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„Der größte Anführer, den ich je hatte“

Mit Malte Schwarz, Quentin Pryor, Thomas Dreesen, Chase Griffin, Josh Mueller, Yannick Opitz und Kris Schwarz feierte Matthias Grothe als Kapitän 2009 den Bundesliga-Aufstieg.

Foto: KLEINRENSING, Michael

Mit Malte Schwarz, Quentin Pryor, Thomas Dreesen, Chase Griffin, Josh Mueller, Yannick Opitz und Kris Schwarz feierte Matthias Grothe als Kapitän 2009 den Bundesliga-Aufstieg. Foto: KLEINRENSING, Michael

Hagen.   Die Nachricht vom Tode Matthias Grothes sorgte für eine Welle der Anteilnahme aus aller Welt in den sozialen Netzwerken. Reaktionen:

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Die Nachricht vom Tod von Matthias Grothe sorgte nicht nur in Hagen und Iserlohn für tiefe Trauer. Eine Welle der Anteilnahme aus ganz Basketball-Deutschland und weit darüber hinaus in den sozialen Netzwerken war die Folge. Nationalspieler Per Günther, der mit Grothe zu Beginn seiner Profikarriere bei Phoenix zusammenspielte, etwa twitterte: „Diese kack s/w Fotos von dir zu sehen, ist schrecklich. In meinem Kopf bleibst du für immer Brusttrommler. Silberrücken. Grothzilla. Legende.“ Und besonders frühere Mitspieler aus den USA machten deutlich, wie viel ihnen „Matze“ bedeutet hat.

Die ersten vier Phoenix-Jahre bildete US-Center Adam Baumann mit Grothe ein Gespann unter den Körben. „Matthias war einer der größten Wettbewerber, denen ich jemals begegnet bin, und mit Abstand der größte Anführer, den ich je hatte“, würdigte der mittlerweile in Arizona als Feuerwehrmann arbeitende Baumann: „Er stellte seine Familie vor alles andere und sobald du sein Teamkollege warst, warst du seine Familie.“ Auch Landsmann Chase Griffin, der später mit Grothe in die Bundesliga aufstieg, bezeichnete diesen als „Vorbild höchster Integrität“, der ihn gelehrt habe, Profi zu sein: „Ein Mann, zu dem ich täglich aufsah, ob wir Freitagabend in seinem Haus Poker spielten oder auf dem Platz einen Sieg einfahren mussten.“

Ebenso wie Quentin Pryor („Ich bin sehr gesegnet, dass ich dich treffen, spielen und von dir lernen konnte“) äußerte sich auch Zach Freeman: „Matthias war alles, was ich anstrebte und noch mehr. Er hat mir gezeigt, wie man antritt und wie man gewinnt. Seine Hingabe an Hagen und Iserlohn war unübertroffen.“ Neben Jacob Burtschi, der sich an Pokernächte mit Chips und Süßigkeiten erinnerte, meldeten sich auch Weggefährten aus Brandt-Zeiten wie Bryan Christiansen, Ryan Fletcher, Rick Stafford oder Hansi Gnad zu Wort. Als Mentor, Coach und Freund würdigten die aktuellen Erstligaspieler Niklas Geske, Fabian Bleck und Marcel Keßen („Du hast mich mein halbes Leben lang begleitet und mir täglich dabei geholfen, mich zu einem besseren Menschen zu machen“) ihren langjährigen Trainer, während Basketballbund-Präsident Ingo Weiss betonte: „Matthias war ein toller Mensch und dem Basketball immer mit vollem Herzen und großer Begeisterung verbunden.“

Tiefe Betroffenheit herrschte aber auch jenseits des Basketballs. Etwa bei Navid Nouri, der hervorhob, wie Grothe ins Flüchtlingsheim nach Altenhagen gekommen sei und den Bewohnern eine wöchentliche Trainingseinheit angeboten habe: „Du bist in unserem Herzen sehr wertvoll und eine Legende.“

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