Kanu

Der Praxistest: Zum ersten Mal im Kanu auf dem Harkortsee

Praxistest: Mitarbeiter Fabian Vogel steigt beim Einsteigerkurs des KC Wetter ins Boot

Praxistest: Mitarbeiter Fabian Vogel steigt beim Einsteigerkurs des KC Wetter ins Boot

Foto: KC Wetter / Fabian Vogel

Wetter.  Etwas Mut und ganz viel Spaß – Mitarbeiter Fabian Vogel testet den Einsteigerkurs beim KC Wetter. Das hat er gelernt.

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Etwas wacklig ist die ganze Angelegenheit, so ganz sicher bin ich mir nicht, auch wenn die Profis vom KC Wetter mir das richtige Einsteigen in das Kanu ganz genau erklärt haben. Wer eher einem Ball hinterherjagt, als sich in einem Boot im Wettrennen zu duellieren, der ist eben nicht ganz so affin für Sport auf dem Wasser. Um das zu ändern, darf ich beim Einsteigerkurs des Kanuclubs am Harkortsee ins Boot steigen – am Ende des Tages sollte sich die Unsicherheit hoffentlich gelegt haben.

„Das sieht doch schon ganz gut aus“, ruft mir Tanja Hirscher zu. Sie ist Wanderwartin beim KC Wetter, also zuständig für die eher gemütlichen und längeren Touren im Boot. Gewiss will sie mir nur Mut zusprechen, also drehe ich ich zu ihr um und möchte mich für das Lob bedanken – aber das ist ein Fehler. Wenige Sekunden später zeigt die Spitze meines Kanus auf einmal in eine ganz andere Richtung als von mir gewünscht. „Am besten ist, wenn man sich nicht dreht mit dem Oberkörper“, sagt Rainer Nowicki, erster Vorsitzender bei den Wetteraner Kanuten.

Deutlich geschickter stellen sich die jüngeren Teilnehmer bei dem Einsteigerkurs an. Immer wieder rauschen sie an mir vorbei, sie scheinen die Richtung immer beizubehalten. Da ist der Ehrgeiz natürlich gepackt, schließlich will ich im Vergleich zu den Kindern auch mithalten. Die ersten Paddelschläge gelingen, ich nehme Fahrt auf. Und drehe mich nach wenigen Augenblicke erneut.

Keine Angst vor dem Wasser

Als Rainer Nowicki meinen lautstarken Ärger darüber wahrgenommen hat, paddelt er schnell zu mir rüber. „Es braucht ein wenig, bis man das Fahren beherrscht. In der Regel lernt man das aber in ein bis zwei Tagen“, sagt er.

Angst davor, im Wasser zu landen, ist dabei fehl am Platz. Gerade der Harkortsee in Wetter hat eine hervorragende Wasserqualität, die grünen Algen zeugen von einem gesundem Gewässer, wie ich bei dem Kurs lerne. Wenn jemand also mal im Wasser landet, braucht er oder sie keine Angst vor Krankheiten haben.

Schon einmal eine Sorge, die mir genommen wurde. Dabei brauchte ich die gar nicht haben, schließlich erklärten Nowicki und Kollegen im Vorfeld, wie ich am stabilsten im Boot sitze. „Du musst mit den Knien nach außen drücken“, sagt Dirk Ludwig. Der Kanute zeigt mir am Ufer, wie ich im Boot sitzen sollte, und wie ich das Paddel halten muss. Ideal ist es, die Hände in etwa so breit wie die eigenen Schulter anzufassen. Außerdem, so rät mir Nowicki wenige Minuten später nach einem erneuten Dreher, sollte das Paddel nicht zu fest, nicht zu verkrampft gehalten werden. „Ansonsten bekommst du schnell Probleme mit den Handgelenken“, sagt Jutta Fuhrmann, ebenfalls Mitglied beim KC Wetter. Sie ist schon viele Wandertouren gefahren und weiß entsprechend, was es beim Paddeln zu beachten gilt.

Das Aussteigen klappt schon besser

Nach den ersten Stunden auf dem Wasser steht für mich fest: Kanufahren macht richtig Laune, die ersten gelernten Erkenntnisse gilt es in Zukunft nun zu wiederholen. „Wir sind ein Verein für jedermann, neue Gesichter sind herzlich willkommen“, sagt Rainer Nowicki. Kurze Zeit später steige ich aus dem roten Boot, das klappt schon mal deutlich stabiler als das Einsteigen. Schnell noch das Boot zum Trocknen vor das Bootshaus legen, bevor es dann zum gemütlichen Teil des Nachmittags übergeht. Wobei auch das Kanufahren alles andere als ungemütlich war.

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