Fußball-Westfalenliga

Zwei Handelfmeter bringen YEG um den verdienten Lohn

IEnes Demircan (links) gelang das zwischenzeitliche 1:1 für YEG Hassel. Am Ende aber siegte der Lüner SV mit 2:1.

IEnes Demircan (links) gelang das zwischenzeitliche 1:1 für YEG Hassel. Am Ende aber siegte der Lüner SV mit 2:1.

Foto: Thomas Gödde

Lünen.  „Diese Niederlage tut noch mehr weh als das 1:6“, sagt Ali Durmaz, der Trainer des Westfalenligisten YEG Hassel, nach dem 1:2 beim Lüner SV.

Wer Ali Durmaz, Trainer von Fußball-Westfalenligst YEG Hassel, am vergangenen Sonntag nach der 1:6-Klatsche seines Teams gegen den BV Westfalia Wickede gehört hatte, hätte einen Satz, den der Coach nun am gestrigen Sonntag sagte, nicht für möglich gehalten: „Diese Niederlage tut noch mehr weh als das 1:6.“ Wie er darauf komme? Seine Schützlinge hatten soeben beim Lüner SV mit 1:2 verloren und damit die dritte Pleite im dritten Spiel kassiert, aber „diesmal war die Niederlage nicht verdient“, erklärte er.

Im Vergleich zur Vorwoche lag es nicht an mangelnder Laufbereitschaft oder fehlendem Einsatzwillen. In Lünen wurden den Gästen letztlich ein individueller Fehler und die mangelhafte Chancenverwertung zum Verhängnis.

Hassels Enes Kodaman verursacht den ersten Lüner Elfmeter

Ersteren nutzten die Hausherren, die mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet waren, direkt zum 1:0. Mitten in einer Phase, in der die Hasseler den Gegner eigentlich kontrollierten, berührte Enes Kodaman unnötigerweise den Ball im Strafraum mit der Hand, Johannes Zottl verwandelte den fälligen Elfmeter (21.). „Der Gegenspieler war schon fast an der Außenlinie, von dort aus kann er doch gar nichts machen“, haderte Ali Durmaz.

Die Antwort seines Teams stimmte ihn aber wieder positiv: „Wir haben eine Trotzreaktion gezeigt. Jeder wollte diesen Fehler wieder gutmachen.“ Enes Demircan gelang in der 36. Minute auch der verdiente Ausgleich. Doch YEG gab weiter Gas, hatte mehrmals das 2:1 auf dem Fuß. Doch weder Volkan Kiral noch Semih Esen brachten es fertig, frei vor dem Tor auch eben in jenes zu treffen. Und dann kam auch noch doppeltes Pech hinzu. Erst verwehrte Schiedsrichter Johannes Liedtke dem vermeintlichen 2:1 von Volkan Kiral die Anerkennung (70.), sehr zum Unverständnis von Ali Durmaz: „Volkans Freistoß ist vom Innenpfosten reingegangen. Danach ist jemand von uns mit dem Torwart zusammengeprallt. Da war der Ball aber schon im Tor.“

Ali Durmaz: „Ich kann den Jungs heute fast keinen Vorwurf machen“

Der Unparteiische hatte es anders gesehen und entschied die Partie in der vierten Minute der Nachspielzeit zuungunsten der Hasseler: Im Strafraum bekam Savas Turhal den Ball mit dem Rücken zu ihm stehend an den Arm. „Das war definitiv keine Absicht“, stellte Ali Durmaz fest. Der Elfmeterpfiff ertönte dennoch, erneut verwandelte Johannes Zottl.

„Ich kann den Jungs heute fast keinen Vorwurf machen. Sie haben ein ganz anderes Gesicht gezeigt als zuletzt. Aber der Torabschluss muss einfach besser werden. Einen Punkt hätten sie verdient gehabt“, bilanzierte Ali Durmaz enttäuscht.

Tore: 1:0 Johannes Zottl (21., Handelfmeter), 1:1 Enes Demircan (36.), 2:1 Johannes Zottl (90., Handelfmeter)

YEG Hassel: Keser - Kodamann, Özcan, Özgen, Akbaba (74. Göktas), Ersoy (71. Celen), Kiral, Demircan, Turhal, Esen

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