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Das Slalom-ABC zur Kanu-EM in Hohenlimburg

Yannick Wytelus, KC Hohenlimburg

Foto: Lutz Risse

Yannick Wytelus, KC Hohenlimburg Foto: Lutz Risse

Hohenlimburg.   Wichtige Fachbegriffe, Nachrichten und Lokalkolorit haben wir zur EM ab dem 16. August in unserem Kanu-Slalom-ABC einmal zusammengefasst.

Am kommenden Mittwoch, 16. August, wird mit der Eröffnungsfeier im Lennepark (19 Uhr) die U23- und Junioren-Europameisterschaft im Kanu-Slalom im Wildwasserpark Hohenlimburg eingeläutet. Wichtige Fachbegriffe, Nachrichten und Lokalkolorit haben wir in unserem Kanu-Slalom-ABC einmal zusammengefasst:


Awie Aufwärtstor: Diese müssen stromaufwärts durchquert werden und kostet die Fahrer unheimlich viel Kraft. Diese Tore sind in rot-weißer Farbe gekennzeichnet. Sechs Tore auf der Strecke müssen Aufwärtstore sein.


Bwie Bongardt: Jennifer Bongardt (heute Steinhart) ist eine der erfolgreichsten Hohenlimburger Kanutinnen gewesen. Sie wurde zweimal Weltmeisterin und einmal Europameisterin.

Cwie Canadier: Neben dem Kajak die zweite Bootsklasse. Hier kniet der Fahrer im Boot und bewegt sich mit einem Stechpaddel fort. Es gibt sowohl den Einer- als auch den Zweiercanadier. Letzterer ist ab 2020 nicht mehr olympisch, dafür aber der Einercanadier der Frauen.

Dwie DLRG: Die DLRG Ortsgruppe in Hohenlimburg ist bei Großereignissen auf der heimischen Kanustrecke immer dabei. Sollte ein Kanut Hilfe benötigen, ist sie sofort zur Stelle.

Ewie Eskimorolle: Die Eskimorolle muss jeder Kanut können. Das ist eine Methode, um ein gekentertes Kajak oder Canadier schnell und ohne aussteigen zu müssen wieder aufzurichten.

Fwie Fünfzig Strafsekunden: Das ist besonders bitter für einen Kanuslalom-Fahrer – wenn er ein Tor verfehlt, bekommt er diese Strafe aufgebrummt und kann sich eine vordere Platzierung von der Backe putzen.

Gwie Gerdes/Eckert: Holger Gerdes und Jan-Philip Eckert waren über viele Jahre das Aushängeschild des Kanu-Clubs Hohenlimburg. Ihr größter Erfolg war die Europameisterschaft im Teamwettbewerb.

Hwie Helm: Sicherheit geht vor; ohne Helm darf niemand auf die Strecke. An Naturstrecken wie in Hohenlimburg befindet sich an den Ufern Gestein, zusätzlich ist die Strecke sehr flach.

Iwie Ikone: Davon gibt es eine in Hohenlimburg - die Kanu-Ikone Siegfried Schulte. Kanu-Slalom in Hohenlimburg ist untrennbar mit dem Ehrenvorsitzenden und Trainer des KCH verbunden.


Jwie Jasmin Schornberg: Die Lippstädterin vertrat Deutschland bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London im Kanuslalom.


Kwie Kehrwasser: Oft eine böse Falle. Das sind Bereiche, in denen sich die Strömung flussaufwärts kehrt oder zumindest stark verlangsamt. Diese „Umkehr“ der Fließrichtung des Wassers wird durch Wirbelbildung hinter angeströmten Hindernissen in Fließgewässern hervorgerufen. Meist bauen hier die Kurssetzer Aufwärtstore ein.


Lwie Lenne: Der Fluss, der durch Hohenlimburg fließt. Unter der Stennertbrücke befindet sich der Wildwasserpark. Hier findet die Junioren- und U23-EM im Kanu-Slalom statt. Die Strecke ist Landesleistungsstützpunkt.

Mwie Mannschaft: Diesen Wettbewerb gibt es noch nicht so lange. Eine Mannschaft besteht aus drei Booten der gleichen Bootsklasse, die gleichzeitig die Strecke befahren. Die Fahrzeit wird gemessen vom Start des ersten bis zur Zielankunft des letzten Bootes. Die Strafsekunden jedes einzelnen Bootes werden zur Gesamtzeit addiert.


