler für die Profis auszubilden“, verdeutlicht Torsten Fröhling. Auch diesen Auftrag hat er in den vergangenen Monaten erfüllt. Jonas Carls und Nassim Boujellab haben im eigenen Verein einen Profi-Vertrag unterzeichnet. Und auch Haji Wright, George Timotheou und Benjamin Goller, die Schalke inzwischen verlassen haben, kamen in der vergangenen Saison zu Pflichtspieleinsätzen in der Profi-Mannschaft.

Der Kader ist noch nicht einzuschätzen

Die Mannschaft, mit der Torsten Fröhling aufgestiegen ist, ist nur noch zum Teil identisch mit der aktuellen, mit der er die Herausforderung Regionalliga meistern möchte. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass in U-Mannschaften jüngere Spieler nachrücken und immer wieder neue Akteure im Team begrüßt werden können“, betont er. „Natürlich ist es schade, dass uns einige Spieler wieder verlassen haben. Gerade in der letztjährigen Mannschaft hatten wir eine hohe Qualität. Aber wir wollen natürlich möglichst viele Spieler aus der eigenen U19 in die U23 hochziehen und weiter ausbilden.“

Das haben die Knappen auch in diesem Sommer so praktiziert. „Ob der Kader besser oder schlechter ist als der letztjährige, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, führt der Coach aus. Nachdem Schalke an den ersten beiden Regionalliga-Spieltagen pausiert hat, steigt an diesem Dienstag (19 Uhr, Vereinsgelände) gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel am Samstag gegen Lippstadt. Fröhling sagt: „Auf jeden Fall wollen wir die Euphorie und Spielfreude aus der vergangenen Saison mit in die Regionalliga nehmen. Es erwartet uns eine starke Liga, die wir mit Respekt und Demut, aber auch voller Energie angehen werden. Wir wollen uns gut präsentieren, unser Spielsystem umsetzen und unseren Jungs den letzten Schliff für ihre Zukunft verleihen.“

Die Derbys gegen Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen, Wattenscheid 09 und die U23 von Borussia Dortmund sowie die Duelle mit den Traditionsklubs Alemannia Aachen und Wuppertaler SV – das sind die Spiele, auf die sich die Schalker als Neuling ganz besonders freuen. Und es sind jene Spiele, die jeden einzelnen Spieler in der Entwicklung ein gehöriges Stück weiterbringen.

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