Prellball

Beim Prellball in Volmarstein steht Spaß im Vordergrund

Die Prellball Gruppe beim TV Volmarstein. 

Die Prellball Gruppe beim TV Volmarstein. 

Foto: Veronika Szary

Volmarstein.   Bei der Prellball-Gruppe des TV Volmarstein geht es um Freude an Bewegung und den Zusammenhalt der Gemeinschaft. Die Sportler suchen Nachwuchs.

Wolfgang Siebert steht konzentriert in der Turnhalle an der Köhlerwaldstraße und schlägt gekonnt mit der Faust gegen den Ball, der blitzschnell auf die andere Seite des Feldes fliegt und umgehend von der gegnerischen Mannschaft zurück geprellt wird. Schon landet der Ball wieder im Spielbereich von Wolfgang Siebert, der schon bereit für seinen nächsten Einsatz ist. Er prellt den Ball mit der Faust und gibt ihn an seinen Teamkollegen weiter. So geht es bei der Prellball-Gruppe des TV Volmarstein in hohem Tempo weiter.

Auf dem Spielfeld, das beim Prellball in der Mitte durch ein Netz in 40 cm Höhe geteilt ist, stehen sich die zwei Mannschaften gegenüber. Jedes Team besteht bei dem Sport aus vier Teilnehmern. Seit 38 Jahren spielt Wolfgang Siebert bereits Prellball und ist auch heute noch beim TV Volmarstein als Abteilungs- und Übungsleiter aktiv. Damals hatte ihn sein Nachbar zum Verein mitgenommen und er war sofort begeistert vom TV Volmarstein.

Prellball beim TV Volmarstein

„Mir hat der Umgang mit einer Gruppe vorher schon sehr gefehlt. Die Sportler waren bereits damals eine echte Gemeinschaft und sind es noch“, sagt der 78-Jährige und erklärt: „Prellball ist aus dem Turnen hervorgegangen. Das kommt mir entgegen und ist physisch nicht so stressig.“ Trotzdem hält der Sport die Gruppe fit und beweglich. Beim Prellball hat jede Mannschaft die Aufgabe, den Ball mit der Faust oder dem Unterarm so auf den Boden des Eigenfeldes zu prellen, dass er über das Netz ins Gegenfeld gelangt.

Lockere Regeln

Der Ball darf dabei nach jedem Spielerkontakt nur einmal auf den Boden aufprellen und muss spätestens nach der dritten Berührung wieder über das Netz gelangen. Die Volmarsteiner Gruppe ist bei den Regeln jedoch eher locker: „Wir sind da nicht so streng. Man darf den Ball zum Beispiel eigentlich nur nach unten schlagen. Wenn man ihn ein bisschen hebt, ist das gleich ein Fehler. Das sehen wir schon lockerer und nehmen das nicht ganz so genau. Denn bei uns geht es in erster Linie einfach um den Spaß und darum, miteinander Sport zu machen. Wir brauchen auch keine Pokale“, betont Wolfgang Siebert. 13:7“, ruft ein Spieler durch die Halle und prellt den Ball auf das gegnerische Feld. Und Pause. Jetzt kann Friedrich Schulte wieder Kraft sammeln. Seit 40 Jahren hält er dem Verein bereits die Treue. „Ich habe Spaß an der Bewegung und an der Kameradschaft. Prellball ist eine alte deutsche Sportart und war mal sehr beliebt. Heute spielen viele eher Volleyball oder Basketball. Aber wir freuen uns auch über junge Mitglieder, die sind immer herzlich willkommen bei uns“, sagt der 74-Jährige.

Für jedes Alter

Dass der Gruppe der Nachwuchs fehlt, betont auch Wolfgang Siebert. „Der Sport ist für jedes Alter geeignet, die Bandbreite ist da unheimlich groß. Unser ältester Teilnehmer ist 83. Man kann also in jedem Alter einsteigen und einfach mitmachen“, sagt er und betont: „Aber auch für junge Leute ist das ein toller Sport. Wir würden uns freuen, wenn sich auch Jüngere für Prellball begeistern und die Gruppe auch in den nächsten Jahren weiter am Leben halten“

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