2. Bundesliga

Auswärtspunkt macht Eintracht Hagen Mut

Starker Auftritt in Emsdetten: Torwart Nils Dresrüsse

Starker Auftritt in Emsdetten: Torwart Nils Dresrüsse

Emsdetten/Hagen.   Der siebte Auswärtssieg für Eintracht Hagen war greifbar, am Ende reichte es in Emsdetten nur zum 25:25-Remis. Dabei überragte Nils Dresrüsse.

In der Fremde gehört der VfL Eintracht Hagen zu den stärkeren Teams der 2. Handball-Bundesliga. Das stellte das Team von Trainer Niels Pfannenschmidt auch beim TV Emsdetten unter Beweis, der siebte Auswärtssieg beim Tabellenelften war greifbar nahe. Doch den 25:23-Vorsprung verspielten die Gäste in den letzten drei Minuten noch, mussten sich mit einem 25:25 (14:13)-Remis begnügen. „Die Chance auf zwei Punkte war zu groß, als dass man nicht enttäuscht sein dürfte“, räumte Sportdirektor Michael Stock ein, betonte aber auch: „Unser Aufwärtstrend bestätigt sich. Wenn wir ihn fortsetzen, werden wir die Klasse halten.“

Vor 1729 Zuschauern in der Ems-Halle setzten die Hagener die ersten Akzente. Sören Kress, der in der nächsten Saison das Emsdettener Trikot tragen wird, traf zum 1:0, bis zum 6:5 durch Jan-Lars Gaubatz (12. Minute) legten die Gäste immer vor. Kurz ging dann Emsdetten beim 6:7 durch Yannick Terhaer in Führung, es sollte die einzige bis die tief in die zweite Hälfte bleiben. Beim 11:9 durch den Siebenmeter von Valentin Schmidt (19.) lag wieder der VfL Eintracht vorne, der den überragenden Akteur auf dem Parkett in seinen Reihen hatte. Torwart Nils Dresrüsse brachte an seinem 29. Geburtstag auch freistehende TVE-Angreifer in Serie zur Verzweiflung, 13 erfolgreiche Paraden waren in der Statistik schon bis zur Pause notiert. „Ein überragendes Spiel, er hat einfach alles gehalten“, attestierte Stock dem Hagener Torhüter, der fast komplett durchspielte, nur für einen Siebenmeter kam Tobias Mahncke aufs Feld.

Nach dem Wechsel knüpfte Dresrüsse an diese Leistung nahtlos an, das nutzten die Hagener aus. Bis zum 18:14 (36.), als Daniel Mestrum per Tempogegenstoß traf, setzten sie sich ab, Emsdettens Trainer Daniel Kubes bat zur Auszeit. Und wechselte für den glücklosen Konstantin Madert Mark Ferjan ins TVE-Tor. Mit Erfolg, der neue Keeper hatte häufiger bei Eintracht-Würfen die Hand am Ball, stetig kamen die Gastgeber im härter und emotionaler werdenden Spiel heran. Beim 20:17 durch Gaubatz (43.) lag das Pfannenschmidt-Team noch vorn, nach Zeitstrafen gegen Tilman Pröhl, Kress und Jonas Dell schien Emsdetten die Partie zu kippen. Beim 21:23 (52.) durch Yannick Dräger führten die Gastgeber erstmals wieder, ehe Kapitän Andre Kropp für zwei Minuten auf die Bank musste.

Holzner gleicht noch aus

Der VfL Eintracht konterte, Schmidt per Siebenmeter, Kress zweimal aus der Ferne ins leere Tor und Gaubatz sorgten für das 25:23 (56.). Zum Sieg reichte das aber nicht, nach einer weiteren Zeitstrafe gegen Dominik Waldhof glich Dirk Holzner per Siebenmeter aus. 36 Sekunden blieben den Gästen noch, Gaubatz’ letzten Wurf allerdings parierte Ferjan. So reichten am Ende 19 Paraden von Nils Dresrüsse doch nur zu einem Punkt. „Wir saßen in der Kabine und waren enttäuscht“, berichtete Coach Pfannenschmidt, „aber wir können auch mit einem Punkt in Emsdetten leben. Es war eine gute Mannschafts-Leistung, die Tendenz stimmt, das macht Mut.“ Zumal am nächsten Wochenende gleich zwei Spiele warten.

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