Basketball

Dominante Leistung: Phoenix Hagen fegt Jena aus der Halle

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Er macht ein Wahnsinnsspiel: Grayson Murphy gelingen in Jena 19 Punkte, 8 Rebounds und 11 Assists. Links im Bild Ex-Hagener Adam Pechacek, der erst in dieser Woche von Jena nachverpflichtet wurde.

Er macht ein Wahnsinnsspiel: Grayson Murphy gelingen in Jena 19 Punkte, 8 Rebounds und 11 Assists. Links im Bild Ex-Hagener Adam Pechacek, der erst in dieser Woche von Jena nachverpflichtet wurde.

Foto: Jörg Laube

Jena.  Das hat man so nicht kommen sehen: Mit einer starken Leistung bezwingt Phoenix Hagen auswärts das Topteam SC Jena deutlich. 2 Spieler überragen.

Auf 54 Punkte kamen JJ Mann und Kyle Castlin im vergangenen Spiel gegen Düsseldorf, diesmal waren es gerade mal 13 Punkte, die die Topscorer von Phoenix Hagen zustande brachten. Aber das war kein Ausdruck einer offensiven Flaute, sondern vielmehr ein Statement, dass Phoenix keine One-Man- und auch keine Two-Man-Show ist. Mit einer offensiv wie defensiv herausragenden Teamleistung bezwangen die Volmestädter am 10. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA den SC Jena mit 93:70 (42:33).

Im Angriff waren es diesmal Mannschaftskapitän Marcel Keßen (25 Punkte) und Aufbauspieler Grayson Murphy (19 Punkte, 11 Assists), die ein riesiges Stück Verantwortung schulterten. Sein bislang bestes Spiel im Hagener Dress machte zudem Kristofer Krause, der gegen sein Ex-Team 12 Punkte auflegte. Mit dem siebten Sieg im zehnten Spiel schob Hagen sich vor auf den vierten Tabellenplatz. Die Thüringer, bei denen sich die verletzungsbedingten Ausfälle dreier Stammspieler bemerkbar machten, fielen einen Rang zurück auf Platz fünf.

Guter Hagener Start ins Spiel

Phoenix startete ordentlich ins Spiel, ließ den Ball gut laufen, sodass man über 2:9 (3.) und 6:13 (7.) den Ton angab. Jena konnte sich nun aber immer wieder erfolgreich unterm Korb durchsetzen, unter anderem in Person des erst vor wenigen Tagen verpflichteten Adam Pechacek, dem Ex-Hagener, der direkt seinen ersten Wurfversuch zum 11:15 (9.) verwandelte. Phoenix blieb aber am Drücker: Wie schon gegen Düsseldorf brachten sich offensiv alle Spieler ein. So traf Krause einen Dreier zum 22:30 (15.) - er hatte zu diesem Zeitpunkt schon sieben Zähler auf dem Konto. Kurz danach, nach einer Auszeit Jenas, verwandelte Murphy einen Korbleger zum 22:32, und somit hatte Hagen seine erste zweistellige Führung des Abends.

Einziges Manko: Jena zog immer wieder erfolgreich Fouls, schon in der 14. Minute hatte Phoenix fünf Teamfouls begangen, so dass jeder weitere Pfiff gegen Hagen zu Jenaer Freiwürfen führte. Pechacek und Co. bestraften das mit einer 92-prozentigen Freiwurfquote in der ersten Hälfte. Viel mehr lief aber nicht für die Heimmannschaft. Phoenix war das deutlich bessere Team, und das, obwohl JJ Mann zur Halbzeitpause noch keinen Punkt auf dem Konto hatte.

Starke Leistung von Marcel Keßen

In der ersten Hälfte agierte Jena statisch und weitgehend glücklos, in Halbzeit zwei änderte sich das ad-hoc. Der SC drückte aufs Tempo, kam durch einen Dreier von Moritz Plescher auf 48:51 heran (26.). Nun waren auch die Zuschauer endgültig im Spiel angekommen und gaben ihrer Mannschaft einen wichtigen Push. Phoenix konnte sich aber vor allem auf Marcel Keßen verlassen, der nach zwei schwachen Partien eine offensiv bärenstarke Leistung zustande brachte und Jena auf Distanz hielt. Mit 56:62 aus Heimsicht ging es ins letzte Viertel.

Anfang des letzten Viertels ging alles ganz schnell: Dreier Bank, Dreier Keßen, Dreier Krause, 58:71 und Auszeit Jena (32.). Bank versenkte danach zwei Freiwürfe zum 58:73 und die bislang höchste Führung des Abends war erreicht. Hagen wackelte bis zum Schluss nicht mehr, spielte die Schlussphase des Spiels ganz abgezockt herunter. Nachdem Murphy fünf Punkte in Folge zum 66:81 (35.) markierte, zeichnete sich eine Vorentscheidung ab. Auch in der Defense sorgte man dafür, dass Jena nicht mehr herankommen konnte.

Wieder einmal beeindruckend: Phoenix Hagen unterliefen wie auch schon gegen Düsseldorf gerade mal sieben Ballverluste, und das trotz schnellen Spieltempos. 21 Assists und gute Wurfquoten waren Belege für einen flüssigen Angriff, zudem war man diesmal auch bei den Rebounds ebenbürtig (33).

Phoenix: Kraushaar (9), Murphy (19, 8 Rebounds, 11 Assists), Keßen (25), Omuvwie, Vaara, Mann (3), Uhlemann (7), Castlin (10, 5 Assists), Bank (8), Krause (12).

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