Sportförderung

2,55 Millionen Euro für Hagener Sportstätten

Dass durch den neuen Fördertopf des Landes aus dem Hartplatz in der Hoheleye ein Kunstrasenplatz wird, wäre aus Sicht des TSV Hagen 1860 wünschenswert. Aber es gibt auch andere wichtige Projekte im Verein.

Dass durch den neuen Fördertopf des Landes aus dem Hartplatz in der Hoheleye ein Kunstrasenplatz wird, wäre aus Sicht des TSV Hagen 1860 wünschenswert. Aber es gibt auch andere wichtige Projekte im Verein.

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   Insgesamt 300 Millionen Euro stellt das Land NRW für die Modernisierung von Sportstätten zur Verfügung. 2,55 Millionen können nach Hagen fließen.

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Sportklubs mit vereinseigenen Anlagen fühlten sich, wenn es um Fördermittel ging, in der Vergangenheit oft stiefmütterlich behandelt. Jetzt gibt es für sie gute Nachrichten: Das Land NRW stellt in den nächsten vier Jahren insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. „Moderne Sportstätte 2022“ heißt das Förderprogramm zur Modernisierung und Sanierung von Anlagen, die sich im Eigentum von Sportvereinen oder -verbänden befinden bzw. gepachtet oder langfristig gemietet sind. Nach Hagen können insgesamt 2,55 Millionen Euro fließen.

Bei einer Informationsveranstaltung der Staatskanzlei im Museum Folkwang wurde das Programm vorgestellt, danach wurden die Details den kommunalen Sportbünden übermittelt. Der SSB Hagen leitete die Informationen am Montag an die in Frage kommenden Vereine weiter. „Ich glaube wir waren damit von allen 396 Stadt- und Kreissportbünden des Landes am schnellsten“, vermutet Reinhard Flormann. Dass es ebenso schnell Rückmeldungen der Klubs geben wird, glaubt der SSB-Vorsitzende nicht. Schließlich wurden jedem Verein 60 Seiten zugemailt, die erst einmal studiert werden müssen.

Damit sind insgesamt 67 Hagener Sportklubs aktuell beschäftigt. Das reicht von den Großvereinen TSV 1860 und TSV Fichte bis zu kleineren Klubs. Allein 21 Schützenvereine dürfen sich Hoffnungen auf Zuwendungen machen. Förderungswürdig sind Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung und Entwicklung sowie zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten. Besonders im Blick hat das Programm eine energetische und digitale Modernisierung, Geschlechtergerechtigkeit, die Herstellung von Barrierefreiheit bzw. -armut und Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport.

„Wir werden jetzt unsere in Frage kommenden Projekte sammeln und bis Mitte Juli eine Prioritätenliste erstellen“, kündigte TSV-Chef Atila Tasli gestern an. „An Maßnahmen, die wünschenswert wären, mangelt es uns nicht.“ Das reicht von der bereits begonnenen Sanierung der Tennisplätze in der Hoheleye über die Modernisierung der sanitären Anlagen bis zu einem neuen Boden in der Gymnastikhalle. Dass durch Fördergelder auch ein Kunstrasenplatz in greifbare Nähe rücken könnte, würde sich der TSV-Chef wünschen. Angesichts der vielen Klubs, für die der neuen „Topf“ interessant ist, sind die Hoffnungen darauf aber eher klein.

Stichtag 15. August 2018

Auf dem Freiheitsplatz in Haspe ist Kunstrasen schon länger ein Thema. Nutzer Blau-Weiß Haspe hat den Platz wirtschaftlich von der Stadt übernommen, das Areal jedoch nicht gepachtet. Ob man das Nutzungsrecht so umwandeln kann, dass Fördergelder fließen könnten, soll laut Klubchef Horst Wisotzki in Kürze mit dem Servicezentrum Sport besprochen werden. SSB-Vorsitzender Flormann hat da wenig Hoffnung: „Bezüglich der Fördermöglichkeit wurde als Stichtag der 15. August 2018 festgelegt“, berichtet der Stadtsportbund-Vorsitzende. „Es zählt der Status, den ein Verein zu diesem Zeitpunkt hatte.“

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