Schalke

Nastasic will endlich Tore für Schalke schießen

Eigentlich hat er einen guten Schuss: Aber Matija Nastasic hat in 92 Bundesligaspielen nur einen einzigen Treffer für Schalke erzielt – in dieser Saison sollen es mehr werden

Eigentlich hat er einen guten Schuss: Aber Matija Nastasic hat in 92 Bundesligaspielen nur einen einzigen Treffer für Schalke erzielt – in dieser Saison sollen es mehr werden

Foto: RHR-FOTO

Gelsenkirchen.  Schalkes Abwehrspieler Matija Nastasic hat sich für die neue Saison etwas vorgenommen: Er will gefährlicher werden. Jetzt spürt er die Sicherheit.

Der Eindruck hat nicht getäuscht: Zum Bundesliga-Start erlebte Schalke einen Matija Nastasic, der sich deutlich mehr in die Offensive einbrachte, als man das bisher von dem serbischen Abwehrspieler kannte. Am Dienstag nach dem Training klärte er auf, dass er sich in dieser Hinsicht für die neue Saison etwas vorgenommen hat und Schalke künftig vielleicht einen etwas anderen Nastasic erleben wird: „Ich hoffe es“, sagte der 26 Jahre alte Serbe – und lachte.

Nur ein Bundesliga-Tor in viereinhalb Jahren

Seit viereinhalb Jahren spielt Nastasic inzwischen auf Schalke, und seine Torgefahr ist überschaubar: Je einen Treffer hat er bislang nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal für Schalke erzielt. Während der Vorbereitung auf die neue Saison sagte er sich nun, dass da eigentlich mehr kommen müsste: „Ich hoffe, dass ich mich vor dem Tor verbessern und dem Team auch in dieser Hinsicht mehr helfen kann.“

Das sei keine Vorgabe von Trainer David Wagner gewesen, sondern der Antrieb sei von ihm selbst gekommen: „Wir haben das trainiert und dabei ist es mir in den Kopf gekommen: Wenn es eine Möglichkeit gibt, gefährlicher zu werden, dann will ich es versuchen, weil ich sicher bin, dass mich in der Defensive ein anderer Spieler abschirmt.“ Das ist vielleicht ein Grund, warum sich Nastasic jetzt mehr zutraut: Er hat das Gefühl, dass in der Schalker Mannschaft jetzt wieder einer für den anderen da ist. So glaubt er, dass am Samstag auch die Bayern mit Top-Torjäger Robert Lewandowski empfangen werden müssen: „Nur als Team“ könne man Lewandowski-Tore verhindern: „Wenn wir alle so zusammenarbeiten wie in den letzten beiden Spielen, dann geht das.“

Die Vorbereitung war nicht so gut

Nastasic spricht damit die beiden Auftritte im DFB-Pokal (5:0 in Drochtersen) und in der Bundesliga (0:0 in Mönchengladbach) an: Besonders im Borussia-Park war er auf die Minute genau wieder in guter Form, nachdem er in der Vorbereitung einige unglückliche Auftritte hatte. „Für mich war das kein Problem, weil ich wusste, dass wir wirklich hart arbeiten und dass alles okay sein wird, wenn wir alle wieder frisch sind“, sagt er. In Mönchengladbach erlaubte er sich nur einen groben Patzer – da allerdings hatte Schalke Glück.

Gerne so früh gegen Bayern

„Es war sehr wichtig, in Gladbach einen Punkt mitzunehmen“, sagt er mit Blick auf den Fehlstart im Vorjahr, als Schalke ebenso wie bereits schon in der Saison 2016/17 unter Markus Weinzierl mit fünf Niederlagen die Saison eröffnet hatte. Dieses Horror-Szenario ist wenigstens jetzt schon mal vom Tisch, obwohl es nun gegen die Bayern geht.

Nastasic glaubt, dass es gut ist, dass die Bayern zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison nach Schalke kommen: „Wenn du am Anfang der Saison gute Spiele machst, dann siehst du, wo du stehst – und für uns war es in Gladbach ein gutes Spiel. Aber ich denke, dass wir uns gegen Bayern nochmal steigern können.“ Ob die Bayern dann schon ihren Star-Einkauf Philippe Coutinho in der Startelf haben, scheint ihm dabei ziemlich egal zu sein: Da nimmt Nastasic es so, wie es kommt.

Aber er strahlt, als die Sprache darauf kommt, dass es aufgefallen ist, dass er in dieser Saison gefährlicher werden will. Nur: Warum ausgerechnet jetzt, wo er doch schon seit viereinhalb Jahren auf Schalke spielt? „Ich wollte das früher auch schon“, erklärt der 26-Jährige, „aber mein erster Job ist nun einmal das Verteidigen – darauf bin ich zunächst konzentriert.“ Deswegen steht er erst bei einem Tor aus 92 Bundesligaspielen – bald sollen es mehr werden.

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