BASKETBALL: 2. LIGA PRO A

Schalke 04 kommt in Tübingen unter die Räder

Schalkes Courtney Belger machte seine zehn Punkte in Tübingen ausnahmslos in der ersten Halbzeit. 

Schalkes Courtney Belger machte seine zehn Punkte in Tübingen ausnahmslos in der ersten Halbzeit. 

Foto: S04

Tübingen.   Die Königsblauen Korbjäger verlieren bei den Tigers mit 66:95. In der ersten Halbzeit hält die Mannschaft von Trainer Raphael Wilder noch gut mit

Die Basketballer des FC Schalke 04 haben sich in der 2. Bundesliga ProA als eine leichte Kost für die Tigers Tübingen entpuppt. Obwohl sie in der Paul-Horn-Arena eine Halbzeit lang mithalten konnten, fiel die Niederlage beim BBL-Absteiger sehr deftig aus: 66:95. Höher kamen die königsblauen Korbjäger bislang nur beim 77:112 in Hagen unter die Räder. Es war die fünfte Niederlage in Folge für den Neuling, für den die Abstiegsgefahr immer größer wird.

Wegen der zahlreichen Zu- und Abgänge im Laufe dieser Saison und wegen der Verletzungen spielt die Schalker Mannschaft erst seit etwa vier Wochen in dieser Zusammensetzung zusammen. „Sie muss einfach mal ein Erfolgserlebnis haben, um in bestimmten Situationen die richtigen Lösungen finden zu können“, sagt ihr Headcoach Raphael Wilder. „Dieses Erfolgserlebnis hatte sie in dieser Formation leider noch nicht.“

In Tübingen sah es einige Zeit danach aus, als könnte es ein enges Spiel werden. Nach zwölf Minuten stand es 28:21 für Schalke - die höchste Gäste-Führung der gesamten Partie. Dank guter Rebounds, einer besseren Defense und ordentlichen Abschlüssen kämpften sich die anfangs noch zahmen Tübinger Raubkatzen ins Spiel.

Tübingen spiel sich in einen Rausch

Zur Halbzeit lagen sie mit 45:42 vorne. Und dann ging die Post ab. Mit einem 18:0-Run zogen sie zu Beginn des dritten Viertels von 45:44 auf 63:44 davon. Raphael Wilder versuchte, das Unheil aufzuhalten, aber es gelang ihm nicht, obwohl er innerhalb kurzer Zeit zwei Auszeiten nahm. Sie blieben ohne Wirkung. Die Tübinger spielten sich in einen Rausch und machten weiter ihre Punkte. Die Schalker standen zermürbt neben sich.

Das änderte sich auch in der Schlussphase nicht. Drei Minuten vor Schluss hatten die Tübinger mit 91:59 ihre höchste Führung herausgeworfen. Den Schalkern gelang in den letzten Minuten nur noch so etwas wie leichte Ergebniskosmetik.

„Es verfolgt uns seit Wochen, dass wir die Qualität der ersten Halbzeit nicht über die gesamten 40 Minuten halten können“, stellte Raphael Wilder fest. Auch das ist sicherlich eine Folge der starken personellen Fluktuation. „Am Ende war das Ergebnis natürlich deutlich“, ergänzte er. „Die Tigers waren vor allem in der zweiten Hälfte eine Klasse für sich.“

Topscorer der Partie war Donald Reed Timmer mit 24 Punkten. Aber noch vier weitere Tübinger trafen zweistellig. In Reihen der Schalker waren es nur zwei Akteure: Shavar Newkirk (17) und Courtney Belger (10), wobei man auch ihre Leistungen mit Fußnoten versehen muss. Courtney Belger machte seine Punkte ausnahmslos in der ersten Hälfte, und Shavar Newkirk scorte zwar, hatte aber auch drei Ballverluste und blieb ohne jeden Assist.

Tübingen war am Samstag eine Nummer zu groß. Schalke muss die noch fehlenden Zähler gegen den Abstieg gegen andere Teams holen. Beispielsweise in Hanau am vorletzten und gegen Paderborn am letzten Spieltag. Das Zittern um den Klassenerhalt wird wohl bis in den späten März dauern.

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