Basketball

Dominik Spohr macht mit Bayer Leverkusen kurzen Prozess

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Sieg: Gegen Bayer Leverkusen hat Phoenix Hagen ein intensives Testspiel gewonnen.

Mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Sieg: Gegen Bayer Leverkusen hat Phoenix Hagen ein intensives Testspiel gewonnen.

Foto: Joerg Laube / Jörg Laube

Hagen.  Phoenix Hagen gewinnt erstes Testspiel vor heimischem Publikum gegen Leverkusen mit 82:73. Abdul Lewis wegen Kniebeschwerden nur auf der Bank.

Es dauerte lange, bis Chris Harris entspannen durfte. Auch wenn Phoenix Hagen beim Haxa-Cup in Haspe über weite Strecken mit zweistelliger Punktzahl gegen Liga-Konkurrent Bayer Giants Leverkusen führte – wirklich absetzen konnte sich der Basketball-Zweitligist in seinem ersten Testspiel vor heimischem Publikum nicht. Erst als Dominik Spohr zwei Minuten vor Schluss per Korbleger vorentscheidend auf 79:68 erhöhte, konnte sich Harris beruhigt in seinen Trainerstuhl fallen lassen. Phoenix besiegte den Rekordmeister in einer sehr intensiven Partie mit 82:73 (39:35).

„Es war ein physisches Spiel, aber es war fahrig. Man hat beiden Teams angemerkt, dass sie tief in der Vorbereitung sind. Das war ein träges Spiel“, haderte Harris.

Dominik Spohr der überragende Spieler

Bedanken durfte sich der Phoenix-Trainer an diesem Freitagabend bei seinem Kapitän Dominik Spohr, der 15 seiner 28 Punkte im letzten Viertel erzielte. Immer wieder, als die von Hansi Gnad gecoachten Gäste gefährlich wurden, wie etwa beim 70:62 (36.) durch den starken Nick Hornsby, übernahm Spohr die Verantwortung. Sein dritter Dreier im vierten Viertel (76:67) nach schönem Anspiel von Kyle Leufroy sowie sein Korbleger mit Bonusfreiwurf (79:68) ließen die Chancen auf einen Leverkusener Auswärtssieg verpuffen.

„Ich weiß, dass das meine Rolle ist. In diesen Phasen muss ich die Verantwortung übernehmen“, sagte Spohr nach dem Spiel. „Das war bislang das intensivste Spiel. Es ging ordentlich zur Sache. Aber so macht Basketball Spaß.“ Das Ergebnis sei Spohr nicht wichtig, vielmehr sei er stolz darauf, wie sich das Team entwickelt. „Es ist uns bislang nicht immer gelungen, einen Schritt nach vorne zu machen – heute schon.“

Baumann stopft spektakulär

Aus den Sitzen rissen die Fans in der vollen Hasper Rundturnhalle aber nicht nur Spohrs heroische Aktionen in der Schlussphase. Highlight des Spiels war der wuchtige Dunking von Phoenix-Center Javon Baumann über den 2,16 Meter großen Dennis Heinzmann zum 70:60 (36.). „Damit hat Javon ein Zeichen gesetzt. Das war eine tolle Szene, Wahnsinn“, sagte Harris. Allerdings machte Baumann insgesamt an diesem Abend keine gute Figur. Der Center war oft einen Schritt zu langsam und hatte gegen den bulligen Leverkusener Eddy Edigin (17 Punkte, neun Offensivrebounds) das Nachsehen. „Javon hatte nicht sein bestes Spiel. Ich glaube, er hatte Respekt vor der Körperlichkeit der Gegner“, meinte Chris Harris.

Gegen die unangenehme Leverkusener Physis hätte Phoenix in Haspe den Neuzugang Abdul Lewis gut gebrauchen können. Aber der US-amerikanische Center trug aus dem Training der letzten Tage ein dickes Knie davon und wurde geschont. Ob er am Sonntag beim nächsten Testspiel gegen Schalke 04 in der Eilper Otto-Densch-Halle (17 Uhr) spielen kann, ist fraglich.

Leufroy und Gilmore unauffällig

Seine beiden Landsmänner spielten gegen Leverkusen recht unauffällig. Kyle Leufroy erzielte in 26 Minuten elf Punkte, zeigte phasenweise, wie abgezockt er punkten kann. Michael Gilmore (zwei Punkte) hingegen fehlte jegliche Bindung ans Spiel. Der US-Flügel traf nur einen von sechs Würfen aus dem Feld, vergab auch einfachste Chancen. „Michael hatte Pech im Abschluss. Hätte er seine Dinger reingemacht, hätte er zweistellig gepunktet“, sagte Chris Harris. „Aber wir brauchen von Michael auch nicht viele Punkte. Dafür haben wir ja Dominik.“

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