Handball

Dritte des VfL Eintracht Hagen soll gutes Sprungbrett sein

Christian Wojtek (hier im Trikot von RE Schwelm) hat seine Kreisläufer-Karriere beendet und coacht die Eintracht-Dritte.

Christian Wojtek (hier im Trikot von RE Schwelm) hat seine Kreisläufer-Karriere beendet und coacht die Eintracht-Dritte.

Foto: Michael Scheuermann

Hagen.  Einen Umbruch gibt es bei der Landesliga-Dritten des VfL Eintracht Hagen: Christian Wojtek ist neuer Coach, viele Spieler sind ebenfalls neu.

Ein neuer Trainerbesen kehrt in der kommenden Saison beim Handball-Landesligisten VfL Eintracht Hagen III. Nach der durchaus erfolgreichen Ära mit Levent Cengiz, der den Klassenverbleib in der abgelaufenen Saison - wenn auch nur hauchdünn - ausnahmsweise ganz ohne Hilfestellung durch finale Verstärkung „von oben“ erreichte, versucht jetzt Christian Wojtek der völlig neu formierten Drittgarnitur trotz zu erwartendem ständigen Personal- und Formationswechsel Kontinuität und Stabilität zu vermitteln. Er war zuletzt bei der Fahrstuhlmannschaft TuS Wellinghofen tätig.

„Unser Hauptziel ist es, die zahlreich nachrückenden Talente in den eigenen Reihen zu halten. Auch eine dritte Mannschaft kann ein gutes Sprungbrett sein, zumal die Landesliga 4 ja jede Menge attraktiver Gegner beschert“, meint der in Hagen wohnhafte und bereits die C-Jugend des VfL (mit seinem Sohn) coachende Wojtek, der mit knapp 40 Jahren seine aktive Kreisläufer-Laufbahn als endgültig beendet erklärt.

Der jüngste Wiederabstieg mit Wellinghofen hat nichts an Wojteks grundsätzlichem Optimismus geändert. Obwohl die Staffel in dieser Saison als besonders leistungsstark eingeschätzt wird und aus dem Vorjahreskader nur noch die Torleute Dominik Patas und Tamas Toth, Linksaußen Lukas Rombach und Routinier Marc Oberste übrig geblieben sind, traut er seinen Schützlingen zu, schon vor der Osterpause die nötigen Zähler zum Landesliga-Verbleib einzufahren. Für externe Verstärkung sorgen der frühere Lüdenscheider Hassan Ahmad sowie die vom ECD Hagen herübergewechselten Tarek Alissa - der Linkshänder möchte im Herbst seiner Laufbahn auch mal im Rückraum zum Zuge kommen- und Keeper Lou Schmid.

Roskosch und Koshold als Stützen

Wojtek baut aber vor allem auf die Klasse der verbandsliga-erfahrenen Kräfte Jan Roskosch und Alexander Koshold, der nach fast überstandenem Kreuzbandriss im Oktober wieder fit sein sollte. Zudem sollen die mit Zweitspielrecht versehenen Talente aus der A-Jugend-Bundesliga überwiegend in der Herren-Landesliga zum Zuge kommen und sich dort an die Härte im Seniorenbereich gewöhnen. „Es wird eine enge Zusammenarbeit mit den Trainerkollegen der Verbandsliga-Reserve und A-Jugend geben, damit wir die Talente optimal fördern können, ohne sie zu überfordern. Mit dem endlich größeren Stammkader und den bestens ausgebildeten Jugendlichen können wir vor allem in eigener Halle jedem Gegner gefährlich werden“, meint Wojtek, der bereits seit Mitte Juni drei Übungseinheiten pro Woche abhält, in denen der Fokus auf der defensiven Abstimmung sowie dem Umschalt- und Tempospiel liegt.

Die VfL-Dritte hat bereits vier Testspiele (Siege über die Bergischen Panther II und Höchsten, Niederlagen beim ASC Dortmund und gegen PSV Recklinghausen) hinter sich, wird Rückspiele bei den Panther und in Höchsten bestreiten, außerdem in Witzhelden (neue Heimat des langjährigen Reserve-Trainers Rainer Hantusch) und Hachenburg (alte Heimat von Eike Weinberg) antreten sowie beim Turnier der HSG Hohenlimburg auflaufen.

Der Kader

Tor: Lou Schmid, Dominik Patas, Tamas Toth. Feld: Lukas Rombach, Nils Hospadarsch, Torben Rieke, Alexander Koshold, Jan Roskosch, Marc Oberste, Eike Weinberg, Tarek Alissa, Hassan Ahmad, Tim Kobilinski, Felix Eberle, Julien Wegener.

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