Handball

Bundesliga im Jahr 2021 ist bei Eintracht Hagen Ziel

Der VfL Eintracht Hagen eröffnet seine neue Geschäftsstelle. Unser Bild zeigt Michael Neß und Joachim Muscheid, Geschäftsführer der Management GmbH, Eike Weinberg, bald für Marketing zuständig, Geschäftsstellenleiterin Kirsten Müller, Ralf Wilke, Rainer Friedrichs und Detlef Spruth vom VfL-Vorstand (v.li.).

Der VfL Eintracht Hagen eröffnet seine neue Geschäftsstelle. Unser Bild zeigt Michael Neß und Joachim Muscheid, Geschäftsführer der Management GmbH, Eike Weinberg, bald für Marketing zuständig, Geschäftsstellenleiterin Kirsten Müller, Ralf Wilke, Rainer Friedrichs und Detlef Spruth vom VfL-Vorstand (v.li.).

Foto: Axel Gaiser

Hagen.   Handball-Zweitligist Eintracht Hagen bezieht eine neue Geschäftsstelle. Dort nennt Klubchef Detlef Spruth den Bundesliga-Aufstieg 2021 als Ziel.

Der Jahresbeginn ist ein beliebter Zeitpunkt, Ziele - altbekannte und neue - zu formulieren. Detlef Spruth, Vorsitzender von Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen, nutzte dazu den Neujahrsempfang, mit dem die Eröffnung der neuen Vereins-Geschäftsstelle im Stadtzentrum gefeiert wurde. „Perspektivisch wollen wir den Blick nach vorn richten und in die Bundesliga aufsteigen“, sagte Spruth - und nannte einen konkreten Termin: „Ich habe da das Jahr 2021 im Blick. Dann feiert der Handball bei Eintracht 100-jähriges Bestehen, einen schöneren Anlass könnte es nicht geben.“

Mit dem Umzug in die neue VfL-Geschäftsstelle in der Körnerstraße 40 - über dem Mark-E-Eingang - macht der Wehringhauser Traditionsverein anhaltendes Wachstum und Professionalisierung deutlich. „Das ist jetzt ein Quantensprung, den wir vollziehen“, zeigte sich Spruth überzeugt - und erinnerte an bisherige Vereinsräume im angestammten Stadtteil. „Früher hatten wir ein sechs Quadratmeter großes Zimmerchen, in das ein kleiner Schreibtisch passte. In der Lange Straße waren es dann zwei Räume mit der Toilette die Treppe hoch.“ Doch die Herausforderungen in der 2. Bundesliga seien nur mit zusätzlichem Personal zu bewältigen, dazu reichten die bisherigen Räume nicht mehr aus. In Wehringhausen wäre man gern geblieben, eine ins Auge gefasste leerstehende Gaststätte habe der Vermieter aber nicht renovieren wollen.

Acht Räume in Geschäftsstelle

So zog man - auf Vermittlung des benachbarten Hauptsponsors Udo Krollmann - nun in die Hagener City. Dabei war eigentlich eine kleinere Geschäftsstelle geplant, aus Brandschutzgründen ließ sich aber eine vorgesehene Wand nicht ziehen. Die nun vorhandenen acht Räume teilen sich die Vereins-Geschäftsstelle um Leiterin Kirsten Müller, die für den Profibetrieb zuständige Management GmbH mit den Geschäftsführern Joachim Muscheid, Hartmut Sommer und Michael Neß und die Handball-Förder gGmbH, die sich um Jugend und Breitensport kümmert. „Die Räume sind ein bisschen größer geworden“, räumte Spruth ein: „Aber lieber zu große Kleider, in die man noch reinwächst, als zu kleine, aus denen man herausgewachsen ist.“

Denn wachsen will man bei den Grün-Gelben weiter - auch sportlich. „Es wäre schön, wenn der Klassenerhalt schon jetzt in trockenen Tüchern wäre, wir müssen die 2. Liga halten“, betonte der Klubchef beim Neujahrsempfang mit geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung und Sponsorbereich. Perspektivisch wolle man dann - am liebsten schon 2021 - in die Bundesliga, sagte Spruth. Und fügte mit Blick auf das anwesende Zweitliga-Team, das beim Umzug der Geschäftsstelle mit angepackt hatte, hinzu: „Auch wenn ich damit jetzt einige Herren unter Druck setze, aber sie sind ja Druck gewohnt.“

Sabljić nicht mehr im Kader

Die Mannschaft um Trainer Niels Pfannenschmidt, der nach einer Knie-Operation noch gehandicapt ist, war direkt vom Athletiktraining zum Neujahrsempfang gekommen. Am Freitag hatte sie mit Konditions-Tests die Vorbereitung auf die am 9. Februar startende Rückserie aufgenommen. „Alle sind gut in Schuss“, hob der Coach hervor, der erstmals mit komplettem Team trainieren kann. Denn die lange verletzten Julian Renninger und Jonas Dell mischen wieder mit, der Vertrag von Stanko Sabljić ist ausgelaufen, der Kreisläufer gehört nicht mehr zum Kader.

„Jetzt müssen wir sehen, beide wieder so gut zu integrieren wie das bei Jan-Lars Gaubatz nach seinem Kreuzbandriss funktioniert hat“, sagte Pfannenschmidt. Um viel ausprobieren zu können, werde man nur interne Trainingsspiele gegen ASV Hamm-Westfalen, TuS Volmetal und SG Menden Sauerland bestreiten. „Eigentlich spielen wir eine ordentliche Saison, haben mehr Punkte als im Vorjahr zu dieser Zeit - und sind doch nur zwei Zähler von den Abstiegsplätzen entfernt“, verwies der VfL-Coach auf die enge Tabellensituation und räumte ein: „Gerade daheim haben wir die Chance verpasst, uns abzusetzen, da fehlte eine gewisse Stabilität. Aber wir waren immer da, wenn es darauf ankam.“ Das wird weiter notwendig sein, um die Klasse zu halten. Und die Basis für höhere Ziele zu legen.

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