2. Bundesliga

Diesmal vergibt Grof den Siegkorb für Phoenix Hagen

Alle Würfe bei zwölf Punkten trifft Kris Davis - hier gegen die Karlsruher Embo und Tate (v. re.) -  in der ersten Hälfte,  nach dem Wechsel gelingen ihm aber nur noch zwei Zähler. Und Phoenix verliert in Karlsruhe noch. Links Alex Herrera.

Alle Würfe bei zwölf Punkten trifft Kris Davis - hier gegen die Karlsruher Embo und Tate (v. re.) - in der ersten Hälfte, nach dem Wechsel gelingen ihm aber nur noch zwei Zähler. Und Phoenix verliert in Karlsruhe noch. Links Alex Herrera.

Foto: Jörg Laube

Karlsruhe.   Sie hatten wieder den letzten Wurf zum Sieg - und wieder verpassten sie. Bei den PS Karlsruhe Lions verlor Phoenix Hagen mit 85:87.

Sie hatten wieder den letzten Wurf zum Erfolg - und wieder verpassten sie. Vor Wochenfrist war es Kris Davis, der den möglichen Siegkorb für Basketball-Zweitligist Phoenix Hagen vergab, diesmal scheiterte Jonas Grof wenige Momente vor der Schlusssirene mit dem Korbleger. Nach der 79:81-Niederlage gegen Ehingen unterlagen die Hagener - trotz zwischenzeitlicher 17-Punkte-Führung - so auch bei den PS Karlsruhe Lions mit 85:87 (40:35) . Und fielen in der Tabelle auf Rang sieben zurück. „Das ist für mich schwer zu verdauen, aber leichter als in der letzten Woche“, sagte Harris, „das war ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Ehingen-Spiel - leider mit dem gleichen Ergebnis.“

Wieder mit Dominik Spohr trat Phoenix in Karlsruhe an, obwohl der Kapitän nach Auskurieren seiner Schulterzerrung zuletzt erkältet flach gelegen hatte. Wohl auch deshalb ließ Harris erneut Youngster Marco Hollersbacher starten, der die ersten Distanzwürfe verpasste. Jonas Grof und Kris Davis machten es besser, beim frühen 10:2 (5.) für die Gäste nahm Karlsruhes Coach IvanRudež die erste Auszeit. Es änderte sich zunächst nicht viel, gegen die starke Hagener Verteidigung trafen die Gastgeber nicht viel, dagegen zog Phoenix weiter auf 20:8 davon. „Wir waren verunsichert, hatten nur 21 Prozent Wurfquote“, räumte Lions-Co-Trainer Drazan Salavarda zur Pause sein.

Die Hagener waren trotz der langen Anfahrt dagegen vom Hochball weg hellwach, allen voran der in der ersten Hälfte jeden Wurf verwandelnde Davis. Als er und Grof erneut aus der Distanz trafen, betrug der Vorsprung beim 29:14 (14.) erstmals 15 Punkte. Und als ein technisches Foul gegen den schimpfenden Rudez verhängt wurde, brachte Spohr Phoenix mit drei verwandelten Freiwürfen sogar mit 40:23 in Führung (17.). „Die ersten 17 Minuten waren die besten der Saison“, würdigte Harris später.

Doch die Gäste verloren nun die Konzentration, leisteten sich gleich acht Ballverluste in der zweiten Hälfte des Viertels. Karlsruhe nutzte es, traf plötzlich von der Dreierlinie. Carl Embo, Davonte Lacy, Roland Nyama und Dominique Johnson brachten die Gastgeber mit vier Dreiern bis zur Pause auf 40:35 heran, nach dem Wechsel glichen Maurice Pluskot und erneut Embo aus (40:40). „Wir waren kurz davor, die Karlsruher zu knacken, haben ihnen dann aber den Glauben zurückgegeben“, bedauerte Harris

Zweite Hälfte verlief stets eng

Nun blieb die Partie bis zum Ende eng, auch wenn sich Phoenix auf 55:47 (26.) noch einmal absetzte. Die Gastgeber kamen immer wieder zurück, trafen gegen die Hagener Zone stark von außen. Und lagen beim Dreipunktspiel von Kahron Ross zum 60:61 (29.) erstmals vorn. Davis nahmen sie jetzt mit ganz enger Deckung weitgehend aus dem Spiel, bei Embos Dreier zum 83:87 18 Sekunden vor dem Ende schienen sie auf der Siegerstraße. Alex Herrera verkürzte schnell auf 85:87, Embo zeigte an der Freiwurflinie Nerven. So hatte Phoenix elf Sekunden vor der Sirene plötzlich noch einmal Ballbesitz - und die Chance auf den siegbringenden Korb. Nach einer Auszeit versuchten die Gäste, einen Dreierschützen zu finden, wählten dann die Option über den aufpostenden Grof. Doch der Spielmacher vergab den letzten Wurf. Und Harris bedauerte: „Die schlechte Phase in der ersten Hälfte hat uns gekillt.“

Phoenix-Gegner Hanau verstärkt

Der Tabellenletzte Ebbecke White Wings Hanau, der am 19. Januar bei Phoenix Hagen gastiert, hat sich noch einmal verstärkt. US-Flügelspieler Jarekious Bradley sammelte bereits bereits Erstligaerfahrung in Deutschland , der 28-Jährige spielte bis November 2017 bei Bundesligist Basketball Löwen Braunschweig. „Er wird uns in vielerlei Hinsicht im Spiel helfen“, zeigte sich Coach Simon Cote überzeugt. Gestern Abend siegte Hanau auch ohne ihn mit 74:64 gegen Heidelberg.

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