Faustball

Deutscher Vizemeister! TSV Hagen 1860 feiert in Brettorf

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Feiern sich für die deutsche Vizemeisterschaft: Die Faustballer des TSV Hagen 1860.

Feiern sich für die deutsche Vizemeisterschaft: Die Faustballer des TSV Hagen 1860.

Foto: Rouven Schönwandt / DFBL

Brettorf/Hagen.  Die Bundesliga-Faustballer des TSV Hagen 1860 gewinnen bei der Deutschen Meisterschaft die Silbermedaille. Warum das Turnier ein Kraftakt war.

Sie rutschten mit ihren Oberkörpern über den Rasen, sprangen vorm Zuschauerblock hoch und ließen sich von ihren schwarz-gelben Fans feiern: Die Bundesliga-Faustballer des TSV Hagen 1860 haben das Finale um die deutsche Feld-Meisterschaft zwar mit 0:3 (7:11, 9:11, 9:11) gegen den übermächtigen TSV Pfungstadt verloren, waren am Ende eines hochklassigen Turniers in Brettorf dennoch glücklich. Silbermedaille, deutscher Vizemeister – für die Hagener ein Riesenerfolg.

TSV 1860 „super happy“ mit dem Ergebnis

„Wir sind zum ersten Mal mit dem klaren Ziel zur DM gefahren, eine Medaille zu gewinnen“, sagte TSV-Kapitän Ole Schachtsiek nach dem verlorenen Endspiel ins Mikrofon von sportdeutschland.tv. „Aber mit der Silbermedaille haben wir nicht unbedingt gerechnet. Wir sind super happy mit dem Ergebnis, das wird auf jeden Fall heute gefeiert.“

Dass die Sechziger nach Spielschluss freudig über den Brettorfer Rasen rutschten, hatte Symbolcharakter. Denn die regengetränkte Wiese machte es den Faustball-Mannschaften schwierig, ihr gewohntes Spiel durchzuziehen. Die Spieler schlitterten über das Spielfeld, insbesondere bei den Annahmen machten sich die schwierigen Wetterbedingungen bemerkbar. „Es war keine leichte Situation mit dem ganzen Regen“, sagte Jonas Schröter vom alten und neuen Deutschen Meister Pfungstadt. Sein Team habe ohnehin schon „enormen Druck“ gehabt, das Finalspiel gegen Hagen aber letztlich souverän gewonnen.

Allerdings machten es die Sechziger im dritten Satz noch mal spannend, gingen nach sehenswerten Zuspielen von Philipp Müller mit 7:6 in Führung. Der Underdog aus Westfalen stand mit dem Rücken zur Wand und ließ Pfungstadt schwitzen. „Hätte es 1:2 gestanden, dann hätte das Spiel noch mal kippen können“, mutmaßte Schröter. Doch die Pfungstädter, die in elf der letzten zwölf Deutschen Meisterschaften triumphierten, setzten am Ende ihre Klasse durch.

„In den entscheidenden Situationen ging dann manchmal ein vermeintlich einfacher Ball über den Arm“, bekannte Ole Schachtsiek. Kleine Fehler, die sich häuften, und die ein Team wie Pfungstadt sich zunutze machte.

Philip Hofmann bester Mann

Im zweiten Halbfinale, das eigentlich am Samstagabend stattfinden sollte und auf Sonntagmorgen verlegt wurde, besiegten die Hoheleyer die Berliner Turnerschaft mit 3:0 (12:10, 12:10, 11:4). Zum „Player oft the Match“ wurde der Hagener Nationalspieler Philip Hofmann gewählt.

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