Basketball

Bei Rittern setzt Phoenix Hagen auf bessere Defensive

Einmal in der Klubhistorie trat Phoenix bereits in Kirchheim an. Im März 2009 unterlagen Dominik Spohr (rechts) und Co. gegen die Ex-Hagener Ziyed Chennoufi (li.) und Adam Baumann im Knights-Trikot mit 88:89.

Foto: Jörg Laube

Einmal in der Klubhistorie trat Phoenix bereits in Kirchheim an. Im März 2009 unterlagen Dominik Spohr (rechts) und Co. gegen die Ex-Hagener Ziyed Chennoufi (li.) und Adam Baumann im Knights-Trikot mit 88:89. Foto: Jörg Laube

Hagen.   Bei den unberechenbaren Kirchheim Knights tritt Phoenix Hagen am Samstag an. Und setzt auf eine stabilere Defensive als zuletzt in Hamburg.

Es ist der zweite Versuch, den Weg zurück in die Normalität zu finden. In Hamburg gelang das Phoenix Hagen nur partiell, am Ende unterlag man nach guter erster Hälfte deutlich mit 84:111. Freitag Abend nach dem Training - einen Tag nach der Trauerfeier für den verstorbenen Chefcoach Matthias Grothe - machte sich der Basketball-Zweitligist mit komplettem Team auf die Reise Richtung Baden-Württemberg, wo am Samstag um 19.30 Uhr das ProA-Duell bei den VfL Kirchheim Knights ansteht. „Es ist wahnsinnig schwer, die Situation kostet viel Energie und Konzentration“, räumte Trainer Dietmar Günther ein, „andererseits wollen die Jungs Matthias ein Zeichen zurückgeben, ihm einen Sieg widmen können. Wenn wir jetzt ein paar Spiele gewinnen, das würde ihm gefallen.“

In Kirchheim erwartet ein nur schwer einzuschätzendes Team die Hagener. Als „Wundertüte“ charakterisiert Günther die von Anton Mirobylov trainierten Ritter, die etwa daheim gegen Trier (72:87) und Hanau (58:74) deutlich unterlagen, dagegen das Spitzenteam Crailsheim (73:71) bezwangen. „Das ist ein bisschen eine Zockertruppe, die nur schwer zu berechnen ist“, sagt auch Co-Trainer Kai Schulze, der vor allem vor dem Guard-Duo Charles Barton und Corban Collins Respekt hat: „Die können an guten Tagen heißlaufen.“ Auch Andreas Kronhardt schätzt er als starken deutschen Center, der ein gutes Auge für die Mitspieler hat. Die US-Amerikaner Keith Rendleman und Toney McCray, der nach seiner Nachverpflichtung jüngst bei Kirchheims 79:85-Schlapps in Ulm debütierte, unterstützen ihn unter dem Korb, auf dem Flügel weist Tim Koch reichlich Erstliga-Erfahrung aus Ludwigsburger Zeit auf. Ihre Qualitäten konnten die Kirchheimer, im Vorjahr Playoff-Halbfinalist, bisher aber nicht immer aufs Parkett bringen. Coach Mirobylov indes ist überzeugt: „Wir werden unser Gleichgewicht finden.“

Mit besserer Defensive als zuletzt wollen die Hagener die Gastgeber daran hindern, dies schon Samstag zu tun. „Es liegt an unserer Verteidigung, den Gegner bei unter 70 Punkten zu halten. Und ihm nicht 100 oder 111 zu erlauben, wie wir es gegen Karlsruhe und Hamburg getan haben“, verweist Günther auf das Erfolgsrezept der bisherigen fünf Siege.

Wie lange der Interims-Trainer selbst noch die Verantwortung für das Team tragen will, war Thema eines Gesprächs mit Geschäftsführer Patrick Seidel in dieser Woche. „Klar ist es Dietmars Wunsch, den Staffelstab früher als erst am Saisonende abzugeben“, sagte Seidel, „und es macht Sinn, dass schon im Laufe dieser Saison der Trainer zu uns stößt, der die Headcoach-Rolle für 2018/19 bekommt.“ Ein klares Zeitfenster dafür gibt es aber noch nicht. „Der Verein soll in Ruhe suchen“, betont Günther. Zumal ein klares Stellenprofil für den Grothe-Nachfolger noch erarbeitet werden muss - und Seidel eins klar ist: „Die Strahlkraft von Matthias kann man nicht einkaufen.“

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