Kein Schultriathlon

2018 findet nur noch ein Triathlon in Hagen statt

Den beliebten Schultriathlon im Hengstey-Freibad richtet das Tri-Team Hagen in diesem Jahr nicht mehr aus.

Foto: Michael Kleinrensing

Den beliebten Schultriathlon im Hengstey-Freibad richtet das Tri-Team Hagen in diesem Jahr nicht mehr aus. Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Den Hagener Triathlon wird es 2018 geben, in Damen-Bundesliga und 2. Liga Herren startet das Tri-Team. Den Schultriathlon richtet man aber nicht mehr aus.

Eine Tradition behält das Tri-Team Hagen bei, eine zweite nicht: Bereits zum 28. Mal lädt man am 27. Mai zum Hagener Triathlon in das Freibad Hengsteysee, seit Anfang Dezember kann für die Großveranstaltung gemeldet werden. Einen Schülertriathlon zwei Tage zuvor an gleicher Stelle richtet der Verein dagegen 2018 nicht aus. „Aufwand und Ertrag standen in keinem Verhältnis mehr“, erklärte Klubchef Jochen Baumann, der bei der Nachwuchsarbeit künftig mehr auf eine Kooperation mit dem Theodor-Heuss-Gymnasium setzt. Aus der eigenen Jugend haben zwei Talente den Sprung in die mittlerweile feststehenden Elite-Teams für die neue Saison geschafft: Sina Prinz gehört zum Kader der Bundesliga-Damen, Tom Schmidt tritt für die Zweitliga-Herren an.

Neun Jahre brachte das Tri-Team Pennäler aus Hagen und der Umgebung wenigstens einmal im Jahr ins Schwimmbecken, aufs Rad und die Laufstrecke, seit 2009 lernten Schüler-Generationen am Hengsteysee den Ausdauersport kennen. Den großen Aufwand einer Veranstaltung mit mehr als 1000 Teilnehmern wollte das Organisations-Team um Susanne Baumann künftig aber nicht mehr stemmen. Auch weil die erhoffte Förderung des eigenen Nachwuchses ausblieb, nicht einmal ein Jugendlicher im Schnitt pro Jahr sei ins Tri-Team gekommen. „Wenn man so einen Aufwand betreibt, will man auch als Verein profitieren und die Jugendarbeit stärken“, erklärt Jochen Baumann. Letzteres erhofft er sich dagegen nun von einer Kooperation mit dem THG, die zunächst zu einer zweiter Triathlon-AG an dem Gymnasium am Höing führen soll.

Damen-Team tiefer besetzt

Bundesliga-Triathlon will das Tri-Team auch 2018 bieten, die Damen des „Sparda Bank Team Hagen“ gehen trotz sportlichen Abstiegs in ihre sechste Erstliga-Saison. Da mit dem Komet Team TV Lemgo und dem Rowe Team aus Worms zwei ambitionierte Mannschaften zurückgezogen haben, konnten die Hagenerinnen als Vorjahres-Schlusslicht erstklassig bleiben. Das soll in der neuen Saison bereits in den fünf Rennen geschafft werden. „Das Team ist tiefer besetzt als je zuvor“, ist Jochen Baumann als Sportlicher Leiter überzeugt, „2018 sollten wir tatsächlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“

Denn mit der von Lemgo kommenden Tereza Zimovjanova hat sich das Tri-Team mit einer Athletin verstärkt, der Baumann das Potenzial für die Einzelplätze 10 bis 20 zutraut. „Mindestens gehobenes europäisches Leistungsniveau“, attestiert er der Tschechin, die ein Sportstipendium an einem amerikanischen College hat: „Eine echte Verstärkung.“ 2017 war Zimovjanova zunächst verletzt, erreichte dennoch Rang 16 beim Rennen im Kraichgau. In Hagen hat sie ihren Start für mindestens drei Rennen zugesagt. Zu den festen Größen soll zudem Rike Kubillus, die vom TSV Bargteheide kommt und in der 2. Bundesliga zu den Top fünf zählte, werden. Bereits im letzten Jahr reiste sie mit dem Tri-Team ins Trainingslager.

Neu im Kader ist auch die 17-jährige Sina Prinz, die am Ende der letzten Saison bereits einen Bundesliga-Einsatz hatte, während die Italienerinnen Cecilia D’Aniello und Luisa Iogna-Prat die Mannschaft verlassen haben. Stützen des Tri-Teams bleiben Sara Baumann, die Ungarin Sara Szegedi sowie zu Beginn der Saison das kanadische Trio Emy Legault, Andrèanne Brière-Dulude und Elizabeth Boutin. Maleen Butterbrodt, Clara Sophia Ahrbecker, Hanna Kazmierczak (Polen) und Sara Moretti (Italien) komplettieren das Aufgebot, das den sportlichen Klassenerhalt als Minimalziel hat. „Wie in den vergangenen Jahren ist das Potenzial für Platz fünf bis acht definitiv vorhanden“, ist Baumann überzeugt.

Raabe kommt aus Bargteheide

Eine „konstantere Rolle im vorderen Mittelfeld“ sollen die ZweitligaHerren des Vereins in der am 20. Mai in Gütersloh startenden Saison spielen. „Mit Oli Brammen, Carl-Daniel Mittelbach, Florian Plambeck, Flavio Natali, Tom Schmidt und Patrick Raabe werden wir auf hohem Niveau gleichmäßig besetzt sein“, glaubt Jochen Baumann. Schmidt kommt wie Sina Prinz aus der eigenen Jugend, Raabe war zuletzt für Bargteheide aktiv. Baumann: „Wichtig ist, dass alle jungen Athleten sich wie in den vergangenen Jahren erneut individuell leistungsmäßig weiterentwickeln.“ So will die 2014 aufgestiegene Mannschaft, der noch Tobias Rehm, Yannik Hillebrand und Florian Winterstein angehören, in ihrem vierten Zweitliga-Jahr weiter vorn als wie zuletzt auf Platz zwölf landen.

Anfang Februar in Kiel nehmen die beiden Hagener Bundesliga-Teams, für deren insgesamt zehn Rennen ein Etat von knapp 20 000 Euro veranschlagt ist, die Vorbereitung auf. Ab dem 24. Februar folgt dann ein zweiwöchiges Trainingslager auf Mallorca. „Wir machen das, um Aushängeschilder für den eigenen Nachwuchs zu haben“, erklärt Jochen Baumann das anhaltende Engagement im Liga-Hochleistungsbereich, „und um zu zeigen, dass man im eigenen Verein hochwertige Rennen bestreiten kann.“

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