Basketball

BBA Hagen: Der Nachfolger von Kosta Filippou steht fest

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Seit 20 Jahren coacht er Teams der BG bzw. BBA Hagen: Tome Zdravevski.

Seit 20 Jahren coacht er Teams der BG bzw. BBA Hagen: Tome Zdravevski.

Foto: Michael KleinrensinG

Hagen.  Tome Zdravevski übernimmt das Traineramt bei Basketball-Erstregionalligist BBA Hagen. Zudem soll der 55-Jährige noch ein anderes Team coachen.

Tome Zdravevski staunt selbst ein wenig, als er das laut denkt: Seit 30 Jahren ist er Mitglied bei der BG Hagen. Früher als Spieler, seit zwei Jahrzehnten als Trainer. „Vielleicht ist es an der Zeit, dass Fredi Rissmann mir mal eine Rente zahlt“, lacht der 55-Jährige. Daraus wird allerdings erstmal nichts, denn Zdravevski bleibt aktiv und kann sich, wenn man so will, beim BG-Chef weiter für Rentenpunkte empfehlen: In seinem 31. Jahr übernimmt er als Trainer wieder die erste Herrenmannschaft in der 1. Basketball-Regionalliga.

2008 übergab Zdravevski an Filippou

Damit hat die BG, die seit 2021 gemeinsam mit VFK Boele-Kabel die BBA Hagen bildet, früh eine vereinsinterne Lösung für die Nachfolge von Kosta Filippou gefunden, der das Amt 14 Jahre inne hatte und auf eigenen Wunsch zum Ende der Saison 2021/22 ausschied. Was beide schmunzeln lässt: Im Jahr 2008 war es noch umgekehrt. Zdravevski übergab sein Traineramt nach sechs Jahren Tätigkeit an Filippou, doch der gibt seinem einstigen Vorgänger nun die Klinke zurück in die Hand.

Zuletzt saßen beide gemeinsam auf einer Trainerbank, denn Zdravevski unterstützte das Regionalliga-Team der BBA als Assistent. „Mit Tome passt es einfach“, sagt Filippou, Chef und Sportlicher Leiter der BBA. „Wir sind auf einer Wellenlänge und niemand hat einen Zweifel, dass er diesen Job wunderbar machen wird.“ Und Rissmann, der Zdravevski vor gut 30 Jahren aus Mazedonien in die Volmestadt lotste, betont: „Wir legen großen Wert darauf, mit sowohl fachlich wie auch menschlich guten Trainern kontinuierlich zusammenzuarbeiten. Das ist auch in dieser Konstellation gegeben.“

Zdravevski soll auch NBBL-Team coachen

Mit „dieser Konstellation“ ist gemeint: Zdravevski wird nicht nur die erste Mannschaft übernehmen, er soll auch Headcoach des ersten Nachwuchs-Bundesliga-Teams (NBBL/U19) der BBA werden. Im Juni wird der Verein die dafür nötige Qualifikation bestreiten. Zwischen beiden von Zdravevski betreuten Teams soll es große Überschneidungen geben, und so will die Akademie eine enge Verzahnung von Senioren- und Jugendbereich gewährleisten. „Mein Ziel ist es, die Hagener Basketball-Jugend zu fördern“, erklärt der gebürtige Mazedonier sein Leitbild. Dementsprechend will er in der 1. Regionalliga auch keinen bestimmten Tabellenplatz anpeilen. „Was bringt es, wenn ich fertige Spieler verpflichte und mit denen die Playoffs schaffe? Dann habe ich nichts erreicht. Ich werde jungen Hagenern die Chance geben, im Herrenbereich Fuß zu fassen und sich dort zu entwickeln. Wenn mir das gelingt, dann bin ich erfolgreich.“

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Dass Tome Zdravevski das nicht nur sagt, um gut anzukommen, belegt sein aktueller Erfolg: Drei Spieltage vor Saisonschluss steht die von ihm gecoachte BBA-Reserve mit einem Altersdurchschnitt von 18 Jahren an der Spitze der Herren-Oberliga. Zdravevski lässt aggressiv und variabel verteidigen – und daraus ergibt sich eine schnelle Offensive, die den Gegner überrennt. Das U18-Team, das der Coach darüber hinaus betreut, steht ebenfalls an der Tabellenspitze der Jugendregionalliga. Und so zeichnet sich ab, dass das erste Herren-Team seine Verjüngungskur fortführen wird. „Wir werden ein junges Team haben, das auch mal Lehrgeld bezahlen wird. Dafür braucht man eben Geduld“, erklärt Zdravevski, fügt aber auch an: „Wir werden auch erfahrene Jungs brauchen, die die jungen Spieler anleiten.“

Gespräche mit den Spielern

Und auf welche Spieler wird der neue Trainer setzen? Die Gespräche mit allen Akteuren aus der vergangenen Saison laufen aktuell, betont Filippou: „Wir wollen früh den Kader beisammen haben.“ In den nächsten Wochen soll auch entschieden werden, wer Tome Zdravevski als Co-Trainer zur Seite stehen und wer die zweite Mannschaft, deren Ziel der Aufstieg in die 2. Regionalliga ist, coachen wird. Filippou: „Es wird auch hier auf eine vereinsinterne Lösung hinauslaufen.“

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