Volleyball Oberliga

Mit mehr als 40 Fotos: TV Gladbeck feiert nach 31:29-Krimi

Starke Rückkehrerin: Julia Frohleiks (2.v.r., Nr. 6) feiert mit ihren Teamkolleginnen einen Punktgewinn im Heimspiel gegen den TV Hörde II – dass die Zuspielerin wieder dabei ist, tat der Mannschaft gut.

Starke Rückkehrerin: Julia Frohleiks (2.v.r., Nr. 6) feiert mit ihren Teamkolleginnen einen Punktgewinn im Heimspiel gegen den TV Hörde II – dass die Zuspielerin wieder dabei ist, tat der Mannschaft gut.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Den Unterschied beim 3:1-Sieg des TV Gladbeck gegen Hörde machten die starken Nerven der Gladbeckerinnen – und ausgerechnet die Zuspiel-Position.

Was für ein Volleyball-Krimi, was für ein Finale nach einem tollen Spiel zwischen dem TV Gladbeck und dem TV Hörde II: Am Ende war es der Fehler einer Dortmunderin, die beim Stand von 30:29 für Gladbeck im vierten Satz zwar zum Angriffsschlag ansetzte, den Ball aber nicht richtig traf – 31:29, dritter Satzgewinn für Gladbeck, 3:1-Heimsieg! „Das war eine Partie auf wirklich gutem Niveau“, freute sich Trainer Waldemar Zaleski nachher, „ich bewundere die Mannschaft dafür, wie sie die Nerven behalten hat.“ Der Triumph gegen den bis dahin ungeschlagenen TV Hörde II ließ sich vor allem an einer Position festmachen.

Die Zuspielerin war in dieser Saison die größte Baustelle beim TV, der hier durch gleich mehrere Verletzungen hart getroffen wurde.

Bittner und Frohleiks ergänzen sich perfekt

Am Samstagabend teilten sich Rückkehrerin Julia Frohleiks und Lara Bittner aus der zweiten Mannschaft den Job – und das machte den Unterschied. „Dank Julias Erfahrung und Laras Fitness haben wir das Spiel gewonnen“, lobte Zaleski beide.

Der Trainer fand immer den richtigen Zeitpunkt, die beiden gegeneinander auszuwechseln, je nachdem, wer gerade mehr helfen konnte: Frohleiks, die mit dem TV auch schon höher gespielt hat, aber zuletzt gar nicht trainieren konnte und dementsprechend immer wieder Pausen brauchte. Oder Nachwuchsspielerin Bittner, die mit ihrer guten Leistung genau diese Pausen für Frohleiks ermöglichte und selber auch immer wieder Akzente setzte.

TV Gladbeck kann endlich in voller Besetzung antreten

Überhaupt war die Personallage besser als sonst: Zaleski hatte zehn Spielerinnen seines Kaders, dazu eben Bittner und Mareet Maidhof aus der zweiten Mannschaft, das war in einem spannenden Spiel ganz wichtig.

Die ersten beiden Durchgänge gingen 25:22 und 25:21 an den TV, der die guten Dortmunderinnen meist unter Kontrolle hatte und immer einige Punkte auf Distanz hielt. „Unser Aufschlagspiel war die Grundlage, wir haben gut und aggressiv aufgeschlagen und Hörde vor Probleme gestellt“, so Zaleski, aber auch Annahme und Angriff waren wirklich gut.

„Nach den ersten beiden Sätzen sah es schon nach 3:0 aus“ – aber ganz so einfach wollte sich Hörde mit der ersten Saisonniederlage nicht abfinden.

Für ein Spiel gegen eine so gute Mannschaft machte der TV Gladbeck dann zwei oder drei Fehler zu viel – das schlug sich im 22:25-Satzergebnis wieder. Hörde wieder dran, vierter Durchgang, und der übertraf alle Erwartungen.

Beim 27:27 wechselt Zaleski noch einmal aus

Die Gladbeckerinnen waren wieder besser, aber Hörde auch, glich die Gladbecker Führung kurz vor dem 25. Punkt aus. „Und dann sind wir immer wieder in Führung gegangen, haben die Führung dann wieder abgeben“, beschreibt Zaleski, was dann passierte. Und bei 27:27 zog er den Joker.

Zaleski wechselte ein letztes Mal, brachte Julia Frohleiks nochmal für Lara Bittner aufs Feld, „sie hat das Spiel dann für uns mitentschieden“, war Zaleski froh – bis zum 29:29 ging es, dann legte Gladbeck wieder vor, Dortmund verpasste aber die Antwort, 31:29, Aus!

ZUR OBERLIGA-TABELLE

Gladbeck rückt mit dem Dreier in der Tabelle auf zwei Punkte an den TV Hörde II heran – und holt sich mit dieser spielerisch und mental guten Leistung einen ordentlichen Schub Selbstvertrauen für die drei verbleibenden Spiele in diesem Jahr in Bochum, in Schwerte und schließlich zu Hause gegen den VfL Ahaus. Was in Bestbesetzung möglich ist, hat der TV gegen Hörde gezeigt.

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