Laien-Defibrillator

Deshalb schlägt Peter Neururer wieder beim BV Rentfort auf

Peter Neururer stand im Jahr 2017 für den BV Rentfort III im Kreisliga B-Derby gegen Schwarz-Blau Gladbeck an der Seitenlinie. Jetzt ist er erneut an der Hegestraße zu Gast. Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Peter Neururer stand im Jahr 2017 für den BV Rentfort III im Kreisliga B-Derby gegen Schwarz-Blau Gladbeck an der Seitenlinie. Jetzt ist er erneut an der Hegestraße zu Gast. Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Am 8. November gastiert Peter Neururer als Botschafter der Björn-Steiger-Stiftung beim BV Rentfort. Er übergibt dem Verein ein spezielles Gerät.

Rund zwei Jahre nach dem letzten Besuch von Kult-Trainer Peter Neururer beim BV Rentfort wird der 64-Jährige am Freitag, 8. November, um 17 Uhr als Schirmherr der Björn-Steiger-Stiftung für die Aktion „Wir machen deinen Verein herzsicher“ erneut an der Hegestraße vorstellig. Das teilte der BVR auf seiner Webseite mit.

Damals betreute der frühere Bundesligacoach für die Sendung „Hans Sarpei - das T steht für Coach“ die dritte Mannschaft des BVR im Kreisliga B-Derby gegen die Erste von Schwarz-Blau Gladbeck. Nun übergibt er für die Björn-Steiger-Stiftung einen Laien-Defibrillator.

Mitarbeiter der Björn-Steiger-Stiftung schult Trainer des BV Rentfort

„Wir haben an einem Wettbewerb der Stiftung teilgenommen. Drei Vereine aus dem Ruhrgebiet bekommen so einen Defibrillator. Wir dachten, dass der letzte Besuch von Peter Neururer für den Dreh ein guter Aufhänger ist, ihn wieder nach Rentfort zu holen“, erzählt Gregor Wirgs, der die E-Mail mit der Bewerbung an die Stiftung geschrieben hat. Der FC Erkenschwick 26 habe bereits einen Laien-Defibrillator überreicht bekommen, berichtet der Geschäftsführer. Jetzt ist der BVR als zweiter Club dran.

„Von der Stiftung kommt auch ein Mitarbeiter vorbei, der den Umgang mit dem Defibrillator schult“, betont Wirgs. Das Gerät gibt Ansagen, was im Ernstfall Schritt für Schritt zu tun ist. Je mehr Leute damit umgehen können desto besser, ist Wirgs der Ansicht: „Es werden viele Jugendtrainer von uns zum Termin kommen.“

Bislang gab es noch keine Vorfälle

Wo der Defibrillator genau platziert wird, sei noch nicht ganz klar. „Das diskutieren wir noch. Es muss ja auf jeden Fall ein Ort sein, wo jeder ohne Schlüssel hinkommt - vielleicht der Schiedsrichterraum“, erklärt Wirgs: „Gott sei Dank gab es bei uns auf der Anlage noch keinen Fall, bei dem Wiederbelebungsmaßnahmen erforderlich waren.“

Wirgs ist froh, dass der BVR zukünftig auf den Defibrillator zurückgreifen kann. Ohne etwas herbeireden zu wollen, sagt er: „Wenn man sich unsere Walking Football-Abteilung anschaut. Da sind viele dabei, die schon etwas Älter sind. Und im hohen Alter steigt eben auch das Risiko für solche Fälle.“

Peter Neururer hatte 2012 einen Herzstillstand

Gleichzeitig bringt er einen weiteren Punkt ins Spiel. Es gehe auch um die Zuschauer am Spielfeldrand. Es sei bereits woanders vorgekommen, dass sich Zuschauer während eines Spiels so aufgeregt und reingesteigert hätten, dass sie zusammengebrochen sind.

„Für Peter Neururer ist die Arbeit für die Stiftung ein Anliegen“, meint Wirgs und verweist damit auf die Geschichte Neururers, der im Jahr 2012 beim Golfspielen selbst einen Herzstillstand erlitt und von Ersthelfern umgehend wiederbelebt wurde.

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