Frauenvolleyball

Der TV Gladbeck im Formcheck: Top-3-Platz scheint möglich

Auf geht’s: Sabrina Sobieraj klatscht aufmunternd ihren Teamkolleginnen zu. Am Samstag, 21. September, empfängt der TV Gladbeck die DJK Sportfreunde Datteln zum ersten Spiel der Oberliga-Saison 2019/2020.

Auf geht’s: Sabrina Sobieraj klatscht aufmunternd ihren Teamkolleginnen zu. Am Samstag, 21. September, empfängt der TV Gladbeck die DJK Sportfreunde Datteln zum ersten Spiel der Oberliga-Saison 2019/2020.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Volleyballerinnen des TV Gladbeck starten in die Oberliga-Saison. Die WAZ nahm das Team unter die Lupe - und prognostiziert eine gute Runde.

Die Volleyballerinnen des TV Gladbeck spielen nach zwei Abstiegen in Folge nur noch in der Oberliga um Punkte. Am Samstag, 21. September, um 19 Uhr startet die Mannschaft mit einem Heimspiel gegen die DJK Sportfreunde Datteln in die Saison. Die WAZ hat die Blau-Weißen vorher unter die Lupe genommen.

Rückblick

Nach dem Abstieg aus der Zweiten Liga verzichtete der TV Gladbeck auf seinen Drittliga-Startplatz, um einen Neuanfang in der Regionalliga West zu wagen. Das gelang jedoch nicht, die Blau-Weißen konnten die Klasse nicht halten.

Als größtes Problem erwies sich dabei der Minikader. Der TVG war mit einem achtköpfigen Aufgebot in die Saison gegangen. Immer wieder musste Trainer Waldemar Zaleski Spielerinnen aus der Zweitvertretung, die in der Oberliga um Punkte kämpfte, in seine Mannschaft berufen, außerdem kehrte zum Jahreswechsel Marie Walker an die Konrad-Adenauer-Allee zurück. Ungeachtet dessen reichte es nicht, um in der Regionalliga zu bleiben.

Das Saisonziel

Kurz nachdem der Abstieg feststand, hat Zaleski bereits den Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben. Dabei bleibt es. „Die Mädels wollen genauso wie ich in die Regionalliga zurückkehren“, so Zaleski zur WAZ. Druck gebe es aber nicht. „Der Verein“, so der Trainer, „zwingt uns nicht aufzusteigen.“

Ein Selbstläufer wird die neue Saison aber natürlich nicht, die Konkurrenz ist nämlich nicht ohne. Paderborn beispielsweise verfügt über eine hervorragende Jugendarbeit und in Sue Turner über eine erfahrene Trainerin, die in der Volleyball--Szene einen hervorragenden Ruf genießt. Ebenfalls stark einzuschätzen ist der RC Borken-Hoxfeld II. Im Aufgebot der Zweitvertretung des amtierenden Meisters der Zweiten Liga Nord steht in Clara Schlettert eine Zuspielerin mit Zweitliga-Erfahrung, die auf dem Feld vieles regelt.

Die Saisonvorbereitung

Der TV Gladbeck hat sich gut auf die Saison vorbereitet. Weil der Klub in Johann Bleichrot einen Co-Trainer gefunden hat, war es möglich, drei Trainingseinheiten in der Woche anzubieten, in denen individuell und mannschaftstaktisch gearbeitet worden ist. „Das ist perfekt“, so Zaleski. Er sagte aber auch: „Die Trainingsbeteiligung hätte hin und wieder besser sein können.“

In den vergangenen Wochen absolvierte der TVG Testspiele gegen die Regionalligisten VC Eintracht Geldern (1:3) und TuS Herten (0:3), zudem nahm das Team an Turnieren in Bönen und in der Schirrmacher-Halle teil, in denen es durchaus überzeugen konnte. Am vergangenen Sonntag blieb der TVG bei seinem eigenen Turnier ohne Niederlage und zeigte gute Leistungen.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Mirka Holthausen (Biedenkopf Wetter Volleys/Regionalliga Süd-West), Selina Steinwartz (Volleyballpause), Josephine Magga (TC Gelsenkirchen/Verbandsliga), Ellen Plonowski, Wiebke Putzmann (beide eigene zweite Mannschaft).

Abgänge: Sarah Kuipers (BW Dingden/Zweite Liga), Marie Walker (BW Aasee/Dritte Liga), Leonie Thiele (unbekannt), Jutta Hoppe (Karriereende).

Der TV Gladbeck geht zunächst mit einem zwölfköpfigen Aufgebot in die Saison, etwas später stößt Esin Aslan und Mitte November auch noch Julia Frohleiks zur Mannschaft. Anders als in der abgelaufenen Runde ist der TVG somit auf allen Positionen mindestens doppelt besetzt. Dabei stehen erfahrene Spielerinnen wie Esin Aslan oder Ina Kanka im Aufgebot, aber auch junge, allen voran die Eigengewächse Wiebke Putzmann und „Küken“ Ellen Plonowski. „Die Stimmung in der Mannschaft“, so Waldemar Zaleski am Ende der Vorbereitung, „ist hervorragend, den Mädels macht das Volleyballspielen Spaß.“

Unsere Prognose

Falls der TV Gladbeck von Verletzungspech verschont bleibt, wird das Team in der Oberliga eine gute Rolle spielen. Ein Rang in den Top drei scheint möglich zu sei. Und sollte der TVG in ausgeglichenen Partien auch das notwendige Quäntchen Glück haben, ist durchaus auch der direkte Wiederaufstieg drin.

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