2. Basketball-Liga Pro A

Bei Phoenix Hagen haben alle Wut im Bauch

Lassen die Saison nicht locker austrudeln: Phoenix-Chefcoach Chris Harris und Mannschaftskapitän Dominik Spohr.

Lassen die Saison nicht locker austrudeln: Phoenix-Chefcoach Chris Harris und Mannschaftskapitän Dominik Spohr.

Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Auch nach Verpassen der Playoffs wird bei Phoenix Hagen intensiv trainiert. Der Fanklub Tornados nimmt zur „Schröer-Affäre“ Stellung.

Während hinter den Kulissen die Diskussionen um die sportliche Zukunft von Phoenix Hagen und den Rücktritt von Hallensprecher Hans-Uwe Schröer weitergehen, bereitet sich das Basketball-ProA-Team unter Trainer Chris Harris auf das letzte Saisonspiel am Samstag in Heidelberg vor. Am Ort des größten Hagener Basketball-Triumphes, für den der SSV Hagen vor 45 Jahren mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft sorgte, wollten die Feuervögel am Samstag ab 19.30 Uhr eigentlich den Einzug in die Playoffs klar machen. Doch dieses Ziel platzte am vergangenen Sonntag durch die 77:87-Heimschlappe gegen Rostock. „Natürlich sind wir alle enttäuscht“, daraus machte Harris auch gestern kein Hehl.

Was nicht bedeutet, dass man die Saison jetzt locker austrudeln lässt. „Wir trainieren eher noch härter als bisher“, so der Phoenix-Chefcoach gestern. „Keiner ist zufrieden, alle haben Wut im Bauch. Ich glaube, die Spieler würden am liebsten bis Juli, August durchtrainieren.“

Dazu wird es nicht kommen, auch wenn nach dem Saisonkehraus am Samstag in Heidelberg - Gastgeber MLP Academics hat die Playoff-Teilnahme als Fünfter sicher - nicht schlagartig Saisonschluss ist. „In der nächsten Woche stehen noch Gespräche mit den Spielern an, am Freitag werden wir uns das Regionalliga-Derby zwischen der BG Hagen und Haspe ansehen und am Samstag im Capitol eine Abschiedsparty feiern“, blickt Chris Harris voraus, „ich weiß allerdings nicht, ob die Spieler wirklich groß feiern werden.“

Fanklub "Tornados" fühlt sich nicht verantwortlich

Über den Eklat um Uwe Schröer, der wegen eines kritischen Kommentars im Hallenheft der „Tornados“ die Mitglieder des Phoenix-Fanklubs beschimpfte und noch vor dem Spiel gegen Rostock als Hallensprecher zurücktrat (wir berichteten), habe er nicht mit den Spielern gesprochen, so Harris. Die meisten Akteure hätten die Situation beim Aufwärmen mitbekommen, seien jedoch vor dem so wichtigen Heimspiel auf andere Dinge fokussiert gewesen.

In einer Stellungnahme äußern die Tornados ihr Unverständnis darüber, dass man „eine über das Hallenmikrofon vorgetragene Beleidigung und Bloßstellung“ habe erfahren müssen. Und das von einen Mann, „mit dem wir in der Vergangenheit immer vertrauensvoll und fair im Umgang zusammenarbeiten konnten und der aus unserer Sicht in den vergangenen 15 Jahren nicht nur am Mikrofon hervorragende Arbeit geleistet hat, sondern durch sein Engagement auch maßgeblich an der Entwicklung von Phoenix Hagen beteiligt war.“

Schröers „Versuch, sich für die Aktion zu entschuldigen“, habe man mit Wohlwollen wahrgenommen. Man fühle sich nicht für seinen Rücktritt als Hallensprecher verantwortlich. „Es gab von unserer Seite keinerlei Forderungen“, heißt es in der Stellungnahme. Man habe lediglich eine sachliche und konstruktive Kritik an der Außendarstellung des Vereins vorgebracht. Das Recht dazu, Missstände anzusprechen und sie öffentlich zu machen, wollen sich die Tornados nicht nehmen lassen.

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