Ringen

Darum zeigen die Herdecker Ringer starke Oberliga-Saison

Herdecker Ringer Szabolcz Lakatos

Herdecker Ringer Szabolcz Lakatos

Foto: TSG

Herdecke.  Die Oberliga-Ringer erleben eine bittere Niederlage in Kirchlinde. Trotzdem ist Holger Nowakowski stolz über die Entwicklung der Herdecker.

„So etwas habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, sagt Holger Nowakowski. Der Trainer der TSG Schwerathletik Herdecke ist nach dem Kampf gegen Kirchlinde fassungslos. Die Herdecker Oberliga-Ringer haben im „Hexenkessel“ von Kirchlinde mit 19:25 verloren. „Das war eine ganz blöde Niederlage“, betont Nowakowski, der eine Gewichtsklasse frei lassen musste, da Jannik Wirth nicht zur Verfügung stand.

„Von neun Kämpfen haben wir fünf auf der Matte gewonnen. Aber fünf auf Schulter verloren. Das kann man dann nicht mehr aufholen“, so der Coach. Alle Athleten, die auf Schultern verloren haben, führten laut Nowakowski ihre Duelle nach Punkten souverän. „Eine Katastrophe. Wahrscheinlich wollten wir zu viel“, resümiert der Trainer. Und das aus gutem Grund.

Starke Leistungsträger

Denn bisher haben die Herdecker Ringer eine starke Leistung in der Oberliga Saison gezeigt. Vor allem Szabolcs Lakatos ist mit sieben Siegen in sieben Kämpfen ein Leistungsträger der Herdecker Mannschaft. Auch in Kirchlinde hat er in seinem Duell gegen Silas Grimm mit einem 5:0-Sieg überzeugt. „Er ist ein Topscorer. Ich setzte ihn meistens im Freistil ein, obwohl eigentlich der griechisch-römische Stil sein Spezialgebiet ist. Trotzdem zeigt er eine starke Leistung.“ Und das ist laut Holger Nowakowski besonders wertvoll für die Mannschaft, da Szabolcz Lakatos in der niedrigsten Gewichtsklasse als Erster startet: „Das ist psychologisch ganz wichtig, gerade auch für die Jungen. Wenn der erste Kampf läuft, steigert das direkt das Selbstbewusstsein der ganzen Mannschaft. Ansonsten würden die direkt unter Druck stehen, wenn es schon am Anfang schief geht.“

Erfolgreiche Jugendarbeit

Auch die Gewichtsklasse 130 Kilogramm ist laut Nowakowski mit Mohammad Alubaidi stark besetzt. Dazu haben einige Ringer aus Herdecke eine beeindrucke Entwicklung gezeigt. „Mehdi Shahsavari hat in Kirchlinde die beste Leistung in dieser Saison gezeigt, Nils Holk war wie immer gut und Same Sidique hat endlich gezeigt, was er kann. Auch der Neuzugang Andrej Kiselev war bei seinem Kampf hervorragend.“ Ein weiteren Grund für den positiven Trend der Herdecker Ringer sieht Nowakowski in der erfolgreichen Jugendarbeit. „Wir setzten bei der TSG auf junge Talente aus den eigenen Reihen. Und das zeigt Wirkung“, betont der Trainer.

Das Herdecker Eigengewächs Leo Lisin hat in Kirchlinde seine Kampf zwar verloren, gegen Essen-Dellwig in der Vorwoche aber eine überraschend starke Leistung gezeigt. „Damit haben wir nicht gerechnet. Es war zwar knapp, aber ein super Kampf“, betont Pressewart Reinhard Schlabs. Und auch Coach Holger Nowakowski lobt: „Das war ein unglaublicher Kampf von Leo. Er zeigt, dass er auch in seiner starken Gewichtsklasse gegen erfahrene Gegner sehr gut mithalten kann.“ Auch mit der Entwicklung von David Mkrtchyan ist Trainer Nowakowksi zufrieden.

Zuletzt siegt der erst 16-Jährige in Lünen. Jannik Wirth ist mit 15 Jahren der Jüngste der Mannschaft. „Er ist technisch gut. Aber bei ihm muss der Knoten noch richtig platzen. Aber ich bin mir sicher, dass das bald passieren wird.“ Dass die Ringer in dieser Oberliga-Saison bisher so eine starke Leistung zeigen, ist laut Trainer Holger Nowakowski auch dem guten Zusammenhalt innerhalb der Herdecker Mannschaft zu verdanken: „Egal wer auf der Matte steht, die ganze Mannschaft kommt mit zu den Kämpfen und feuert die Sportler auf der Matte dann an. Das ist schon unüblich und macht Eindruck. Es herrscht im Moment eine super Stimmung und das macht echt viel Spaß momentan.“

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