Volleyball

TV Gladbeck Volleyball: Umbruch auf der Libera-Position

TV-Gladbeck-Trainer Waldemar Zaleski mit Sabrina Sobieray – die Libera wird in der kommenden Saison aber wenig bis gar nicht spielen können. Gleich zwei Spielerinnen auf dieser Position hat der TVG verpflichtet.

TV-Gladbeck-Trainer Waldemar Zaleski mit Sabrina Sobieray – die Libera wird in der kommenden Saison aber wenig bis gar nicht spielen können. Gleich zwei Spielerinnen auf dieser Position hat der TVG verpflichtet.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Drei Spielerinnen gehen beim TV Gladbeck, zwei Neue für die Libera-Position sind da – wenn alles glatt läuft, spielen sie bald Regionalliga.

Auf gleich zwei wichtige Nachrichten wartet der TV Gladbeck und vor allem Volleyball-Trainer Waldemar Zaleski in diesen Tagen. Die erste ist die vom Westdeutschen Volleyball-Verband: Der TV Gladbeck hat von seinem Wildcard-Aufstiegsrecht Gebrauch gemacht und einen Antrag auf den Regionalliga-Aufstieg gestellt.

Bis Ende des Monats rechnet Zaleski mit einem positiven Bescheid. Und je konkreter die kommende Saison wird (zumal in einer höheren Liga), desto wichtiger wird auch die andere Nachricht, auf die der TV wartet.

TV Gladbeck hat Trainingsbedarf – gerade für die beiden neuen Spielerinnen

Das wäre die Freigabe der Beachvolleyballanlage am Nordpark für den Trainingsbetrieb – Beachvolleyball ist im Rahmen der Corona-Umstände das Mittel zum Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining. Noch hat die Stadt die Anlage nicht geöffnet.

„Ich habe Verständnis, dass man da vorsichtig sein muss“, sagt Waldemar Zaleski. „Aber wir wollen natürlich auch möglichst bald gemeinsam trainieren. Volleyball ist immer noch kein Individualsport, sondern Mannschaftssport.“

Und als Mannschaft hat der TV Gladbeck einiges an Arbeit vor sich – ausgerechnet auf der Libera-Position gibt es einen Umbruch. Selina Steinwartz hört aus beruflichen Gründen auf, Sabrina Sobieray steht aus dem gleichen Grund wohl kommende Saison nur fürs Training zur Verfügung.

Schelonke und Drake sind das neue Duo auf der Libera-Position

„Deshalb stand die Position ganz oben auf unserer Prioritätenliste“, sagt Zaleski. „Wir wollten uns auf der Position verjüngen, aber trotzdem auch Qualität in den Kader bekommen.“

Mit Lisa Schelonke von Tusem Essen aus der Oberliga-Parallelstaffel und Elena Drake von Landesligist TV Datteln soll das gelingen, davon ist Zaleski überzeugt, der die beiden auch schon im Training bei sich hatte. „Lisa Schelonke ist zwar noch jung, aber hat auf Oberliga-Niveau schon langjährige Erfahrung und war erste Libera bei Tusem Essen“, sagt Zaleski.

Größer wird der Sprung für die ebenfalls noch junge Drake, die in Datteln Außenangreiferin war, in Gladbeck aber vor allem in der Abwehr und Annahme eingeplant ist.

Zaleski lobt Drakes großes Ehrgeiz – so kann sie den Klassensprung schaffen

„Landesliga und Regionalliga, das sind drei Klassen Unterschied“, sagt Zaleski über Drake, „aber wenn ich ihren Ehrgeiz und ihr Engagement sehe, bin ich sicher, dass sie das Niveau erreicht.“ Der Leistungssprung von Steinwartz, die vergangene Saison auch für Zaleski etwas überraschend zu einem gleichwertigen Ersatz für Sobieray wurde, ist da beispielhaft.

Für diese Entwicklung wäre vor allem eines wichtig: Training, gerade auf der Libera-Position.

„Eine Außenangreiferin kann ich nach drei Wochen in die Startformation stellen“, sagt Zaleski, „aber die Libera spielt in einem sehr sensiblem Spielkomplex. Bei Abwehr und Annahme ist richtige Teamarbeit gefragt, da sind immer drei, manchmal vier oder fünf Spielerinnen gemeinsam verantwortlich.“

Keine Frage, dass er von den beiden Neuen entsprechende Trainingsbeteiligung erwartet – wenn denn wieder gemeinsam trainiert werden kann. „Wir brauchen die Beach-Anlage“, sagt Zaleski und verspricht: „Wir als Verein bereiten Maßnahmen vor, uns zu schützen und die Stadt auch. Und wenn die Anlage frei ist, sind wir die ersten, die darauf trainieren.“

Insgesamt drei Abgänge: Rietz, Steinwartz, Kamka bekommen ein Danke

Neben Steinwartz werden auch Maria Rietz und Ina Kamka in der kommenden Saison nicht mehr zum Gladbecker Kader gehören – bei Kamka hat die Familie Vorrang, bei Rietz und Steinwartz ist es der Beruf. „Da muss man irgendwann seine Hobbys etwas zurücknehmen“, weiß Zaleski, „wir hätten alle drei gerne noch ein Jahr oder länger bei uns gehabt – aber sie haben sich ein großes Dankeschön von uns Trainern verdient.“

Sportlich seien die Abgänge schwer zu kompensieren, sagt Zaleski. Kamka hatte schon im November aufgehört, mit der zweit- und drittliga-erfahrenen Spielerin hätte man sicher einige Spiele mehr gewonnen, ist Zaleski sicher. Auch für die anderen beiden hat er nur Lob über.

Zaleski hat zum Abschied nur Lob für die Abgänge

„Maria war schon sehr lange in der Mannschaft und hat sich zu einer der besten Schnellangreiferinnen der Liga entwickelt“, sagt Zaleski. „Sie war aber insgesamt auch eine richtig gute Allround-Spielerin.“

Und Steinwartz übertraf in der vergangenen Saison die Erwartungen – war sie noch als klare Libera Nummer zwei hinter Sabrina Sobieray in die Saison gegangen, wurde sie immer mehr zu einer 1B-Lösung, mindestens „Die Spielzeiten zeigen, dass wir beide ohne Bedenken einsetzen konnten“, sagt Zaleski. „Selina hat mich positiv überrascht – dass sie dieses Niveau so schnell erreicht, damit war nur schwer zu rechnen.“

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