Schalke

Schalke fühlt sich wieder reif für ein Spitzenspiel

Weston McKennie jubelt im Training - eine Geste auch für das Spitzenspiel in der BayArena?

Weston McKennie jubelt im Training - eine Geste auch für das Spitzenspiel in der BayArena?

Foto: firo Sportphoto/ Jürgen Fromme / firo Sportphoto

Gelsenkirchen.  Vor dem Top-Spiel an diesem Samstag in Leverkusen benennt Trainer David Wagner Punkte, an denen sich die Schalker Entwicklung festmachen lässt.

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Mit berechtigtem Optimismus fährt Schalke 04 an diesem Samstag nach Leverkusen, wo um 18.30 Uhr eine echte Prüfung ansteht: Auswärts beim formstarken Team von Bayer 04 Leverkusen, das zuletzt sogar mit 2:1 bei Bayern München gewonnen hatte und seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen ist.

„Leverkusen ist eine der Top-Mannschaften der Bundesliga, die jetzt auch ihr Selbstverständnis und ihre Form gefunden hat“, sagt David Wagner. Understatement betreibt Schalkes Trainer aber vor dem Spiel trotzdem nicht. Wagner nimmt die Aufgabe als Herausforderung für Schalke und vermittelt den Eindruck, dass seine Mannschaft dieser Nummer auch gewachsen ist: „Wir freuen uns wahnsinnig auf diesen Gegner, auf den Test, den wir haben. Auswärts sind wir sowieso gerne unterwegs.“

Schon vier Siege: Schalke ist die zweitbeste Auswärtsmannschaft

Von sechs Bundesliga-Auswärtsspielen in dieser Saison gewann Schalke vier und verlor nur eines: Und das beim 0:2 in Hoffenheim nach einer spielerisch vorzüglichen Leistung. Schalke ist die zweitbeste Auswärts-Mannschaft der Liga.

Auch in den Auswärts-Duellen mit den Besten der Liga nahm Schalke bisher immer etwas mit: Beim Tabellenführer Mönchengladbach gab’s ein 0:0, beim Tabellenzweiten Leipzig gewannen die Königsblauen sogar mit 3:1. Bayer Leverkusen mit seinem Jung-Star Kai Havertz passt von seinen personellen Möglichkeiten in diese Kategorie, Wagner bescheinigt der Mannschaft „herausragende Qualitäten in der Offensive“. Die will er mit Schalkes Mitteln lahmlegen („Wir können dafür sorgen, dass wir nicht die Angenehmsten sind, gegen die man spielen möchte“). Zugleich will der 48 Jahre alte Coach mit Schalke aber auch nach vorne spielen, wie das die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf eigentlich immer versucht hat. Wagner kündigt an, Leverkusen weh tun zu wollen: „Wir haben die eine oder andere Idee, wo wir die Räume bespielen können, damit es für sie auch problematischer läuft.“

Die Vorzeichen deuten auf ein Spitzenspiel hin. Wagner spricht von einer „superspannenden, interessanten Aufgabe gegen ein ganz spielstarkes und offensivstarkes Team“. Und Schalke fühlt sich jetzt auch wieder reif für ein solches Top-Spiel.

Wagners Lob: „Das wirkte sehr reif“

Den Lernprozess, den seine Mannschaft in den ersten 15 Pflichtspielen dieser Saison durchgemacht hat (13-mal Bundesliga, zweimal DFB-Pokal), macht Wagner an einem Punkt fest: Schalke war zuletzt auch in der Lage, die engen Spiele in Bremen und gegen Union Berlin jeweils mit 2:1 zu gewinnen. Vor einigen Wochen war das noch anders: Da verspielte die Mannschaft in der Schlussphase beim 1:1 gegen Köln oder beim 3:3 gegen Düsseldorf wichtige Punkte. „Da haben wir uns verdientermaßen den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass wir das nicht schlau zu Ende gespielt haben“, sagt Wagner und vergleicht das nun mit den knappen Siegen gegen Bremen und Union Berlin: „Wie die Jungs dann die letzten Spiele zu Ende gespielt haben, wirkte das sehr reif. Da habe ich den Entwicklungsprozess gesehen.“

Ein Vorsprung kurz vor Schluss

Die Mannschaft weiß nun, wie sie sich in engen Situationen, in denen das Spiel auf des Messers Schneide steht, zu verhalten hat. Gegen Leverkusen, das auf den gesperrten Nationalspieler Jonathan Tah verzichten muss, kann das wichtig sein. Wagner schmunzelt: „Sollten wir kurz vor Schluss mit einem Tor vorne liegen, wäre ich um einiges ruhiger als in den ersten zwei Monaten...“

Dass es mit den Fortschritten so schnell ging nach der vergangenen Pannen-Saison, hat Wagner gar nicht erwartet – es hat auch den Trainer überrascht: „Ich hätte das vor Saisonbeginn nicht gedacht, dass wir im Dezember mit dieser Punktausbeute dastehen.“ 25 Punkte nach 13 Spielen und eine spielerische und taktische Weiterentwicklung – Grund genug, um mit Optimismus nach Leverkusen zu fahren.

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