Phoenix Hagen

Besuch in Heidelberg: Eine Arena, die für Hagen passen würde

Den Hagenern Reiner Eickelmann, Stefan Wortmann, Dietmar Schneider, Markus Dicke, Christoph Külpmann, Björn Brückmann, Wolfgang Röspel (v.li.) und Martin Erlmann (re.) zeigte Matthias Lautenschläger die Heidelberger Arena-Baustelle.

Den Hagenern Reiner Eickelmann, Stefan Wortmann, Dietmar Schneider, Markus Dicke, Christoph Külpmann, Björn Brückmann, Wolfgang Röspel (v.li.) und Martin Erlmann (re.) zeigte Matthias Lautenschläger die Heidelberger Arena-Baustelle.

Foto: Phoenix Hagen

Heidelberg/Hagen.   Vor dem Phoenix-Spiel besuchte eine Hagener Delegation in Heidelberg die Baustelle der neuen Arena. Und empfand sie als vorbildlich für Hagen.

Nicht nur das Basketball-Spiel von Zweitligist Phoenix Hagen bei den MLP Academics sah sich eine Gruppe Hagener in Heidelberg an. Eine fachkundige Abordnung um den Phoenix-Vorstand Wolfgang Röspel besuchte zudem die Baustelle der neuen Heidelberger Großsporthalle. Nahe eines ehemaligen amerikanischen Militärgeländes wird dort eine 5000 Zuschauer fassende neue Arena für 28 Millionen Euro gebaut, in der die Academics-Basketballer und teilweise die Bundesliga-Handballer der Rhein-Neckar Löwen spielen sollen. Ab Frühjahr 2020 soll hier gespielt werden können. „Die Halle hat absoluten Vorbild-Charakter für Hagen“, befand Reise-Organisator Martin Erlmann. Die Realisierung der Heidelberger Arena, zu dieser Erkenntnis gelangte die Gruppe, sei beispielhaft auf die Situation und Planungen in Hagen übertragbar.

Mathias Lautenschläger, Geschäftsführer der MLP Academics Heidelberg, erläuterte den Hagenern Bauweise, Ausstattung und Funktionalität der multifunktionalen Großsporthalle. Auch Fragen der Auslastung mit Veranstaltungen außerhalb der Sportevents und die Wirtschaftlichkeit wurden diskutiert. Probleme der verkehrlichen Erschließung und der Bereitstellung erforderlicher Parkflächen sowie die Anbindung an den ÖPNV wurden gelöst. Städtische Tochtergesellschaften bauen und betreiben in Heidelberg die Halle. „Mit dem Besuch wollen wir das Thema neue Halle in Hagen wieder etwas puschen“, sagte Erlmann, „die Konzepte in Heidelberg sind richtig gut.“ Vorrangig sei nun die Suche nach einem geeigneten Baugrund.

Stadt hält "Westside-Areal" für Gewerbezwecke frei

Zuletzt hatte sich Detlef Spruth, Vorsitzender des Handball-Zweitligisten VfL Eintracht Hagen, skeptisch gezeigt, was die Realisierung der von ihm geplanten Halle angeht. Nach dem Vorbild der Ballsportarena Dresden wollte er für etwa 20 Millionen Euro eine Multifunktionshalle bauen, in der Eintracht-Handballer und Phoenix-Basketballer spielen sollen. Das favorisierte „Westside-Areal“ am Hauptbahnhof allerdings hält die Stadt ausschließlich für Gewerbezwecke frei. Am stattdessen vorgesehenen Gelände am Ischeland - zuletzt war der „Käfig“-Sportplatz neben der Krollmann Arena Thema - sah Spruth wegen der Lärmschutz-Einschränkungen für den Hallen-Betreiber im WP-Interview vor Monatsfrist keine Realisierungs-Chancen.

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