Borgensport

Beim TuS wird der Bogen nicht überspannt

Rolf Gertner (grünes Oberteil) vom TuS Wengern zeigt Kursteilnehmer Alexander Papen, wie man den Bogen richtig spannt

Rolf Gertner (grünes Oberteil) vom TuS Wengern zeigt Kursteilnehmer Alexander Papen, wie man den Bogen richtig spannt

Foto: Joel Klaas

Wetter.   Bogenschützen-Kurse des TuS Wengern sorgen für stetiges Wachstum der Abteilung. Fokus liegt auf der Gemeinschaft

„Der Bogensport ist am Ende ein Kampf mit sich selbst“, scherzt Uwe Müller. Der Abteilungsleiter der Bogenschützen des TuS Wengern kann im ersten Moment gar nicht genau beschreiben, was seine Leidenschaft für die ungewöhnliche Sportart genau ausmacht. „Man muss es selbst ausprobiert haben, um zu verstehen, was die Faszination und Leidenschaft für das Bogenschießen ausmacht“, so Müller. Gelegenheit dazu bieten die TuS-Schützen auch externen Interessierten in verschiedenen Kursen, die der Verein zwei Mal jährlich anbietet. Und die vergangenen Jahre beweisen: Durch die Kurse des TuS Wengern finden immer mehr Leute aus dem Stadtgebiet gefallen am Bogenschießen.

Das freut natürlich nicht nur Kursleiter Uwe Müller persönlich, sondern vor allem die wachsende Abteilung und den Verein. „Momentan haben wir etwa 75 Mitglieder in unserer Abteilung. Einige davon haben mal bei einem unserer Bogenkurse teilgenommen und sind dann langfristig dabei geblieben“, erklärt Müller. Die Teilnahme am Bogenkurs soll jedoch auf keinen Fall als Zwang verstanden werden, im Anschluss in die Abteilung eintreten zu müssen: „Das stand bei der Überlegung nie im Vordergrund. Primär wollen wir den Teilnehmern die Grundlagen der Sportart beibringen. Dabei stellen wir den Sicherheitsaspekt in den Vordergrund und achten genau auf die richtige Bewegung“, erklärt Müller.

TuS setzt auf Qualität im Training

Bei Anwendung der falschen Technik birgt der Sport nämlich „erhebliche Risiken für die Gesundheit des Schützen“, weiß Müller. „Auf den Bezirksmeisterschaften habe ich zuletzt einen Schützen getroffen, der sich über Youtube-Videos das Bogenschießen beigebracht hatte. Die Technik war jedoch vollkommen falsch. Die Konsequenz ist jetzt, dass seine Schulter kaputt ist und er den Sport nicht mehr ausüben kann“, so der TuS-Abteilungsleiter. Umso wichtiger ist die Betreuung durch Übungsleiter, welche die richtigen Hinweise im Grundlagen-Kurs geben können. „Wichtig ist uns die Qualität der Basis-Ausbildung. Darauf legen wir sehr viel Wert“, so der ausgebildete Bogensport-Trainer.

„Selbst wenn die Teilnehmer des Kurses dann nicht in den Verein kommen, sehen andere: ‘Beim TuS kann man was lernen’“, erklärt Müller. „Wenn die Teilnehmer dann Freunden und Bekannten Gutes von unserem Kurs erzählen, ist das langfristig viel mehr Wert, als eine Neuanmeldung“, weiß der langjährige Bogensportler. „Über die Mundpropaganda sind schon ganz viele Leute auf uns zugekommen und haben am Grundlagen-Kurs teilgenommen“, freut sich Müller über die Entwicklung seiner Abteilung.

„Wir schätzen die Geselligkeit“

In den zurückliegenden sechs Terminen sollte der Fokus abseits von Pfeil und Bogen jedoch „auch auf dem sozialen Aspekt liegen. Es ist immer förderlich, wenn man den Sport gemeinsam betreibt, auch wenn es sich beim Bogenschießen natürlich um eine Individualsportart handelt“, weiß Müller. Nach dem Abschlusstermin in der vergangenen Woche setzten sich die Teilnehmer in geselliger Runde zusammen, die Abteilung lud die Teilnehmer zum Abschlussgrillen ein. „Als Bogenschütze muss man nicht automatisch ein Eigenbrötler sein. Wir im Verein schätzen die Geselligkeit und Gemeinschaft“, so der Abteilungsleiter. „Wir haben unser wöchentliches Training und einmal im Monat unseren Bogenstammtisch. Im Bogenschießen ist es wie in anderen Sportarten auch: in Gemeinschaft macht es einfach mehr Spaß“, erklärt der Abteilungsleiter.

Aus dem aktuellen Kurs bleiben nach aktuellem Stand wohl wieder zwei Neumitglieder dem Bogensport treu. Einer davon ist der erst zwölfjährige Alexander Papen. „Es freut uns natürlich, dass auch jüngere Leute an unserer Sportart gefallen finden. Hoffentlich kommen weitere dazu“, so Müller.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben