Bezirksliga

1:7 - SSV Hagen patzt böse, auch Türkiyemspor verliert

Svetlin Dimitrov (re., hier gegen Jan Söpper) kann diesmal wenig Akzente setzen, holt sich am Ende eine Gelb-Rote Karte ab.

Svetlin Dimitrov (re., hier gegen Jan Söpper) kann diesmal wenig Akzente setzen, holt sich am Ende eine Gelb-Rote Karte ab.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  In der Bezirksliga patzt der SSV Hagen mit 1:7, Türkiyemspor verliert erstmals. TSK gewinnt das Derby in Wetter, Berchum/Garenfeld siegt 9:1.

Der erste Sieg seit mehr als einem Jahr hat Fußball-Bezirksligist SSV Hagen keinen Schub gegeben, im Gegenteil. Nach dem überraschenden 3:2 beim TSK Hohenlimburg patzte der Landesliga-Absteiger im Kellerduell gegen ETuS/DJK Schwerte - noch drei Tage zuvor beim TSK mit 1:8 unterlegen - böse mit 1:7 (1:2). „Ich habe versucht, eine positive Stimmung zu vermitteln, aber einige leben in ihrer eigenen Welt“, bedauerte Trainer Dieter Iske: „Wir haben ja Spieler, die mit dem Ball umgehen können. Aber sie müssen auch im taktischen und läuferischen Bereich umsetzen, was wir besprechen.“

Allerdings fehlten dem SSV auch fünf Akteure gegenüber dem Derby beim TSK, neben drei Verletzten hatten sich zwei Spieler in den Urlaub verabschiedet. „Wir haben gar keine Abwehr“, legte Präsident Bernd Schneider den Finger in die Wunde. So hatte der SSV zwar phasenweise mehr vom Spiel, die Treffer allerdings erzielten die Gäste durch Ex-SSV-Spieler Ismail Ayar (11.) und ein Eigentor von Dominik Schäfer (24.). Nach dem 0:2 schöpften die Gastgeber erst Hoffnung, als Marco Grüterich kurz vor der Pause einen Handelfmeter verwandelte (42.).

Doch der alte Abstand war nach 51 Minuten wieder hergestellt, als Jasmin Smaijlovic nach einem Konter traf. Simon-Haiduc Calin hätte kurz darauf erneut verkürzen können, doch nach Vorarbeit von Luan Tavarez scheiterte er aus kurzer Entfernung an Schwertes Keeper Dominik Pfannenschmidt. So fiel die Entscheidung auf der Gegenseite, als Ayar aus 30 Metern in den Winkel traf (57.). Erneut Ayar (61.) und der eingewechselte Dennis Frohn (87./90.) erhöhten noch auf 1:7, zudem holte sich Svetlin Dimitrov noch eine Gelb-Rote Karte ab, als er dem Schiedsrichter nach einer Verwarnung höhnisch applaudierte (84.). „Ein ganz dummer Platzverweis“, ärgerte sich Iske. Er passte zum Gesamt-Auftritt des SSV.

SSV: Khokhlunov; Ayobi (55. di Campi), Sahin (39. S. Calin, 78. Tschoumy), Schäfer, Acikel, Tavares, Gaston-Mbunga, Christoph, E. Calin, Dimitrov, Grüterich.

Eigentor und Rot: Wetters Doumbia hilft dem TSK

Es begann so gut und endete so schlecht für den Fußball-Bezirksligisten FC Wetter. Gegen den TSK Hohenlimburg unterlagen die Harkortstädter nach einer frühen Führung dennoch mit 2:3 (1:3). Einen besonders miserablen Sonntag erwischte dabei Wetters Aboulay Doumbia.

Dabei ging das Spiel gegen die Hohenlimburger für Wetter eigentlich ziemlich gut los. Kasim Osmic sorgte nach neun Minuten für die Führung der Mannschaft von Trainer Fadil Salkanovic. „Leider haben wir überhaupt keine Einstellung gefunden“, sagt Wetters Trainer. Denn was folgt waren 13 Minuten Tiefschlaf der Salkanovic-Elf. Der TSK hingegen bekam nun immer mehr Kontrolle über das Spiel und wurde mit dem 1:1 für die gute Reaktion nach dem frühen Rückstand belohnt.

Eine Flanke köpfte der Wetteraner Doumbia ins eigene Netz. Drei Minuten später sorgte dann von Pidoll selbst für die Gästeführung, als er nach feiner Vorarbeit von Lorenzo Restieri eiskalt vollstreckte. Die starken 13 Minuten der Hohenlimburger rundete Ferhat Kaya in der 32. Spielminute ab, als er nach einer Eckballvariante am Elfmeterpunkt frei zum Abschluss kam und das Spielgerät im Kreuzeck versenkte.

