Basketball

Schalke bei der Niederlage gegen Hagen ohne Chance

Das Duell der großen Männer unter dem Korb ging am Mittwochabend klar an den Hagener Alex Herrera (links), der sich oft gegen Schalkes Björn Rohwer durchsetzte.

Das Duell der großen Männer unter dem Korb ging am Mittwochabend klar an den Hagener Alex Herrera (links), der sich oft gegen Schalkes Björn Rohwer durchsetzte.

Foto: Joerg Schimmel

Oberhausen.   Die Schalker Basketballer kassierten eine 72:86-Heimniederlage gegen Phoenix Hagen. Damit stecken sie weiter im Abstiegskampf der 2. Liga ProA.

Ihren ersten und einzigen Erfolg hatten die Basketballer des FC Schalke 04 am Mittwochabend schon vor dem Spiel eingefahren: Austin Arians, der neue US-Profi, hatte gerade noch rechtzeitig seine Spielgenehmigung erhalten und durfte erstmals mitmischen. Doch das war’s dann bereits auch mit den königsblauen Glücksmomenten: Phoenix Hagen ließ in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle nichts anbrennen und siegte 86:72. Damit stecken die Schalker in der 2.Liga ProA weiter mitten im Abstiegskampf.

„Es war ein Wettlauf mit der Zeit“, meinte Schalkes Basketballchef Tobias Steinert kurz vor der Partie zum Einsatz von Arians, der erst am vergangenen Donnerstag aus den USA in Gelsenkirchen eingetroffen war. „Aber letztlich hat es funktioniert, er darf spielen.“

Doch zunächst blieb Arians auf der Bank, dafür gab mit Shavar Newkirk ein weiterer US-Profi sein Heimdebüt im Schalker Trikot. Bislang hat der Point Guard nur in zwei Auswärtsspielen mitgewirkt. Doch gegen Hagen hatte er auf eigenem Parkett den Sprung in die Startformation geschafft.

Allerdings scheint damit die bisherige Statik des Teams zu wackeln. Denn seit Newkirk neben Courtney Belger die Spielmacher-Position besetzt, kommt Belger nicht mehr ins Rollen. Ob beides zusammenhängt, oder ob die Formkrise von Belger zum jetzigen Zeitpunkt Zufall ist, vermag noch keiner zu sagen. Fakt ist: Belger, in den ersten Monaten der Saison überragender Spieler der ProA mit Bundesliga-Ambitionen, trifft nicht mehr. In der ersten Halbzeit gegen Hagen gelangen ihm nur vier Punkte bei einer Trefferquote von 20 Prozent. Für einen Profi wie ihn eine magere Ausbeute.

Und so mussten wie zuletzt mit Björn Rohwer und Adam Touray die großen Männer unter dem Korb einspringen. Bis zur 9:2-Führung der Schalker hatten nur Touray (6) und Rohwer (3) gepunktet. Touray trug das Spiel durch die erste Hälfte, er erzielte bis zur Pause 14 Punkte, doch nach einer Viertelstunde kippte die Partie trotz Tourays Zählern in Richtung Hagen.

Phoenix zeigte, warum die Mannschaft mit den Anspruch „Playoff-Platz“ in die Saison gegangen ist. Sie verteidigten plötzlich intensiver. Dadurch hatten die Schalker noch weniger Zeit für ihre Würfe, die Trefferquote sank wieder mal in den Keller, und Schalke verlor das zweite Viertel 11:21.

Auch Arians, der beim Spielstand von 33:34 nach einer Viertelstunde in die Partie kam, konnte daran nichts ändern. Noch fehlte ihm die Bindung zum Spiel. Hagen nutzte das alles aus, ließ den Ball intelligent und ruhig laufen, spielte seine Treffsicherheit von außen aus und siegte am Ende verdient und ungefährdet mit 86:72.

FC Schalke 04: Newkirk (14), Parrish, Haucke (2), Sperber (2), Touray (16), Szewczyk, Rohwer (6), Carney (12), Belger (6), Arians (8), Mampuya (6)

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