Basketball

BBA Hagen verliert das Spiel in letzter Sekunde - und einen Schlüsselspieler

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Nieja Jordan spielt stark auf, dann verletzt sich der Hagener Center am Knie.

Nieja Jordan spielt stark auf, dann verletzt sich der Hagener Center am Knie.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Hagen.  Bitterer Abend: Die BBA Hagen verliert ihr letztes Heimspiel des Jahres gegen Köln in letzter Sekunde – und ein wichtiger Spieler verletzt sich.

In der vergangenen Woche gewann die BBA Hagen ihr Spiel in den letzten Sekunden, doch diesmal entglitt ihr die Partie auf der Zielgeraden. Der DTV Basketball Köln gewann das Duell des 12. Spieltags der 1. Regionalliga durch einen Korb in letzter Sekunde mit 77:76 (43:44).

Kölns letzter Treffer gegen die BBA wird vermutlich nicht zum „Gamewinner des Jahres“ gekürt werden. Es war ein Floater von Philipp Pfeiffer aus zwei Metern, der auf dem hinteren Ring landete und dann doch irgendwie reinduselte. Bei nur noch 0,4 Sekunden Restspielzeit bekamen die Hagener keinen vernünftigen Wurf mehr zustande.

Jordan spielt stark, dann verletzt er sich

Dabei hatte die BBA zuvor alle Trümpfe in der Hand, um ihr letztes Heimspiel des Jahres 2022 zu gewinnen. Nach schwachen ersten 15 Minuten (28:38) fanden die Hagener zu ihrem schnellen und aggressiven Stil, mit dem Köln nicht zurecht kam. Zu Beginn der zweiten Hälfte gelang der BBA ein 11:0-Lauf zum 55:43 (22.), wobei Center Nieja Jordan acht Zähler markierte. Doch nur zwei Minuten später musste Jordan ausgewechselt werden, nachdem er unglücklich mit einem Kölner Spieler zusammenprallte. Der Amerikaner hielt sich ans Knie, verschwand in der Umkleidekabine und ward an diesem Abend nicht mehr gesehen. Schon vor der Partie klagte er über Knieprobleme.

Auch ohne Jordan hielt die BBA Deutz noch lange auf Distanz (71:61/34.), aber in den letzten Minuten schienen den Hagenern die Körner zu fehlen. Im Angriff spielten sie statisch, auf der anderen Seite setzten sich die Kölner immer wieder beim Rebound durch und fanden sich frei an der Dreierlinie wieder. Überdies machte der BBA die eine oder andere schwer nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidung zu schaffen. So sahen die Unparteiischen nicht, wie Anthony Watkins 25 Sekunden vor Schluss beim Rebound von einem Kölner Spieler zum Boden befördert wurde. „Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas nicht ahnden kann“, ärgerte sich Hagens Trainer Tome Zdravevski. Stattdessen bekam der DTV Freiwürfe.

Nedzinskas bringt BBA letztmals in Führung

Von der Freiwurflinie ging Köln auch durch seinen starken Topscorer Elijah Jenkins (24 Punkte) 9,5 Sekunden erstmals in der zweiten Halbzeit in Front (74:75). Danach versenkte BBA-Routinier Vytautas Nedzinskas ganz abgezockt einen gut verteidigten Wurf aus der Mitteldistanz, aber Deutz setzte nach einer Auszeit noch einen drauf.

„Man hat gemerkt, dass die Hälfte unserer Spieler krank waren oder sind. Wir konnten die ganze Woche nicht richtig trainieren“, seufzte Zdravevski. „Wir haben aber auch nicht besonders gut gespielt, haben freie Korbleger vergeben und blöde Fehler gemacht.“

BBA: Watkins (16, 8 Rebounds), Zajic (10), Wegmann, Opitz, Gebehenne, Elkenhans (6), Nedzinskas (12, 6 Rebounds), Dresel (7), Jordan (11), Krichevski (9), Gimbel (5).

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