Nach der Pause lief dann alles auf einen entspannten Nachmittag für den Aufsteiger aus Hohenlimburg hinaus, denn Wetters Eigentorschütze Doumbia ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste mit Rot den Platz verlassen (55.). „Anschließend haben wir sie dann aber wieder ins Spiel gebracht“, sagt Niels von Pidoll. Wetter kam durch einen Treffer der Marke Traumtor von Ilyas Kurnaz noch einmal heran (58.), konnte die Partie aber nicht mehr ausgleichen. „Wir haben es spannend gemacht, das hätten wir auch höher gewinnen können“, sagt von Pidoll.

FC Wetter: Amstutz; Ziane, Wiggershaus, Glania, Hammouda, Mohammed Ibrahem, Kurnaz, Doumbia, Osmic (80. Khazraji), Ayangma, Tyler (87. Ibrahem Ibrahem).

TSK: Dill ; Schlummer, Fazio (34. Mühlhof), Weber, Wojtaszek, Wilkes, Özdemir (90.+2. Bungu), Restieri, Kaya, Erte (69. Morelli), von Pidoll (90.+3. Jeger).

Erste Niederlage für Türkiyemspor Hagen

Das Auswärtsspiel beim Geisecker SV stellte sich für die Bezirksliga-Fußballer von Türkiyemspor Hagen als die erwartet hohe Hürde heraus: Am Ende kehrte der Höing-Klub mit einer 2:5 (1:2)-Niederlage heim und fällt nach dem neunten Spieltag auf Tabellenplatz fünf zurück.

„Wir haben bei der Aufstellung ein bisschen was ausprobiert, was dann leider nicht geklappt hat“, übernahm der Sportliche Leiter Ömür Turhan, der die beiden verhinderten Trainer Efraim Caliskan und Mustafa Islah vertrat, die Verantwortung. Patrick Filla brachte Geisecke in der 16. Minute in Führung. Nachdem der erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Adem Sebetci für Türkiyemspor ausgleichen konnte (38.), war es wiederum Filla, dem mit dem Pausenpfiff das 2:1 gelang. Die Gäste kämpften sich nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel, folgerichtig gelang Hakan Aktas der erneute Ausgleich (59.). Lange währte die Freude bei den Türken aber nicht, denn Calvin Höptner erzielte nur vier Minuten später die 3:2-Führung für Geisecke. In der 70. Minute schwächten sich die Gäste durch eine Rote Karte gegen Juri Marinelli (Tätlichkeit). „Ein völlig unnötiger und absolut berechtigter Platzverweis“, schimpfte Turhan. In Unterzahl wurde Türkiyemspor dann noch zweimal ausgekontert, Florian Kliegel (79.) und Filla (90.) besiegelten die erste Saisonniederlage. „Wir müssen zügig daran arbeiten, auf dem Platz ein Kollektiv zu werden“, stellte Turhan fest.

Türkiyemspor: Krasniqi; Salvo (61. Franz), Dastan (75. Cufta), G. Nezir (46. Ahakham), Aktas, Akbas (36. Sebetci), Marinelli, Chaoui, Dursun, Özalp, R. Nezir.

Berchum/Garenfeld erledigt Pflicht mit 9:1

Die Pflicht erfüllt hat der Fußball-Bezirksligist SC Berchum/Garenfeld gegen den punktlosen Aufsteiger Sinopspor Iserlohn. Das Team von Trainer Fabian Kulpmann gewann souverän mit 9:1 (4:1).

Die Garenfelder galten gegen den Tabellenletzten als haushoher Favorit. Als sich dann in der siebten Minute auch noch der Gästekeeper verletzte und ein Feldspieler fortan das Iserlohner Tor hüten musste, schien die Ausgangslage noch deutlicher zu sein. Doch dann kam die kalte Dusche. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau gingen die Iserlohner überraschend in Führung. Danach brauchte der Sportclub etwas Zeit um den Rückstand zu verarbeiten. In der 22. Minute war es Rafael Agacinski, der mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumkante den Ausgleich erzielte. Nur zwei Minuten später sorgte Tobias Neynaber mit seinem Tor dafür, dass das Spiel sich in die erwartete Richtung entwickelte. Kurz vor der Pause erhöhten Neynaber und Marcel Grzondziel mit einem Doppelschlag.

Nach der Halbzeit kam von Sinopspor keine große Gegenwehr mehr, so dass Nicolas Külpmann, Daniel Wanderer, Grzondziel und Neynaber (2) den Vorsprung ausbauen konnten. „Wir haben heute eine Pflichtaufgabe erfüllt“, fasste SC-Coach Fabian Kampmann zusammen und warnt vor dem nächsten Gegner ASSV Letmathe: „Das ist eine Mannschaft die langsam ihre Form findet. Da müssen wir Vollgas geben.“

SC: Hollmann, Becker (75. Koblitz), Külpmann (70. Schürholz), Grzondziel, Kunz, Agacinski (64. Jackson), Wanderer, Deuerling (53. Koeser), Pais, Neynaber, Nickel.

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