Federfußball

David Zentarra in Einzelrangliste deutscher Dominator

Nach langer Verletzungspause aktuell wieder der Dominator im deutschen Federfußball: David Zentarra vom FFC Hagen.

Nach langer Verletzungspause aktuell wieder der Dominator im deutschen Federfußball: David Zentarra vom FFC Hagen.

Foto: Karsten-Thilo Raab

Hagen,   Nach langer Verletzungspause hat David Zentarra wieder zu einstiger Stärke zurückgefunden. Dabei sieht der Dominator selbst noch Luft nach oben.

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Die Form, in der sich David Zentarra seit seinem Comeback im Februar präsentiert, ist grandios. Der Federfußball-Europameister von 2014 trumpft nach seiner schweren Knieverletzung und zweieinhalbjähriger Zwangspause bärenstark auf. Beim dritten DFFB-Einzelranglistenturnier der Saison trug sich der 27-Jährige aus Reihen des gastgebenden FFC Hagen zum dritten Mal souverän in die Siegerliste ein und steht unangefochten auf Platz eins der deutschen Rangliste.

Platz zwei ging an seinen jüngeren Bruder Christopher Zentarra vor dem deutschen Einzelmeister Philip Kühne von Flying Feet Haspe. Bei den Damen wurde Nationalspielerin Franziska Oberlies vom TV Lipperode ihrer Favoritenstellung gerecht. Auf den Plätzen zwei und drei folgten hier Jung-Nationalspielerin Birgit Woermann vom TV Lipperode und Nachwuchstalent Patricia Kovacs von Flying Feet Haspe.

Die Akzente in der Käthe-Kollwitz-Sporthalle setzte insbesondere David Zentarra. Im Anschluss an die Vorrunde schaltete er im Achtelfinale den deutschen A-Jugendmeister Arne Twer (FFC Hagen) locker mit 21:9, 21:4 aus, um dann im Viertelfinale Sem Kostrewa von CP Gifhorn mit 21:17, 21:16 auf Distanz zu halten. Beim 19:21, 21:12, 21:8 im Halbfinale gegen Noah Wilke vom Cronenberger BC gab es den einzigen Satzverlust für Zentarra im gesamten Turnierverlauf. Davon unbeeindruckt entschied der zweimalige WM-Dritte das Bruderduell im Endspiel gegen Christopher Zentarra klar mit 21:13, 21:12 für sich.

„Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich nach so langer Pause die ersten drei Ranglistenturniere des Jahres gewinne“, gibt der FFCer zu, der am Samstag seinen 28. Geburtstag feiert. „Das freut mich natürlich sehr und ist der Lohn für harte Arbeit. Ich weiß gar nicht, wie viele Kilometer ich in der Reha Fahrrad gefahren bin. Ganz der alte bin ich aber noch nicht wieder, da ist noch Luft nach oben.“

Christopher Zentarra hatte sich zuvor im Halbfinale gegen WM-Teilnehmer Philip Kühne knapp mit 22:20, 14:21, 21:18 durchgesetzt. Im kleinen Finale hatte Philip Kühne in der Neuauflage des letztjährigen DM-Endspiels mit 21:15, 15:21, 21:18 die Nase vorne gegen Noah Wilke. Im Spiel um Platz fünf bezwang Sem Kostrewa (CP Gifhorn) Max Duchene vom FFC Hagen mit 21:9, 21:19. Platz sieben ging an Thore Riepe (Flying Feet Haspe) vor Florian Krick und Arne Twer (beide FFC Hagen). Der C-Jugendliche Yong-Kang Wong (FFC) glänzte mit einem starken zwölften Platz, während sein Vereinskollege Detlev Stegmann als 18. gewertet wurde. Claus Jägers (Haspe) belegte bei seinem Debüt Rang 19.

Gute Probe für WM in Frankreich

Bei den Damen landete die Hasperin Franziska Oberlies, die mit Blick auf die WM in Frankreich in diesem Jahr mit einigen anderen Nationalspielerinnen für den TV Lipperode aufläuft, erwartungsgemäß auf Platz eins. Neben ihr durften Birgit Woermann (TV Lipperode) und Patricia Kovacs (FF Haspe) als Zweit- und Drittplazierte auf dem Treppchen Platz nehmen, während Kathrin Schlomm (FFC Hagen) nur der undankbare vierte Rang blieb. Platz fünf sicherte sich die Hasperin Lina Marie Kurenbach im Trikot des TV Lipperode, während die Nachwuchstalente Jolin Tresp und Marie Jägers von Flying Feet Haspe die Plätze sieben und acht belegten.

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