Fußball

Aufsteiger Polonia Hagen peilt Platz im oberen Drittel an

Nach der souveränen B-Liga-Meisterschaft will sich A-Liga-Rückkehrer Polonia Hagen in der neuen Umgebung nicht verstecken. Foto:Polonia Hagen

Nach der souveränen B-Liga-Meisterschaft will sich A-Liga-Rückkehrer Polonia Hagen in der neuen Umgebung nicht verstecken. Foto:Polonia Hagen

Hagen.   Der Abstieg in die Fußball-Kreisliga B ist repariert, als A-Ligist will sich der FC Polonia nicht verstecken. Am Samstag endlich eigenes Turnier.

Vor ziemlich genau einem Jahr erlebten die Fußballer des FC Polonia Hagen den schwärzesten Tag ihrer Vereinsgeschichte. Doch das ist vergessen. Der Wiederaufstieg in die Kreisliga A ist geschafft und am Wochenende wird ein Projekt verwirklicht, das die Polen schon länger in Planung hatten.

Nach einer schwachen Saison 2017/18 in der Kreisliga A mit nur 15 Punkten musste Polonia den bitteren Gang in die B-Liga antreten, weil der punktgleiche Hasper SV ein packendes Relegationsspiel um den Abstieg nach Elfmeterschießen mit 6:5 gewann. Der im Winter 2018 neu installierte Vorstand konnte den Abwärtstrend in der Rückrunde zwar nicht mehr stoppen, machte im Anschluss seine Hausaufgaben aber gut: Ein Jahr später blickt der runderneuerte FC Polonia zuversichtlich auf die Spielzeit 2019/20, die nach dem souveränen Aufstieg wieder in der höchsten Kreisliga stattfindet.

69 Punkte und damit fünf Zähler mehr als der Tabellenzweite SG Vorhalle 09 sammelte der Meister der Staffel 1 und stellte neben der zweitbesten Offensive die beste Abwehr der Liga mit nur 32 Gegentreffern. „Mit dem direkten Wiederaufstieg haben wir unser Saisonziel erreicht“, erklärt Martin Braun, 1. Vorsitzender des Klubs, der gemeinsam mit seinen Mitstreitern Darius Rzeszotek und Michael Grzenda sowie dem neuen Trainerteam Jakob Nosal und Dennis Klöckner im vergangenen Sommer dafür eine komplett neue Mannschaft aufgebaut hatte. Aus dem alten Kader blieben lediglich zwei Spieler an Bord, viele junge und gute Akteure konnten für den Umbruch gewonnen werden.

Fußball mit Familienfest

„Mit 15 Neuzugängen war es am Anfang natürlich nicht leicht, aber das Team hat sich schneller gefunden als wir angenommen hatten“, blickt Braun zufrieden auf die abgelaufene Spielzeit zurück. Großen Anteil am Erfolg hatte dabei Torschützenkönig Jan Bednarczyk, der zur Rückrunde vom damals ärgsten Verfolger Blau-Weiß Haspe zum Spitzenreiter gewechselt war und klubübergreifend beeindruckende 40 Saisontreffer erzielte. Da fiel es kaum ins Gewicht, dass die Polen mit Stürmer Lukas Kubitzki gleichzeitig ihren bis dato besten Torjäger verloren.

In der A-Liga will man sich nicht verstecken und formuliert mutig einen Platz im oberen Tabellendrittel als Ziel: „Das ist ambitioniert, aber machbar“, glaubt Braun. Mit Marco Rummenhohl (FC Wetter) steht ein Neuzugang bereits fest, verlassen wird den Verein einzig Marco Wisniewski, den es zurück in den Bochumer Raum zieht. „Ein paar weitere gute Transfers stehen bevor, hier fehlen aber noch die finalen Zusagen“, möchte Braun den neuen Kader so schnell wie möglich beisammen haben.

Bevor im Juli die Vorbereitung startet, veranstalten die Polen am Samstag den ersten „FC Polonia Hagen-Cup“, an dem polnische Vereine aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus teilnehmen. Die weiteste Anreise zum Vorhaller Voßacker hat Polonia Hannover aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. „Den Plan für das Turnier gab es schon länger. Schön, dass es jetzt endlich klappt“, kündigt Braun ein „Familienfest mit buntem Rahmenprogramm“ an und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Spiele nicht nur die eigenen Landsleute ansprechen sollen: „Wir freuen uns auf jeden Besucher, ganz egal welcher Nationalität.“

Auf das A-Liga-Comeback wird das Trainerduo Nosal und Klöckner das Team gewissenhaft vorbereiten. „Hier werden wir auf spielerisch stärkere Gegner treffen, umso wichtiger ist eine gute Saisonvorbereitung“, weiß Braun. Als Konkurrenten um die vorderen Plätze haben die Polen Schwarz-Weiß Breckerfeld, Al Seddiq Hagen, SV Boele-Kabel und den Hasper SV ausgemacht. „Vielleicht kommt ja noch ein Überraschungsteam hinzu, das macht die Liga dann noch interessanter“, hofft Braun, dass sein wiedererstarktes Team den etablierten Klubs schon bald das Leben schwer macht.

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