Westfalenpokal

14:13 nach Elfmeterschießen: Hagen 11 gewinnt irres Spiel

Alles gegeben: Hier versucht sich Hagens Enes Demir gegen die Dortmunder Verteidigung durchzusetzen.

Alles gegeben: Hier versucht sich Hagens Enes Demir gegen die Dortmunder Verteidigung durchzusetzen.

Foto: Alex Talash

Hagen.  Dieses Westfalenpokal-Spiel geht in die Geschichtsbücher ein: Hagen 11 ringt Oberligist ASC Dortmund im Elfmeterschießen nieder – mit 14:13.

„Vielleicht ist sogar ein kleines Wunder möglich“, hatte Kai Langenbruch, der Sportliche Leiter der SpVg. Hagen 11, vor der Partie der ersten Runde im Westfalenpokal gegen den ASC Dortmund gehofft. Und er wurde nicht enttäuscht, denn sein Team besiegte den Oberligisten mit 14:13 (3:3, 1:2) nach Elfmeterschießen. „Elfmeterschießen ist Glückssache. Aber es war stark, was wir über die 90 Minuten abgeliefert haben“, war Elfer-Trainer Stefan Mroß „extrem stolz auf die Jungs“.

Die Elfer erstarrten nicht in Ehrfurcht vor dem Oberligisten, sondern boten Paroli. Bei Ballbesitz versuchten sie, durch sicheres Passspiel aus der Deckung heraus Sicherheit in ihr Spiel zu bekommen, um dann nach vorne Akzente zu setzen. So hatte Enes Demir in der Anfangsviertelstunde zwei Mal die Führung auf dem Fuß, aber er verzog beide Male knapp. In der 17. Minute war es dann Gaetano Manno, der eine schöne Kombination über vier Stationen zur 1:0-Führung abschloss.

Gegentor weckt Dortmund auf

Das Gegentor weckte die Gäste, die nun einen Zahn zulegten und die Hausherren in die eigene Abwehr zurückdrängten. Als die Elfer-Abwehr in der 31. Minute den Ball nicht geklärt bekam, schoss Jonas Schneck zum 1:1-Ausgleich ein. Das zweite Gegentor muss sich Torhüter Benedikt Mroß anschreiben lassen. Er erlief zwar einen Steilpass des ASC, schoss bei seinem Klärungsversuch aber Ermios Simatis an, der nur noch zur 2:1-Gästeführung einzuschieben brauchte. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel egalisierten die Hausherren den Spielstand. Nach einem schnellen Gegenzug über Alexander Möller und Niklas Wilke kam der Ball zu Manno, der aus 30 Metern einen schönen Heber in die lange Ecke setzte. Nur vier Minuten später bejubelten die Elfer ihr drittes Tor, als Yoldas Demir mit einem strammen Schuss neben den Pfosten die Gastgeber erneut in Führung brachte.

Ausgleich in der Nachspielzeit

„Es war toll, wie wir nach dem 1:2 zurückgekommen sind, und wie lange wir dann das 3:2 gehalten haben“, lobte Mroß seine Spieler. Leider brachte sein Team das Ergebnis nicht über die Zeit, denn in der ersten Minute der vierminütigen Nachspielzeit gelang Dortmund durch Lars Warschewski noch der 3:3-Ausgleich. Weil es seit Beginn dieser Spielzeit keine Verlängerung mehr gibt, kam es sofort zum Elfmeterschießen. Hier trafen alle Feldspieler, so dass es im letzten Duell der Torhüter kam. Mroß verwandelte zunächst seine „Marke“ und parierte anschließend den Schuss seines Dortmunder Pendants Wojciech Kossmann, bevor er in einer Traube jubelnder Spieler unterging. „Man merkt, dass das hier ein Team ist. Heute darf noch gefeiert werden, aber dann kommt wieder der Ligaalltag. Und dann gilt unsere Konzentration wieder dem Spiel am Sonntag in Werdohl“, sagt Mroß.

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