Fußball

Preußen Gladbeck: Zugänge? Dazu sagt Trainer Thiele nichts

Kevin Klein (re.) erzielte in der vergangenen Saison 21 Treffer und war damit erfolgreichster Schütze im Team von SG Preußen Gladbeck.

Kevin Klein (re.) erzielte in der vergangenen Saison 21 Treffer und war damit erfolgreichster Schütze im Team von SG Preußen Gladbeck.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Gladbeck.  Vier Abgänge stehen fest. Stellt sich die Frage, welche Spieler A-Ligist Preußen Gladbeck verpflichten wird. Trainer Thiele sagt dazu noch nichts.

Zugänge für die nächste Saison? Dazu möchte sich Daniel Thiele, Trainer des Fußball-A-Ligisten SG Preußen Gladbeck, momentan noch nicht äußern. „Ich werde erst einen Zugang bekanntgeben, wenn der betreffende Spieler den Aufnahmeantrag unterschrieben und das erste Spiel im Preußen-Trikot gemacht hat“, so Thiele.

Der Coach der Schwarz-Gelben ist auf dieses Thema nicht gut zu sprechen. Schlechte Erfahrungen! Thiele erklärt: „Man führt Gespräche, beendete diese mit einem Handschlag und einer Zusage und im nächsten Moment bieten sich diese Spieler woanders an. Ein Handschlag ist nichts mehr wert und deshalb warte ich mit der Veröffentlichung von Zugängen.“

Vier Spieler verlassen Schwarz-Gelb Preußen Gladbeck

Fakt ist: Mit vier Akteuren aus dem Kader der vergangenen Punkterunde können die Preußen nicht mehr planen. Abwehrstratege Christopher Segura kehrt dem Jahnplatz bekanntlich den Rücken, gleiches gilt für Chris Chlodek, Denis Ozerow und Dennis Rühr. SGP wird sich deshalb um Zugange bemühen. Wen sie verpflichten werden/können, wird Thiele - siehe oben - zu gegebener Zeit verraten.

Wie war der Trainer von SG Preußen eigentlich mit der vergangenen Saison zufrieden? Zur Erinnerung: Die Mannschaft landete auf dem fünften Tabellenplatz. Doch es wäre sicherlich noch mehr drin gewesen. Das Trainergespann Daniel Thiele/Dennis Wroblewski sah sich jedoch ständig mit Verletzungsproblemen konfrontiert. Die Übungsleiter mussten deshalb immer wieder improvisieren, sich am letzten Spieltag sogar selber einwechseln. „Auch wenn es eine durchwachsene Saison war, es war die beste Platzierung der letzten fünf Jahre“, betont Daniel Thiele im Gespräch mit der WAZ.

Die Preußen aus Gladbeck bleiben bis zum neunten Spieltag ungeschlagen

Aber der Reihe nach: Die Saison startete für Schwarz-Gelb famos. Am ersten Spieltag fegten die Preußen Lokalrivale FSM Gladbeck, der in der Vorsaison nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst hatte, auf heimischer Sportanlage mit 6:0 weg. Bis zum neunten Spieltag blieb SGP ungeschlagen. Dann jedoch setzte es eine 0:6-Klatsche gegen YEG Hassel II, die Woche darauf gab es eine 1:2-Niederlage beim späteren Meister VfB Kirchhellen.

Bemerkenswert: Kirchhellens Verteidiger Daniel Schlak wurde wegen einer Aktion in diesem Vergleich später mit dem Fair-Play-Preis des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) ausgezeichnet. Der Abwehrmann hatte nämlich zugegeben, dass ein Schuss von Gladbecks Yasin Aydin die Torlinie überschritten hatte. Schiedsrichter Rene Sega hatte das nicht erkennen können und daher das Spiel zunächst weiterlaufen lassen. Dazu Thiele: „Das war Fairplay vom Allerfeinsten. So macht Fußball dann auch Spaß. Daumen hoch.“

Knackpunkt für Daniel Thiele ist die Niederlage gegen Ellinghorst gewesen

Zurück zu Schwarz-Gelb Preußen: Der Anfangseuphorie folgte eine Phase der Ernüchterung. Der Niederlage gegen Kirchhellen folgte die nächste gegen Adler Ellinghorst. „Das war ein Knackpunkt, der Abstand nach oben war zu groß und der unbedingte Siegeswille fehlte“, so Thiele. Die Hinrunde beendete SGP schließlich auf Platz sieben.

Kurios wurde es bei der Hallenstadtmeisterschaft Anfang des Jahres. Durch die Verletzung von Torhüter Marcel Dörnemann standen die Preußen zunächst ohne Torwart da. Auf der Facebook-Seite suchte der Klub nach einem Schlussmann. Und wurde fündig. Philipp Görlich meldete sich, lernte am Tag der Titelkämpfe seine neue Mannschaft kennen und wurde gleich zum Torwart des Turniers gewählt. Bitter: Das Finale wurde knapp gegen den SV Zweckel verloren.

Die Personalnot von SG Preußen Gladbeck ist immer größer geworden

Im Liga-Alltag war die Personalnot groß und wurde immer größer. „Wir wollen uns im Abstiegskampf nicht einmischen“, hatte Thiele vor den letzten vier Partien gesagt. Doch das tat sein Team schließlich doch. Die letzten vier Gegner der Preußen kämpften allesamt noch um den Klassenerhalt. Gegen Horst 59 gewann Schwarz-Gelb, die anderen drei Spiele gingen aber verloren. Bezeichnend: Die 59er mussten am Ende in die Relegation.

Und die Preußen? Die wurden mit 40 Punkten auf dem Konto als zweitbeste Gladbecker Mannschaft hinter FSM (dritter Platz, 49 Zähler) Tabellenfünfter. Wie es weitergeht an der Adenauer-Allee? Da heißt es jetzt wohl abwarten und Tee trinken . . .

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