Kanu

Auf der Lenne in Hohenlimburg geht es um DM-Titel

Es kann losgehen: Die Kanustrecke Hohenlimburg ist für die deutschen Meisterschaften am Wochenende bestens präpariert..

Es kann losgehen: Die Kanustrecke Hohenlimburg ist für die deutschen Meisterschaften am Wochenende bestens präpariert..

Foto: Fabian Sommer

Hohenlimburg.  Im Zeichen des Kanusports steht Hohenlimburg bei den deutschen Meisterschaften. Gastgeber Yannick Wytelus hofft auf den Finaleinzug.

Hohenlimburg steht am Wochenende ganz im Zeichen des Kanusports. Von Freitagmorgen bis Sonntagabend finden im Lenne-Wildwasserpark unterhalb und seitlich der Stennertbrücke die deutsche Meisterschaften im Kanuslalom statt. Ausgerichtet wird diese jetzt schon zum neunten Mal vom dort ansässigen Kanu-Club Hohenlimburg, der dem Event bereits seit Monaten entgegenfiebert. Als Schirmherr fungiert Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der sich schon auf die „malerische Kulisse am Fuße des Schlossbergs“ freut.

Los geht es am Freitagmorgen um 8.30 Uhr mit dem Deutschland-Cup-Finale und der Qualifikation. Am Samstag findet das Finale im Mannschaftsrennen statt, sonntags das Finale im Einzelrennen. Insgesamt findet die Meisterschaft in drei Altersklassen statt, der Jugend, der Junioren und der Leistungsklasse. Aus Hohenlimburger Sicht macht sich Lokalmatador Yannick Wytelus in der Herren-Leistungsklasse Hoffnungen auf etwas Zählbares. „Er hat sich viel vorgenommen, er möchte ins Finale kommen – das wäre auch toll. Das wird bei dem Teilnehmerfeld aber ziemlich schwer“, erklärt Ralf Kriegel, Vorsitzender des Kanu-Clubs.

Bis auf einige Kanuten der Nationalmannschaft, die es wegen der anstehenden Weltmeisterschaften in Spanien zeitlich nicht nach Hohenlimburg schaffen, sind die deutschen Meisterschaften nämlich hochkarätig besetzt. Unter anderem wird die mehrmalige Olympia-Teilnehmerin und Weltmeisterin Jasmin Schornberg antreten, die „Grand Dame des deutschen Kanusports“, wie Ralf Kriegel sie betitelt. Ein weiterer namhafter Sportler ist U23-Nationalkanut Stefan Hengst, der zuletzt Weltmeister im Boater-Cross geworden ist. Aus der Jugendnationalmannschaft sind alle Kanuten dabei.

N-Joy spielt am Samstag auf

Ein kleiner Dorn im Auge ist Ralf Kriegel immer wieder der Wasserstand, denn bis vor wenigen Tagen stand noch nicht fest, ob die Meisterschaft aufgrund des niedrigen Wasserstands auf der Lenne überhaupt stattfinden kann. „Im Moment ist der Kanal gut voll, aber der ging in den letzten Wochen immer rauf und runter. Der Ruhrverband hat mir zugesagt, dass immer eine Mindestmenge an Wasser abgelassen wird. Aber unten an der Ruhr kommt diese Menge nicht immer an. Auf dem Weg von der Bigge gibt es anscheinend jemanden mit Wasserrecht, der sich ständig was abzweigt“, mutmaßt Kriegel.

Beim Kanuclub wurde etliche Stunden malocht, um das Event auf die Beine zu stellen. Viele Mitglieder und Helfer sind am Start, auch wenn es am ersten Tag etwas dünn wird: „Für Freitag morgens Helfer zu kriegen, war schwer. Wir haben sonst immer Kinder, die als Laufdienst die ganzen Zettel einsammeln. Aber die kriegt man morgens nicht aus der Schule und Urlaub möchte sich natürlich auch niemand nehmen“, sagt Ralf Kriegel. Technisch ist die Meisterschaft gut aufgestellt, es wird wieder eine große Videowand aufgebaut, auf der jeder Zuschauer die Fahrten bis zum Ende verfolgen kann. Samstagsabend gibt es für alle Besucher und Sportler wieder ein Konzert, die Hagener Rock-Coverband N-Joy tritt ab 20.30 Uhr an der Lenne auf. „So etwas ist einmalig, das gibt es nur bei uns“, ist Kriegel überzeugt.

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