Handball

VfL Gladbeck quält sich gegen die Wölfe Nordrhein zum Sieg

Björn Sankalla (li.) steuerte zum 25:20-Erfolg des VfL Gladbeck im Testspiel gegen den HC Wölfe Nordrhein zwei Treffer bei.

Björn Sankalla (li.) steuerte zum 25:20-Erfolg des VfL Gladbeck im Testspiel gegen den HC Wölfe Nordrhein zwei Treffer bei.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck haben das Testspiel gegen den HC Wölfe Nordrhein mit 25:20 (10:11) gewonnen. Noch war vieles Stückwerk.

Eine Szene Mitte der ersten Halbzeit verdeutlichte, dass die Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck wohl noch einige Zeit brauchen werden, um wieder bei 100 Prozent zu sein. Thorben Mollenhauer, einer der technisch versiertesten Rot-Weißen, kam nämlich im Testspiel gegen den HC Wölfe Nordrhein an den Ball und warf ihn unbedrängt quer über das Feld ins Seitenaus. „Keine Ahnung, wie mir das passieren konnte“, so Mollenhauer später.

Tim Deffte, Leiter der Handballabteilung im VfL, hatte für diese und andere misslungene Aktionen der Gladbecker eine ebenso einfache wie einleuchtende Erklärung: „Das ist Vorbereitung.“ Vielsagend war auch Sven Defftes erster Kommentar nach dem 25:20 (10:11)-Erfolg: „Das Ergebnis“, so der Trainer, „ist okay, der Rest nicht.“

Zu Beginn stehen beim VfL Gladbeck alle Zugänge auf dem Feld

Wobei er diese Aussage sofort wieder zurücknahm. „Die Leistung der Deckung war ordentlich“, betonte der Übungsleiter der Gladbecker. Im Angriff lief es dagegen nicht nach Plan. Was aber auch daran lag, dass Sven Deffte konsequent allen Spielern Einsatzzeiten gab und dadurch Abstimmungsfehler in Kauf nahm.

So bekamen die Fans in der ersten Viertelstunde eine Art Debütantenball zu sehen. In dieser Phase standen nämlich in Patrick Spierau (Tor), Felix Käsler (Rechtsaußen), Niklas Rolf (Mitte) und Philipp Arens (Kreis) alle Zugänge auf der Platte.

VfL Gladbeck lässt etliche gute Chancen ungenutzt

Ein großes Manko in der Begegnung mit den Wölfen aus Rheinhausen (mit den Ex-Vflern Alexander Grefer (früher: Tesch) und Don Singh Toor) war die Chancenausbeute. Immer wieder vergaben die Gladbecker beste Möglichkeiten. Sven Deffte sprach daher von einer „eklatanten Abschlussschwäche“. Eine Erklärung hatte er dafür auch: „Jetzt ist eine Phase erreicht, in der die Jungs etwas müde sind.“

Er hätte auch wie sein Bruder Tim sagen können: „Das ist Vorbereitung.“

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