Basketball

Abschied in Köln kommt für Bernd Kruel überraschend

Vor knapp zwei Jahren beendete Bernd Kruel seine Bundesliga-Karriere bei Phoenix Hagen, sein Trikot wurde unter das Dach der Arena am Ischeland gezogen. Jetzt hat er in Köln seine Spieler-Laufbahn endgültig beendet. Foto:WP Michael Kleinrensing

Vor knapp zwei Jahren beendete Bernd Kruel seine Bundesliga-Karriere bei Phoenix Hagen, sein Trikot wurde unter das Dach der Arena am Ischeland gezogen. Jetzt hat er in Köln seine Spieler-Laufbahn endgültig beendet. Foto:WP Michael Kleinrensing

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Köln/Hagen.  Das endgültige Laufbahn-Ende als Spieler kam planmäßig, der Abschied von seinem letzten Arbeitgeber dagegen überraschend. Nach 23 Jahren im deutschen Profi-Basketball ist jetzt Schluss für Bernd Kruel, wenige Wochen vor dessen 40. Geburtstag am 1. Juni. Bei den RheinStars Köln, mit denen er zuletzt noch ein Jahr in der 2. Bundesliga ProA aktiv war, wäre der Hagener allerdings gern geblieben, in den letzten Tagen allerdings erhielt er die für ihn unerwartete Kündigung. „Die Karriere nach der Karriere sollte eigentlich in Köln stattfinden“, sagte Kruel, „diese Entwicklung ist schon enttäuschend für mich.“ Mit dem Ausscheiden der Kölner Nachwuchs-Bundesliga-Mannschaft, deren Co-Trainer er war, gegen Alba Berlin am Sonntag endete sein Engagement bei den RheinStars.

Nach seinem rauschenden Abschied vor fast genau zwei Jahren bei Phoenix Hagen - nach exakt 20 Jahren in der Bundesliga und einer zwischenzeitlichen Aufstiegssaison in der ProA - hatte Kruel die aufstrebenden Kölner als passenden Klub für seinen Wechsel vom Spielfeld in die Geschäftsstelle oder auf die Trainerbank gesehen. Zumal Geschäftsführer Stephan Baeck, mit dem er bei Brandt Hagen in der Saison 1998/99 zusammen gespielt hat, das ambitionierte RheinStars-Projekt um Gesellschafter Lukas Podolski mittelfristig in die Bundesliga führen will. Kruel half als Spieler beim Meistertitel in der Regionalliga, sammelte gleichzeitig Erfahrungen in der Geschäftsstelle und als Co-Trainer des NBBL-Teams. Nachdem die Kölner dann dank Wildcard in die ProA gekommen waren, konzentrierte der Center sich in der gerade abgelaufenen Spielzeit noch einmal auf das Sportliche. „Wir haben ja trainiert wie ein Bundesligist“, sagt Kruel, der nach anfänglichen Rückenproblemen noch 16 Spiele bestritt, durchschnittlich knapp elf Minuten auf dem Feld war.

Den Karriere-Wechsel kann er aber nun doch nicht bei den Kölnern, die zuvor mit Marin Petric bereits einen weiteren Routinier verabschiedet hatten, bewerkstelligen. „Leider sind wir noch nicht in der Lage, wie ursprünglich angedacht, Bernd eine adäquate Stelle in unserer Organisation anzubieten“, erklärte Baeck, der betonte: „Es gibt kaum einen Spieler, der sich mehr um die RheinStars verdient gemacht hat. Publikumsliebling, Vaterfigur für die jungen Spieler, Bindeglied zwischen Fans und Mannschaft.“

Kruel, der mit mehr als 600 Spielen bei Brandt und Phoenix Hagen, Skyliners Frankfurt und Telekom Baskets Bonn Bundesliga-Rekordspieler ist, muss nun kurzfristig eine andere Perspektive suchen. Auf dem Parkett soll diese nicht liegen. „Spielen will ich nicht mehr“, erklärte der 39-Jährige, „die letzten Wochen haben ja noch mal Spaß gemacht, davor war es aber eine Quälerei. Ich bin ja froh, aufrecht vom Feld zu gehen.“

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