Handball Oberliga

Warum vom Fehlstart des VfL Gladbeck nicht viel übrig bleibt

Fynn Blißenbach ist zwar nicht neu dabei, steht aber sinnbildlich für einen Trend im VfL-Kader: In Ferndorf standen neben Blißenbach zeitwiese noch zwei weitere 20-Jährige auf dem Parkett.

Fynn Blißenbach ist zwar nicht neu dabei, steht aber sinnbildlich für einen Trend im VfL-Kader: In Ferndorf standen neben Blißenbach zeitwiese noch zwei weitere 20-Jährige auf dem Parkett.

Foto: Andreas Hofmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der VfL hat zwei wichtige Sachen geschafft: Noch vor der Herbstpause gepunktet – und einen Termin für das Nachholspiel gegen Loxten gefunden.

Zwei ziemlich schwierige Aufgaben konnten die Verantwortlichen des VfL Gladbeck in den vergangenen Tagen von ihrer To-Do-Liste streichen. So gibt es jetzt einen Ersatztermin für das Heimspiel gegen die Sportfreunde Loxten, das wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen wurde. Gespielt wird am Samstag, 18. Januar. Viel wichtiger aber: Seit Sonntag hat der VfL endlich die ersten Punkte auf dem Konto, ist nicht wie befürchtet mit 0:6 Punkten in die Herbstpause gegangen. „Dadurch wird alles ein bisschen einfacher“, sagt Handball-Abteilungsleiter Timm Deffte, der sich aber ohnehin keine großen Sorgen gemacht hatte.

„Der Sieg war super wichtig, das Erfolgserlebnis brauchte die Mannschaft natürlich“, sagte Deffte. „Aber selbst wenn wir in Ferndorf verloren hätten, hätten wir in der Pause nichts anders gemacht.“ Denn die Leistungen waren nicht so schlecht, wie die Punktausbeute aussehen.

Auftaktniederlage gegen Rödinghausen war ein Ausrutscher

Wenn man die Niederlage gegen Rödinghausen als Ausrutscher am ersten Spieltag wertet und die Pleite beim Titelkandidaten ASV Hamm II akzeptiert (aktuell 8:0 Punkte; Deffte: „Da kann man verlieren.“) – dann bleibt nicht mehr viel übrig vom Gladbecker Fehlstart. Gegen Loxten (ungeschlagen in die Herbstpause) stand es zur Pause 14:14.

„Die Truppe arbeitet hervorragend, es gibt gar keinen Handlungsbedarf, irgendetwas zu ändern“, hat Deffte sogar ein großes Lob für das Team, das aktuell auf dem viertletzten Platz elf geführt wird (2:4 Punkte). Besonders für das Team aber, glaubt Deffte, war das 23:18 in Ferndorf am Sonntagabend ein echter Meilenstein.

Junges Team kann nach dem Erfolg in Ferndorf durchatmen

„Der Altersdurchschnitt im Team ist etwas über 22, von den Neuzugängen ist keiner älter als zwanzig Jahre alt“, ordnet Deffte ein. In Ferndorf standen mit Fynn Blißenbach, Niklas Rolf und Felix Käsler zeitweise drei 20-Jährige gleichzeitig auf dem Parkett. Besonders denen tut der Sieg wirklich gut: „Wenn wir verloren hätten, wäre es eine lange Pause geworden, wenn dann 0:6 in den Köpfen drin ist.“ Stattdessen warten zwei freie Wochenenden und dann ein straffes Programm bis kurz vor Weihnachten.

Nach den Ferien kommt als erstes der TuS Möllbergen (4:4) nach Gladbeck, mit Schalke, Haltern-Sythen und Soest kommen noch drei weitere attraktive und vor allem schlagbare Gegner in die Riesenerhalle. Auswärts geht es nach Mennighüffen sowie zweimal nach Bielefeld (Jöllenbeck und Altenhagen), bevor am 20. Dezember das Spiel bei TuRa Bergkamen ansteht. Die Partie ist neu im Plan – und hängt mit Loxten zusammen.

Spieltermin mit Loxten und Bergkamen getauscht

„Loxten hatte aufgrund einer weiteren Spielverlegung und wegen des Pokals einfach nur noch ein freies Wochenende“, erklärt Deffte. „Also haben wir unseren Gegner Bergkamen angefragt, und die waren so freundlich zu tauschen.“

Dadurch kommt es zu einer kuriosen Situation im Spielplan: Der VfL startet mit zwei Heimspielen nacheinander gegen Hemer (11. Januar) und Loxten (18. Januar) ins neue Jahr – und nur drei Wochen später geht es dann zu den Sportfreunden.

So weit reicht die Gladbecker Planung noch nicht, aktuell zählt nur eins: Die Vorbereitung aufs Möllbergen-Spiel am 26. Oktober – und dass beim Blick auf die Tabelle nicht drei weitere Wochen eine „0“ hinter dem Vereinsnamen des VfL Gladbeck steht. Vom Fehlstart ist jedenfalls nicht viel übrig geblieben.

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