Mitgliederversammlung

Bei Stadtsportbund-Wahlen ist alles im grünen Bereich

Vorstand und Beisitzer des Stadtsportbundes Hagen: Ömür Turhan, Christel Kipping, Frank Gaca, Michael Lohre, Heike Boese, Reinhard Flormann, Petra Buchholz, Willi Bögemann, Leni Hildebrandt, Ursula Flormann und Peter Alexander (von links).Foto:Rainer Hofeditz

Vorstand und Beisitzer des Stadtsportbundes Hagen: Ömür Turhan, Christel Kipping, Frank Gaca, Michael Lohre, Heike Boese, Reinhard Flormann, Petra Buchholz, Willi Bögemann, Leni Hildebrandt, Ursula Flormann und Peter Alexander (von links).Foto:Rainer Hofeditz

Hagen.   Drei neue Gesichter gibt es im Stadtsportbund Hagen: Willi Bögemann (SSB-Vize), Petra Buchholz und Ömür Turhan (Beisitzer) wurden gewählt.

Wenn beim Stadtsportbund Hagen gewählt wird, kommen grüne und rote Stimmkarten zum Einsatz. Die roten hätte man sich am Montagabend sparen können, denn nicht nur für den alten und neuen 1. Vorsitzenden Reinhard Flormann votierte die Mitgliederversammlung einstimmig.

Auch ein „Comeback“ tauchte das Sinfonium der Stadthalle in Grün. Für den bisherigen 2. Vorsitzenden Michael Gothen, der nach Übernahme der Geschäftsführung im Jugendbereich von Phoenix Hagen zusätzlich zu seinen Ämtern bei Boele-Kabels Korbjägern und im Basketball-Kreis nicht mehr kandidierte, wurde der ehemalige Stadtsportbund-Chef Willi Bögemann zum SSB-Vize gewählt. Und zwar en bloc mit dem Fußball-Kreisvorsitzenden Peter Alexander, der sich erneut zur Verfügung stellte. Wie auch Seniorenbeauftragte Leni Hildebrandt und Schatzmeisterin Ursula Flormann, die in eine letzte zweijährige Amtsperiode geht.

Mehr Bewerber als freie Plätze gab es bei den Beisitzern. Neun Kandidaten bewarben sich um fünf Posten. Wiedergewählt wurden Heike Boese, Christel Kipping und Michael Lohre. Neu hinzu kamen Petra Buchholz und Ömür Turhan. Buchholz kennt Vereinsarbeit als frühere Tennis-Chefin des Hagener TC Blau-Gold. Beruflich war sie für ein Ingenieurbüro tätig, das auch Lärmschutzgutachten für Sportplätze erstellt. „Vielleicht kann ich die dabei gewonnenen Erfahrungen ja hier mal einbringen“, meinte sie bei ihrer Vorstellung.

Ömür Turhan trat nach eigenem Bekunden an, um Vereinen und Sportlern mit Migrationshintergrund mehr Gehör zu verschaffen als bisher. „Man darf nicht nur meckern, sondern sollte mit handeln“, damit traf der Fußballchef des SSV Hagen wohl den Nerv der Versammlung, bei der 120 stimmberechtigte Mitglieder aus 50 Klubs die insgesamt rund 38 000 organisierten Hagener Vereinssportler repräsentierten. Eine durchaus selbstbewusste Klientel: „Stadtentwicklungsplanung ohne Sportentwicklungsplanung, das geht nicht“, meinte der neue SSB-Vize Bögemann abschließend mit Blick auf die von OB Erik O. Schulz prominent vertretene Politikergarde.

Den hohen Stellenwert des Sports in Hagen hatte der Oberbürgermeister schon in seinem Grußwort herausgestellt, „auch wenn man in Zeiten der Haushaltskonsolidierung nicht immer einer Meinung ist.“ Schulz wünscht sich, dass Sportverwaltung und SSB auch nach Ende ihrer Kooperation eng verzahnt bleiben, auch räumlich. Der Chef des neuen Sportbüros werde in Kürze präsentiert.

Andreas Kurz hakt nach

Weil der Stadtsportbund sparen muss, da sich das SSB-Vermögen auf die als Untergrenze festgelegten 25 000 Euro zubewegt, könnten die Öffnungszeiten der Geschäftsstelle künftig reduziert werden, hatte Reinhard Flormann in seinem Jahresbericht erklärt. Andreas Kurz, Sport-Vize des TSV Hagen 1860, hakte bei defizitären Einzelposten, vor Büroausstattung bis zum Neujahrsempfang, nach. Diese Fragen will der neue SSB-Vorstand schriftlich beantworten.

Vorstand und Beisitzer des Stadtsportbundes Hagen

1. Vorsitzender: Reinhard Flormann, Stellvertreter: Peter Alexander, Willi Bögemann, Schatzmeisterin: Ursula Flormann, Seniorenbeauftragte: Leni Hildebrandt.

Vorsitzender Sportjugend: Frank Gaca.

Beisitzer: Heike Boese, Petra Buchholz, Christel Kipping, Michael Lohre, Ömür Turhan.

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