Handball

TV Gladbeck findet neuen Trainer in seinen eigenen Reihen

Tobias Thiel gehörte zu der Mannschaft, die anno 2017 den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Ab sofort ist er Trainer der Ersten.

Tobias Thiel gehörte zu der Mannschaft, die anno 2017 den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Ab sofort ist er Trainer der Ersten.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.   Der TV Gladbeck ist auf der Suche nach einem Trainer für seine Bezirksliga-Handballmannschaft jetzt fündig geworden - in den eigenen Reihen.

„Auf unsere erste Mannschaft kommt eine harte Saison zu.“ Diese Prognose gibt Patrick Schmidt ab, der Leiter der Handballabteilung des TV Gladbeck. Begründung? Das Team befinde sich in einem Umbruch. Immerhin: Einen neuen Trainer haben die Blau-Weißen für ihre Bezirksligamannschaft inzwischen gefunden. Nachfolger von Michael Lechert, der sich wieder in der Nachwuchsabteilung engagiert, wird Tobias Thiel. Der blickt positiv in die nähere Zukunft: „Ich bin zuversichtlich.“

Ende Juni wird Tobias Thiel die Seinen zur ersten Übungseinheit bitten. Der neue Coach ist an der Konrad-Adenauer-Allee natürlich bestens bekannt. Schließlich war er viele Jahre lang in der ersten Mannschaft aktiv. Zuletzt coachte Thiel die Drittvertretung und fungierte zudem nach der Trennung von Tobias Symanczik als Assistent von Interimstrainer Michael Lechert.

Sieben zum Teil erfahrene Spieler kehren dem TV Gladbeck den Rücken

Thiels Kader wird ein deutlich anderes und jüngeres Gesicht haben als das Aufgebot, das in der vergangenen Punkterunde für den TV Gladbeck auf der Platte stand. In Lars Sporkmann, Ralph Willam, Lars Preuss, Jonas Schmidt, Dorian Röttinger, Philipp Poschzich und Marius Brandhorst werden nämlich nicht weniger als sieben zum Teil erfahrene Stammkräfte nicht mehr dabei sein.

Dem steht bislang in Jan Bystron (HC Westfalia Herne A-Jugend-Bundesliga), der fest an die Adenauer-Allee zurückkehrt, ein externer Zugang gegenüber. Außerdem werden etliche Spieler aus der eigenen Jugend „oben“ zum Zuge kommen.

VfL III bewahrte den TVG vor der Abstiegsrelegation

„Vor uns liegt eine spannende Zeit“, sagt Patrick Schmidt. „Dass uns so viele Spieler verlassen, tut weh. Andererseits musste, das hat die vergangene Rückrunde gezeigt, bei uns ja etwas passieren.“

Zur Erinnerung: Der TVG verlor zwischenzeitlich elfmal in Folge und geriet ernsthaft in Abstiegsgefahr. Letztlich sorgte Lokalrivale VfL Gladbeck III mit einem Erfolg am letzten Spieltag über den HSV Herbede dafür, dass den Blau-Weißen die Relegation erspart blieb.

TVG-Abteilungsleiter Patrick Schmidt dämpft die Erwartungen der Fans

Zurück in die Gegenwart: Der TV Gladbeck sucht natürlich, weil es nur mit jungen Spielern in der Bezirksliga nicht gehen wird, noch den einen oder anderen erfahrenen Akteur. „Wir führen Gespräche“, so Schmidt. Namen potenzieller Zugänge wollte er nicht verraten.

Angesichts des Umbruchs dämpft der Handballchef der Blau-Weißen die Erwartungen der eigenen Anhänger, die ja bis Anfang des Jahres durchaus vom Aufstieg in die Landesliga träumen durften: „Für uns geht es in der nächsten Saison darum, einfach in der Liga zu bleiben.“

Die Zweitvertretung bereitet dem Vorstand keine Arbeit

Die Zweitvertretung, unter der Regie von Trainer Kolja Nachtigal souverän in die 1. Kreisklasse aufgestiegen, bereitet der Abteilungsleitung dagegen überhaupt keine Arbeit. Nur Jan Eulering steht, weil er in Düsseldorf studieren wird, nicht mehr zur Verfügung. „Ansonsten bleibt die Mannschaft zusammen“, sagt Schmidt. Und weiter: „Für uns geht’s darum, in der neuen Liga anzukommen.“

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