Basketball

Dank Dreier und Ward: Phoenix Hagen gewinnt in Schwenningen

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Marquise Moore (rechts) lenkt den Aufbau von Phoenix Hagen.

Marquise Moore (rechts) lenkt den Aufbau von Phoenix Hagen.

Foto: Miclas Haasis / @miclashaasisfotografie

Schwenningen.  Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen gewinnt das erste Spiel der neuen ProA-Saison in Schwenningen. Karrington Ward ist der Mann des Spiels.

Eigentlich ist Marquise Moore nicht als Punktelieferant bekannt, schon gar nicht von jenseits der Dreierlinie. Der Aufbauspieler von Phoenix Hagen hatte beim ersten Spiel der neuen ProA-Saison bei den Panthers Schwenningen lange, lange keine Zähler auf dem Konto, aber als es so richtig drauf ankam, da war der US-Guard zur Stelle. Moore versenkte in der 38. Minute den wichtigsten Drei-Punkte-Wurf der Partie zum 59:69 – und damit war der erste Sieg im ersten Spiel besiegelt. Phoenix gewann in Baden-Württemberg mit 63:78 (25:34).

Das spektakuläre Ausrufezeichen mit der Schlusssirene setzte der überragende Hagener Flügelspieler Karrington Ward (23 Punkte) per Alley-Oop nach perfektem Zuspiel von Paul Giese. Die Westfalen gingen trotz noch vieler Defizite im eigenen Spiel gegen ein arg dezimiertes Schwenninger Team als verdienter Sieger vom Basketballfeld. Vor allem, weil sie von außen 45 Prozent ihrer Würfe trafen und in den Schlussminuten starke Nerven bewiesen.

Schwieriger Start beider Mannschaften

Acht Minuten und 23 Sekunden dauerte es, bis Phoenix Hagen den ersten Feldkorb der neuen Saison erzielte. Shawn Occeus versenkte einen Dreier zum 8:7 aus Sicht der Gastgeber (8.). Erstaunlich war es, dass die Hagener trotz offensiver Dürre nur knapp zurücklagen, aber auch bei Schwenningen lief nicht viel zusammen. Das lag vornehmlich an der energischen Defense sowie der soliden Reboundarbeit des Phoenix-Teams. Aber dann lief es auch im Angriff endlich besser. Nachdem Giese sich auf den Boden schmiss und einen Ballgewinn erkämpfte, streute der Guard vorne den Drei-Punkte-Wurf zum 10:18 (12.) ein. Schwenningens Trainer Alen Velcic schimpfte wütend und bat seine Mannschaft zur Auszeit.

Jetzt kamen auch die Hausherren besser ins erste Saisonspiel, gefielen in Person von Lennart Larysz mit aggressivem Zug zum Korb, während Phoenix weiter von außen einstreute. Letzteres galt insbesondere für den bestens aufgelegten US-Flügel Ward, der in der 18. Minute einem Dunking noch einen Dreier folgen ließ (25:34). Die Panther bisschen sich die Zähne an der Hagener Verteidigung aus, allerdings konnte Phoenix die Führung bis zur Halbzeit nicht weiter ausbauen, weil in einer statischen Offensive nicht viel mehr als die Distanzwürfe funktionierten.

Phoenix lässt Schwenningen wieder herankommen

Aus der Kabine kamen die Hagener stark, gingen durch einen Layup von Marcel Keßen, der von den Panthers kaum vom Korb wegzuhalten war, schon mit 29:43 in Front (23.). Doch dann verloren die Gäste den Faden. Schwenningen verteidigte eine unkreative Hagener Offense effektvoll, während vorne Raiquan Clark nicht mehr zu bremsen war. Sechs Punkte erzielte der US-Amerikaner in Folge zum 44:47 (27.). Auch Quatarrius Wilson fand nun besser ins Spiel – der hart erarbeitete Phoenix-Vorsprung schmolz dahin.

Das letzte Viertel war hart umkämpft, und offensiv blieben die Verhältnisse ähnlich: Phoenix behauptete sich mit Distanzwürfen, während Schwenningens US-Amerikaner am Brett nur schwer zu stoppen waren. Aber in den Schlussminuten überzeugte auch Hagen in Korbnähe. Nach einem verworfenen Dreier von Occeus legte Karrington Ward zum 58:64 nach (37.), ehe nur sechs Sekunden später der Ball wieder in Phoenix-Händen landete.

Marquise Moore legte auf Occeus ab, der locker zum 58:66 reinstopfte. Nach einer Auszeit der Gastgeber war es dann ausgerechnet der bis dahin punktlose Moore, der mit einem Dreier zum 59:69 für die Vorentscheidung sorgte (38.). Die Phoenix-Bank feierte ein paar Angriffe später den nächsten Distanzwurf Moores (61:75), ehe sie bei Wards Alley-Oop-Dunking ausflippten. Der erste Hagener Sieg war besiegelt.

Phoenix: Occeus (13), Giese (10), Keßen (14), Daubner (8), Ward (23), Penteker, Spohr (0), Moore (6), Moreaux (2), Baumann (2).

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