Hohenlimburg. Die Hinrunde in der Landesliga ist für Hohenlimburg 10 ein Auf und Ab. Trainer Marco Polo zieht ein Zwischenfazit und blickt auf die Rückrunde.

Seit nunmehr sieben Monaten hat Marco Polo das Amt des Cheftrainers beim SV Hohenlimburg 1910 inne. Zum Ende der Rückrunde der Abstiegssaison in der Westfalenliga übernahm Polo von Michael Erzen. Nach Auf und Ab stehen die Zehner in der aktuellen Landesliga-Spielzeit zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde auf Rang neun. Das Mittelfeld ist eng, bis zum zweiten Platz sind es lediglich sechs Zähler. Am Sonntag ist der Tabellenvierte BW Westfalia Langenbochum zu Gast auf dem Kunstrasenplatz des Erich-Berlet-Stadions. Vorab zog Marco Polo in einem Interview mit unserer Zeitung ein erstes Zwischenfazit.

Marco Polo, Sie sind seit über sieben Monaten bei den Zehnern im Amt. Wie fällt ihr sportliches Resümee aus?

Unterm Strich wäre noch mehr drin gewesen. Es ist nach wie vor alles eng und offen in dieser Liga. Die nächsten beiden Spiele sind der erste ganz wichtige Richtungsweiser. Wenn man es dann schafft, eine gute Vorbereitung zu absolvieren und gut in die Rückrunde zu startet, ist in beide Richtungen viel drin. Das hängt von uns selbst ab.

Ist der aktuelle neunte Platz unter den Erwartungen des Trainerstabs oder des Vereinsumfeldes?

Es gab einen großen Umbruch, der beim SV Hohenlimburg 1910 noch nicht abgeschlossen ist. Dass die Dortmunder Staffel keine Gurkenliga ist, war uns allen klar. Wir sind damit im Soll, mehr wäre immer schön. Es bleibt nichts anderes übrig, als weiter an uns zu arbeiten.

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Also setzen Sie das spielerische Niveau in der Ruhrgebiets-Staffel schon höher an?

Das ist eine wesentlich spielstärkere Liga als es die Sauerland-Liga ist. Im Sauerland ist das mehr „Langhuf“ und hinterher. Hier hat man schon mehr Ausnahmespieler. Wenn ich mir anschaue, wie viele Mannschaften bei uns irgendwelche Ex-Profis beherbergen – das ist in der Sauerlandliga nicht so.

Wie hat sich nach dem Rücktritt von Oktay Özkaya die sportliche Leitung entwickelt?

Murat (Murat Kaya, Co-Trainer; d. Red.) ist da sehr aktiv, das ist ein wichtiger Aktivposten bei Hohenlimburg 10. Er ist in einer schwierigen Situation eingesprungen und leistet gute Arbeit. Er hat alle Hand zu tun. Wie die Lösung dauerhaft aussieht, ist eine Frage, die man an den Vorstand richten muss.

Auf welchen Positionen soll während der Winterpause nachgelegt werden?

Ich wäre sehr glücklich, wenn erst einmal alle Spieler für sich selbst noch eine Schüppe drauflegen würden. Das würde ich bevorzugen, bevor man überlegt, von extern neue Leute zu holen. Wir haben auf dem Papier eigentlich alles.

Einzig an der Gesundheit hat es gemangelt, insbesondere im Sturm. Das fing mit Albian Kamajs Bänderriss am ersten Spieltag an...

Wir hatten auf der Position sehr viele Ausfälle und teilweise gar keinen zur Verfügung. Zwei waren immer dauerhaft raus. Glücklich gewesen wären wir, wenn alle drei einsatzfähig gewesen wären.

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Was nehmen Sie sich sportlich für die Rückrunde vor?

Konstanter Fußball zu spielen. Wir sind gut in die Hinrunde gestartet, hatten dann eine Durststrecke. Zuletzt sah es wieder rosiger aus. Da muss man einfach konstanter die Punkte einfahren, oder nicht unnötig abgeben. Das ist eine Zielformulierung für die Rückrunde.

Was für einen Gegner erwarten Sie am Sonntag gegen Langenbochum?

Wir haben uns die schon einmal angeschaut, haben uns auch von anderen Trainern sagen lassen, dass es eine eingeschworene, freundschaftlich verbundene Truppe ist. Die arbeiten gut gegen den Ball, sind sehr lauf- und zweikampfstark. Das wird ein intensives Spiel. Die schießen viele Tore, kassieren wenig und stehen deshalb auch zurecht oben drin. Das wird nicht einfach.