Paderborn. Dank eines starken Endspurts reißen die Basketballer von Phoenix Hagen den Derbysieg in Paderborn an sich. Am Ende überragt der Hagener Kapitän.

Hagener Party in der Maspernhalle: Bei den Gartenzaun24 Baskets Paderborn haben die Basketballer von Phoenix Hagen einen emotionalen Auswärtssieg gefeiert. Das Westfalenderby entschied die Mannschaft von Trainer Chris Harris mit 93:84 (49:42) für sich - vor allem dank einer herausragenden Leistung im letzten Viertel. Damit stehen die Hagener nach dem 11. Spieltag der 2. Bundesliga ProA nur zwei Punkte hinter den Skyliners Frankfurt, die überraschenderweise in Quakenbrück eine Niederlage verkraften mussten (76:82).

Solide erste Hagener Halbzeit

Phoenix spielte in Ostwestfalen eine solide erste Hälfte. Zwar forcierte die aggressive Ganzfeld-Defensive mit Doppeln auf Höhe der Mittellinie kaum Ballverluste, dafür verteidigten die Hagener die Dreierlinie tadellos. Lediglich 3 von 15 Paderborner Distanzwürfen landeten im Korb, Phoenix traf hingegen erstaunlich gut (4/10 in 1. Hälfte). Abgesehen davon fand Hagen im Angriff immer wieder gute Lösungen, vor allem in Person von Devonte McCall (13 Punkte) und Brock Mackenzie (11). MIt einem verdienten 49:42-Vorsprung ging es in die Kabine.

Fast 200 Phoenix-Fans begleiten ihr Team nach Paderborn.
Fast 200 Phoenix-Fans begleiten ihr Team nach Paderborn. © Hagen | Jörg Laube

Nachdem die Hagener in der ersten Hälfte anständig verteidigten, waren sie nach dem Seitenwechsel zunächst völlig von der Rolle: Paderborn brauchte nur gut zwei Minuten für einen 12:3-Lauf zum 54:52 - Auszeit Hagen. Phoenix arbeitete sich mit verbesserter Defense nach und nach wieder ins Spiel, einziger Nachteil der hartnäckigen Verteidigung: Siler Schneider und Kristofer Krause mussten mit je vier persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Vor der dritten Viertelsirene versenkten Mackenzie und Kapitän Dennis Nawrocki Dreier - und Phoenix sah sich wieder mit 71:67 in Front. Fast 200 Hagener Fans liefen jetzt zur Höchstform auf.

Überragendes letztes Viertel

Phoenix nahm das Momentum mit ins Schlussviertel und wurde immer besser. Nachdem Lennart Boner seinen ersten Dreier der Saison verwandelte und im Anschluss Naz Bohannon einen Fastbreak-Korbleger zum 73:82 ins Netz legte, bat Baskets-Coach Steven Esterkamp zur Auszeit - und holte sich zugleich ein technisches Foul ab. Mackenzie versenkte den Freiwurf und Hagen führte erstmals in diesem Derby mit einer zweistelligen Punktezahl (73:83/35.). Paderborn wirkte nun verunsichert und versuchte das Spiel schnell zu machen, aber dann übernahm der Hagener Mannschaftskapitän Verantwortung: Dennis Nawrocki erzielte sieben Punkte in Folge (77:90/37.) und ließ damit die Hoffnungen der Baskets auf einen Überraschungssieg verpuffen. Die Phoenix-Fans feierten ihren Kapitän und den achten Sieg im elften Saisonspiel.

Phoenix: Nawrocki (14), Schneider (1), Kraushaar (6), McCall (13), Mackenzie (19), Uhlemann (8), Bohannon (18, 8 Rebounds), Krause (9), Boner (5, 7 Rebounds), Iloanya, Vrencken.

Topscorer Paderborn: Yenor (20), Lane (17).

Zuschauer: 1643.

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