2. Basketball-Bundesliga

Schalke sieht die Hagener Feuervögel in der Favoritenrolle

Klappt es mit dem ersten Saison-Heimsieg? Lavon Hightower und Schalke erwarten Hagen.

Klappt es mit dem ersten Saison-Heimsieg? Lavon Hightower und Schalke erwarten Hagen.

Foto: Kerstin Bögeholz

Gelsenkirchen.  Schalkes Wilder: „Wir haben zwar beide erst zweimal gewonnen, aber es wäre ein Trugschluss, von zwei gleichwertigen Mannschaften zu sprechen.“

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Raphael Wilder wird am Sonntagabend auf einen Kumpel treffen, auf Chris Harris, der Headcoach von Phoenix Hagen ist. „Wir sind befreundet. Ich kenne ihn, seitdem er damals in Deutschland gelandet ist. Wir telefonieren fast täglich“, sagt der Trainer der Basketballer des FC Schalke 04 vor dem Heimspiel in der 2. Bundesliga Pro A in der Oberhausener Willy-Jürissen-Halle. Beginn wird um 18 Uhr sein.

Und weil es diesen regelmäßigen Austausch gibt, ist für Raphael Wilder auch ganz klar, dass die Feuervögel, obwohl sie das aktuelle Tabellenschlusslicht sind, als Favorit in diese Partie gehen werden. „Wir haben zwar beide erst zweimal gewonnen, aber es wäre ein Trugschluss, von zwei gleichwertigen Mannschaften zu sprechen“, sagt der Schalker Headcoach. „Die Hagener sind weitaus besser als ihre Platzierung.“

Einsatz fraglich: Schalkes Jordan Spencer ist umgeknickt

Und warum? Die Begründung ist eigentlich ganz einfach. „Sie korrigieren auch“, sagt Raphael Wilder. „Sie verändern und handeln. Eigentlich haben sie am Tabellenende nichts zu suchen, und das wissen sie auch.“ Was im Umkehrschluss bedeutet: Gerne hätte der 66-Jährige auch bei den Schalkern eine solche Reaktionsbereitschaft. Verletzt sich beim Phoenix-Team jemand, wird prompt ein neuer Spieler geholt. Auf einen ganz neuen Basketballer der Feuervögel, bei denen Niklas Geske (Außenbandriss) wohl noch bis Dezember fehlen wird, dürfen sich auch die Schalker einrichten: US-Boy Jonathan Octeus, der am Montag nach einem 24-Stunden-Trip aus dem warmen Orlando im Hagener Spätherbst angekommen ist.

Ob Raphael Wilder dieses wichtige Spiel mit allen elf Basketballern bestreiten kann, die zu seinem Kader gehören, ist ungewiss. Nachdem er nämlich beim Training am Mittwoch ein Novum in dieser Saison gehabt hatte, gab es nur einen Tag später schon wieder eine schlechte Nachricht: Jordan Spencer knickte um. Nach der ersten Untersuchung handelt es sich wohl um eine schwere Bänderdehnung. „Ich habe keine Ahnung, ob er spielen kann“, sagt Trainer Raphael Wilder.

Chris Harris lobt Schalkes Point Guard Courtney Belger

Eine Zusammenfassung all dieser Gegebenheiten führt dazu, dass die Aufgabe für die Schalker, bei denen Johannes Joos nach seinem Nasenbeinbruch weiterhin mit einer Maske spielen muss, „die er nicht mag“ (Wilder), sehr, sehr anspruchsvoll wird. „Der Vorteil liegt bei Phoenix“, sagt Raphael Wilder. „Aber letztendlich ist mir das egal. Wir werden alles daransetzen, dieses Spiel zu gewinnen.“ Und er geht davon aus, dass in dieser Partie alles möglich ist. „Von einem engen Spiel, das auch einen knappen Sieg beinhaltet, bis zu einer hohen Niederlage“, sagt er.

Raphael Wilder kann sich aber sicher sein, dass sein Kumpel Chris Harris dem Team seines ehemaligen Klubs mit Respekt begegnen wird, vor allem dem bisher besten Schützen Courtney Belger (14,4 Punkte im Schnitt). „Er ist einer der Top-Point-Guards der Liga“, sagt der 40-jährige Kanadier, der die Schalker in der Saison 2011/12 zum Triumph im WBV-Pokal geführt hat.

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