Als Motte vor dem Abflug stand

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Gegen Bayern München zu verlieren, das ist normal und wird schnell abgehakt. Wenn am Samstag um 20.30 Uhr Gießen in Hagen zu Gast ist, dann ist der Druck schon etwas größer, der auf den Phoenix-Basketballern lastet. Auch wenn der Aufsteiger nach seinem Sensationssieg gegen Meister Bamberg und der glatten Niederlage der Feuervögel in Ulm übermorgen nicht als krasser Außenseiter am Ischeland antritt. Trotzdem wollen die Schützlinge von Trainer Ingo Freyer unbedingt gewinnen, um Gedanken an eine ähnliche Heimschwäche wie in der vergangenen Saison gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Es gab Zeiten im Hagener Bundesliga-Basketball, da war das Publikum selbst nach Siegen sauer. „Erfolg ernüchtert die Hagener Fans“ lautete vor 25 Jahren die Überschrift des Zeitungsberichtes zum 104:101-Erfolg der Brandt-Korbjäger gegen den TV Godesberg. Und „Motte raus-Rufe“ seien zu hören gewesen. Bernd Motte, vorher als Damencoach Dauer-Meistermacher in Wuppertal, war als erster Trainer des 1990 gegründeten Fusionsklubs Brandt Hagen verpflichtet worden, der durch das Zusammengehen von SSV Hagen und TSV Hagen 1860 entstand.

Als Herrencoach von Rimas Kurtinaitis, Sly Kincheon und Co. war Motte weniger erfolgreich und machte vorzeitig den Abflug. Der Amerikaner Jim Kelly übernahm. Auch er konnte im Frühjahr 1991 die zehnte Niederlage in Folge nicht verhindern.

Früher war also nicht alles besser. Dass im Oktober 1990 zum Heimspiel gegen Godesberg nur 700 Zuschauer kamen, unterstreicht dies. Rainer Hofeditz

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