Fußball-Westfalenliga

YEG Hassels Achterbahnfahrt geht wieder bergauf

Es geht wieder nach oben: YEG-Kapitän Faruk Gülgün (links) will den Trend nach dem 4:0-Sieg gegen Lennestadt weiter nach oben biegen.

Es geht wieder nach oben: YEG-Kapitän Faruk Gülgün (links) will den Trend nach dem 4:0-Sieg gegen Lennestadt weiter nach oben biegen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Hassel.  4:0-Sieg gegen Lennestadt nach drei Niederlagen in Folge. Am Montag fährt das Team von Trainer Hakan Karabal nach Bochum zur DJK TuS Hordel.

YEG Hassels Trainer Hakan Karabal hatte es so erwartet. Am Donnerstagabend legte der FC Lennestadt am Lüttinghof gegen zuletzt schlecht aussehende Hasseler los wie die Feuerwehr. Aber YEG überstand die Sauerländer Sturm- und Drangphase und durfte am Ende das bejubeln, was in den vergangenen Wochen in der Fußball-Westfalenliga zur Seltenheit geworden war: einen Sieg. Glatt mit 4:0. Die Achterbahnfahrt hat wieder die Kurve nach oben gekriegt.

„Ein bisschen erleichtert war ich nach dem Spiel schon“, sagte Hakan Karabal. Zumal die Lennestädter vom Anpfiff weg ihre ganze Kapelle nach vorne schickten. „Da mussten wir ein bisschen zittern“, gab er zu. In der ersten Viertelstunde war es der Nervenschwäche der Gäste und YEGs Torwart Ergün Yalcin zu verdanken, dass das Tornetz der Gastgeber frei von Bällen blieb. „Und dann haben wir das gemacht, was sonst die Gegner immer mit uns machen“, freute sich Hakan Karabal. Seine Mannschaft traf gleich mit der ersten Chance ins Schwarze. Koray Basar wurde aus dem Getümmel auf die Reise geschickt und blieb vor dem Tor ganz cool – 1:0 (18.).

Das Mini-Ziel sind sechs Osterpunkte

In Halbzeit zwei legte YEG dann nach. Berhan Eren (47.), Ridvan Demircan (60.) und erneut Koray Basar (62.) brachten ihren Trainer mit den Toren zwei bis vier zum Staunen: „Wir haben endlich mal effektiv unsere Chancen genutzt.“Bei aller Freude ist Hakan Karabal aber bewusst, dass der Donnerstagabend auch anders hätte laufen können. „Wenn Lennestadt in der Anfangsphase eine Chance nutzt, geht das Spiel anders aus“, sagte er. Den 4:0-Sieg sollte YEG nicht überbewerten, zumal es bereits am Montag (15 Uhr) bei der DJK TuS Hordel weitergeht.

Ein Offensivspektakel erwartet Hakan Karabal nicht, obwohl bei Hordel im Schnitt über vier Tore pro Spiel fallen. „Hauruck nach vorne ist bei uns gerade nicht angesagt“, sagt er. Vielmehr will YEG das Mini-Ziel des Trainerteams erreichen: sechs Punkte am Osterwochenende. Diese Mini-Ziele werden die Spieler bis zum Saisonende begleiten. Im Mittelfeld stehend wird es für Hassel weder hoch hinaus noch steil nach unten gehen. Die Phrase, von Spiel zu Spiel zu schauen, hat da durchaus ihre Berechtigung.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben