Basketball

Spitzenreiter Schalke erwartet Schlusslicht Stahnsdorf

Alle mal herhören: Schalkes Trainer Raphael Wilder (vorne) schwört seine Mannschaft auf die Partie gegen Schlusslicht Stahnsdorf ein.

Foto: Martin Möller

Alle mal herhören: Schalkes Trainer Raphael Wilder (vorne) schwört seine Mannschaft auf die Partie gegen Schlusslicht Stahnsdorf ein. Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Die Basketballer des FC Schalke 04 erwarten am Samstag Stahnsdorf. Die Gastgeber sind Spitzenreiter der 2. Liga ProB, die Gäste Tabellenletzter.

Klare Sache, denkt man beim Blick auf die Tabelle der 2. Liga ProB: Die Basketballer des FC Schalke 04 sind Spitzenreiter und erwarten den Tabellenletzten RSV Eintracht Stahnsdorf am Samstag um 19.30 Uhr in der Halle an der Mühlbachstraße. Ein hoher Sieg für den Gastgeber, abhaken, der Nächste bitte!

Falsch gedacht.

Zwar weiß auch Trainer Raphael Wilder, was die meisten Zuschauer von dieser Partie erwarten werden. Aber ihm ist auch klar: „Auf uns liegt der Druck, gewinnen zu müssen. Ich weiß nicht, wie die Mannschaft mit dieser Situation umgehen kann.“

Der Grund für die Unsicherheit bei der Einschätzung der Fähigkeiten des eigenen Teams: Bei der Niederlage in Rostock hat sich die Schalker Mannschaft im ersten Viertel komplett kalt erwischen lassen und so ziemlich alles vergessen, was im Vorfeld taktisch besprochen worden war.

Wie die Schalker nun nach ihrer ersten Saison-Niederlage am Samstag aus der Kabine kommen werden, ist die große Frage. „Ich erwarte natürlich auch, dass wir das Spiel gewinnen“, sagt Wilder. „Aber es wird keine Sache, die im Vorübergehen zu erledigen ist. Es wird harte Arbeit, und ein hoher Sieg, von dem manche rundherum reden, erwarte ich schon mal überhaupt nicht. Wir sind nicht so gut, wie viele es glauben.“

Für diese These sprechen die Statistiken der 2. Liga ProB. Spitzenreiter Schalke hat die schlechteste Dreierquote aller Mannschaften. Bei den Quoten für die Zweier-Würfe liegt das Team nur an vorletzter Stelle.

Point Guard Thomas Szewczyk hat eine Erklärung dafür. „In der Offensive spielen wir unsere einstudierten Spielzüge oft nicht bis zum Ende durch“, sagt er. „Das kostet uns am Ende viele Punkte.“

Stark sind die Schalker dagegen in der Defensive. Kein Team fischt mehr Rebounds als die Königsblauen. Zudem leistet sich das Team die wenigsten Ballverluste. Das wiederum aber führt Raphael Wilder auf eine individuelle Stärke zurück: „Courtney Belger verliert im Spielaufbau so gut wie keinen Ball“, so der Coach.

In der Trainingswoche nach der Pleite in Rostock haben die Schalker die Gründe für die Niederlage in einigen deutlichen Aussprachen aufgearbeitet. Seitdem gilt die volle Konzentration dem Tabellenletzten aus Stahnsdorf bei Berlin.

Die Schalker werden dabei voraussichtlich komplett antreten können. Zwar haben sich Center Coheen Kalondji (Knie) und Flügelspieler Niclas Sperber (Rücken) vorsorglich medizinisch checken lassen, doch Raphael Wilder sagt: „Ich gehe davon aus, dass auch diese beiden Spieler am Samstag mit dabei sein werden.“

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