Nwie Naturstrecke: Der Wildwasserpark Hohenlimburg ist eine Naturstrecke. Bekannte Strecken wie der Augsburger Eiskanal oder der Kanupark Markkleeberg sind künstlich angelegt.

Owie Obstacles: Das sind mobile Hindernisse, die man auch auf der Hohenlimburger Kanustrecke deutlich sehen kann. Diese gibt es seit der Modernisierung der Strecke und machen sie für die Fahrer schwerer. Die Hindernisse können nach Belieben ausgebaut und verschoben werden.

Pwie Paddel: Davon gibt es zwei verschiedene Ausführungen – im Kajak - dort sitzt der Fahrer in seinem Boot - wird ein Doppelpaddel benutzt, im Canadier ein Stechpaddel.

Qwie Quälerei: Kanu-Slalom ist eine sehr kraftraubende Sportart. Konditions- und Krafttraining sind für alle Fahrerinnen und Fahrer unerlässlich.


Rwie Ruhrverband: Auf diesen baut der Kanu-Club Hohenlimburg. Die Zusage des Verbandes, dass aus der Bigge genug Wasser für die Europameisterschaften nach Hohenlimburg geleitet wird, liegt zum Glück schon lange vor.

Swie Start: Dort geht es los – wie bei der Leichtathletik auch. In bestimmten Zeitabschnitten fahren die Kanuten auf die Strecke. Zur Steigerung der Attraktivität findet bei Großveranstaltungen erst eine Qualifikation mit zwei Läufen statt. Ihr folgt ein Semifinale mit den 20 schnellsten Fahrern, das aus nur einem Lauf besteht. Die zehn schnellsten Fahrer des Halbfinales fahren das Finale (ein Lauf).

Twie Tore: Über die Strecke werden nach aktueller Regelung 18 bis 25 Tore verteilt, die entsprechend ihrer Nummerierung zu durchfahren sind. Die meisten Tore sind grün-weiß gekennzeichnete Abwärtstore. Diese sind in Fließrichtung zu durchfahren.

Uwie Urzeit: Gut, Urzeit ist es nicht, aber Geschichte. Am 8. Oktober 1932 fand das erste Slalom-Rennen auf einem Fließgewässer beim Rupperswiler Wehr auf der Aare (Schweiz) statt. Die Tore wurden mit Bojen markiert.

Vwie Vorfahrer: Die Streckenvorfahrer testen für die Hauptakteure die gesetzten Kurse. Das können in der kommenden Woche auch Nachwuchstalente aus Hohenlimburg sein.

Wwie Wildwasser: Mit Wildwasser bezeichnet man ein Gewässer mit schnellen Strömungen, starken Gegenströmungen, Wirbeln, Stromschnellen und zum Teil Wasserfällen. Letzteres gibt es beim Slalom natürlich nicht – Wildwasser ist im Deutschen Kanu-Verband eine eigene Sportart.

Xwie (fast) X-beliebiges Wetter: Kanuten sind hartgesottene Menschen – auch bei Minustemperaturen wird trainiert. Was sie im Winter trainingsmäßig versäumen, holen sie im Sommer nicht auf.

Ywie Yannick Wytelus: Nach wie vor einer der besten Fahrer beim KC Hohenlimburg sowie Übungsleiter und Jugendwart.

Zwie Zeitstrafe: Eine Zeitstrafe gibt es nicht nur, wenn der Kanut ein Tor auslässt. Eine Torstabberührung kostet zwei Strafsekunden und wird auf die Gesamtzeit mit aufgerechnet.

Zeitplan

Samstag, 12. August: ab 8 Uhr Training; Dienstag, 15. August: ab 8 Uhr Training; Mittwoch, 16. August: ab 8 Uhr Training; 19 Uhr Eröffnungsfeier im Lennepark; Donnerstag, 17. August: 11 Uhr: Beginn der Qualis U23-C2m, K1w, K1m und Junioren-C2m, K1w und K1m.

Freitag, 18. August: 11.30 Uhr: Qualis U23-C1w, C1m und Junioren C1w und C1m; 14 Uhr: Finale Teamläufe; Samstag, 19. August: 11 Uhr: Halbfinalrennen, 15 Uhr Finale, (Klassen siehe Donnerstag); Sonntag, 20. August: 11 Uhr: Halbfinale, 14 Uhr Finale, (Klassen siehe Freitag).

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